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Weg der Hoffnung – Der Kreuzweg am Point Alpha B3 Verlag

Weg der Hoffnung – Der Kreuzweg am Point Alpha

von: Konrad Merz (Fotos), Dr. Ulrich Barnickel

erschienen: B3 Verlag

am 01.02.2012

www.bedrei.de

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Der Point Alpha ist ein ehemaliger US-Beobachtungsposten an der hessisch-thüringischen Grenze. War dieser Ort einst einer der Brennpunkte des Kalten Krieges, erinnert heute ein Museum an dieses dunkle Kapitel. Zudem beauftragte die Point Alpha Stiftung den Künstler Ulrich Barnickel damit, mit einem Kunstprojekt an den gewaltlosen Widerstand gegen kommunistischen Diktaturen zu erinnern. Barnickel verteilte vierzehn Skulpturen auf einer Länge von etwa 1,5 km und schuf damit den beeindruckenden "Weg der Hoffnung". Willkür, Unterdrückung, Zwang, Entsetzen, Solidarität, Mit-Leid, Gewalt, Trost, Erniedrigung, Entwürdigung, Mord, Verzweiflung, Opfer und Hoffnung sind die Themen, die der Künstler in den Skulpturen ausgedrückt sind. 

Der Fotograf Konrad Merz hat in "Weg der Hoffnung" die Konzeption, Entstehung, Aufbau und Wirkung der Skulpturen dokumentiert. Dabei wird mit Texten eher sparsam umgegangen. Zwar gibt es einige Begleittexte, doch in erster Linie dürfen in dem Bildband die Fotos sprechen. Für das Zusammenspiel zwischen Skulpturen und Umgebung, das sich mit den jeweiligen Jahreszeiten merklich verändert, braucht es auch keine großen Worte. Die Intentionen des Künstlers werden alleine durch die Fotos greifbar. Sicherlich, die volle Kraft kann dieses Kunstwerk erst entfalten, wenn man direkt davor steht und die Symbiose aus der Bedeutung dieses Ortes, der Natur und der Skulpturen auf sich einwirken lassen kann. 

Doch auch den Fotos von Konrad Merz gelingt es sehr gut, die besondere Atmosphäre auf dem "Weg der Hoffnung" einzufangen. Aber auch seine Bilder aus dem Atelier von Ulrich Marnickel, von den Skizzen der Skulpturen und schließlich auch von die Skulpturen betrachtenden Besuchern machen das Buch zu einem ganz besonderen Werk. Der Leser kann so einen Ort besuchen, an dem die Vergangenheit nicht vergessen werden darf um Hoffnung auf eine friedliche Zukunft aufrecht zu erhalten. Dass der Künstler mit seinen Skulpturen und der Fotograf mit seinen Bildern die Brücke zwischen dunkler Vergangenheit und hoffnungsvoller Zukunft schlagen können, macht die Lektüre von "Weg der Hoffnung" zu einer intensiven und auch bewegenden Erfahrung

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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