Woody Allen: A Documentary

Woody Allen: A Documentary

USA 2011 - mit Woody Allen, Diane Keaton, Martin Scorsese, Scarlett Johansson, John Cusack u.a

Filminfo

Originaltitel:Woody Allen: A Documentary
Genre:Dokumentarfilm
Regie:Robert B. Weide
Kinostart:05.07.2012
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 117 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.woody-doc-derfilm.de/
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Was Sie schon immer über Woody Allen wissen wollten, aber nie zu fragen wagten – Filmemacher Robert B. Weide gibt Ihnen die Antworten. Über einen Zeitraum von fast zwei Jahren hat Weide den legendären Filmemacher begleitet und hat aus zahlreichen Interviews mit Allen selbst, Familienangehörigen, Freunden, Kollegen und Weggefährten, sowie mit Hilfe zahlreichen Archivmaterials im Auftrag des amerikanischen Fernsehsenders PBS für die Reihe "American Masters" ein umfassendes Porträt über Woody Allen erstellt. Aus der über drei Stunden langen TV-Fassung wurde für die internationale Kinoauswertung eine mit zwei Stunden Laufzeit deutlich kürzere Version erstellt, der zwar einige interessante Aspekte der Langfassung fehlen, die aber dennoch ein sehr gutes und umfassendes Bild von Leben und Werk Allens zeichnet.

"Woody Allen: A Documentary" beleuchtet den Regisseur von seiner Kindheit und Jugend über seine Anfänge als Stand Up-Comedian, Gagschreiber und Schauspieler bis hin zu seinen ersten Erfolgen vor und hinter der Kamera. Besonders sehenswert sind in diesem Anfangsteil des Films alte TV-Ausschnitte mit Interviews und witzigem Stand Up Material Allens, der zunächst große Schwierigkeiten damit hatte, selbst ins Rampenlicht zu treten. Seine ersten Regiearbeiten, besonders aber seinen Kultfilmen "Der Stadtneurotiker", "Manhattan", "Broadway Danny Rose" oder "Zelig", wird besonders viel Platz eingeräumt. Allerdings machen die zahlreichen Ausschnitte aus diesen Filmen auch deutlich, warum Woody Allen trotz einiger Gurken, die er im Laufe seiner Karriere abgeliefert hat, als Regisseur, Schauspieler und Künstler derart hohes Ansehen und echten Kultstatus genießt.

Gerade in der Kinofassung kommen gerade die Filme aus den 90ern und den frühen 2000ern arg kurz oder werden gar nicht erwähnt. So gut und umfangreich die ersten Kapitel dieser filmischen Biografie auch sind, so oberflächlich und gehetzt wirkt ihr Abschluss. Zugegeben, viele der Filme, die Allen in den Jahren vor "Match Point" gedreht hat, haben einfach nicht den Stellen wert seines Frühwerks, doch uninteressant ist dieser Abschnitt seines Schaffens dennoch nicht.

Nichtsdestotrotz ist Weides Dokumentation ein sehr unterhaltsamer und aufschlussreicher Film, der auch kontroversere Abschnitte aus Allens Leben aufgreift und so den Eindruck einer umfassenden und auch ehrlichen Biografie hinterlässt. Sicherlich, der Film ist in erster Linie eine Hommage an den Künstler, doch es ist sehr angenehm, dass auch mal kritische Stimmen zu hören sind – auch wenn diese bisweilen von Allen selbst kommen. Wer Woody Allen als Filmemacher, Schauspieler oder Musiker schätzt, wer besonders über seine früheren Filme lachen konnte oder wer nicht weiß, was er vor "Der Stadtneurotiker" gemacht hat, der kommt an "Woody Allen: A Documentary" einfach nicht vorbei. Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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