Väter und andere Katastrophen

Väter und andere Katastrophen

Frankreich 2011 - mit Gérard Jugnot, Francois Berléand, Olivia Ruiz, Jamie Bamber Griffith u.a

Filminfo

Originaltitel:Un jour mon pére viendra
Genre:Komödie
Regie:Martin Valente
Kinostart:03.05.2012
Produktionsland:Frankreich 2011
Laufzeit:ca. 101 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.vaeterundanderekatastrophen-film
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Was an einer Hochzeit so alles schief gehen kann, wurde in unzähligen Filmen bereits mal mehr, mal weniger amüsant thematisiert. Was aber passiert, wenn einem der eigene Vater zu peinlich ist und statt seiner ein Schauspieler die Braut zum Altar führen soll, zeigt nun die französische Komödie "Väter und andere Katastrophen". Denn vor ihrem Verlobten, den erfolgreichen Tennisspieler Stephen (Jamie Bamber Griffith) kann Chloé (Olivia Ruiz) einfach nicht zugeben, dass ihr Vater Gustave (Gérard Jugnot) ein nichtsnutziger Trinker ist, der keine Gelegenheit auslässt, um seine Tochter zu enttäuschen. Und so heuert sie einfach einen Schauspieler an, der die Rolle des gut situierten, weltmännischen Vaters übernehmen soll. Was Chloé nicht ahnt, ist, dass der vermeintliche Schauspieler Bernard (Francois Berléand), ein wohlhabender Zwangsneurotiker, eigentlich ihr leiblicher Vater ist, der erst jetzt von der Existenz seiner Tochter erfahren hat. Das klingt schon nach vorprogrammiertem Chaos. Dass sich aber auch der unwissende Gustave mit seinem Konkurrenten Bernard angefreundet hat und nun die Hochzeitsfeierlichkeiten heimlich beobachten möchte, macht es nahezu unmöglich, dass die Situation nicht eskaliert…

"Väter und andere Katastrophen" ist eine typisch französische Verwechslungskomödie, die mit viel überdrehtem Humor und charmanten Charakteren für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Zwar wirkt die Inszenierung bisweilen etwas flach und uninspiriert, doch Dank des guten Zusammenspiels der beiden Hauptdarsteller kommt auch trotz einiger schwacher Gags jede Menge gute Laune auf. Gérard Jugnot und Francois Berléand, die schon bei "Die Kinder des Monsieur Mathieu" zusammen gearbeitet haben, tragen als ungleiches Duo die Komödie nicht nur in ihren starken, sondern auch in den eher seichten Momenten. Dabei hat Berléand als verklemmter Zwangsneurotiker eindeutig die besten Lacher auf seiner Seite.

Die übrigen Darsteller gehen neben dem starken Duo leider etwas unter. Der aus der Serie "Battlestar Galactica" bekannte Jamie Bamber Griffith etwa verblasst neben dem komödiantischen Timing von Jugnot und Berléand völlig. Und obwohl sich Olivia Ruiz durchaus wacker schlägt, wirkt ihr Spiel längst nicht so entspannt und einnehmend, wie das ihrer Filmväter. Doch auch wenn die Nebendarsteller etwas farblos bleiben, sich die Inszenierung etlicher Klischees bedient und die Gags bisweilen nicht voll ins Schwarze treffen, funktioniert "Väter und andere Katastrophen" richtig gut. Denn es ist dem Film vom Vorspann an anzumerken, dass er nicht mehr erreichen möchte, als den Zuschauern gute Laune zu schenken. Und das gelingt ihm am Ende richtig gut.

Ein wenig Buddy-Comedy, etwas Slapstick, ein Hauch Romantik und viel klassische Verwechslungskomödie, das sind die Zutaten, aus denen Regisseur Martin Valente seinen heiteren Hochzeitsspaß zusammengesetzt hat. Wer einfach nur leichtes französisches Unterhaltungskino mit einigen herzhaften Lachern, zwei charmanten Hauptdarstellern und einer amüsanten Geschichte sucht, der kann diese Hochzeitsfeierlichkeiten getrost aufsuchen. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Väter und andere Katastrophen (Frankreich 2011)"
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