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A Fine Frenzy – One Cell in the Sea

Die 22jährige Sängerin und Songwriterin Alison Sudol aus Seatlle macht sich unter dem aus William Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" entliehenen Namen A Fine Frenzy daran, die internationalen Charts zu erobern. Optisch wirkt Sudol wie eine zerbrechliche Puppe, doch ihre Songs sind voller Kraft und bezaubernder Melancholie. Ob die wunderbare Single "Almost Lover", das von Sehnsucht erfüllte "Near to you" oder das wunderschöne "Ashes und Wine", die Songs von A Fine Frenzy gehen vom Ohr direkt ins Herz.
Musikalisch angesiedelt zwischen Pop und Folk, irgendwo zwischen Sarah McLachlan und Jewel schafft es Alison Sudol, sich durch ihre warme Stimme und ihre wunderschönen Texte eine gewisse Eigenständigkeit aufzubauen, die äußerst wichtig ist, um gegen die durchaus vorhandene Konkurrenz bestehen und aus der Masse hervorstechen zu können. Dass die Songs von A Fine Frenzy in den USA gerne als Soundtrack populärer TV-Serien verwendet werden, ist schon ein guter Anfang. Doch um es tatsächlich an die Spitze schaffen zu können, muss Sudol noch etwas an ihrer Eigenständigkeit feilen. Ihre Lieder sind wunderschön, das steht außer Frage. Und auch sind die meisten Songs der CD sehr eingängig. Nach zweimaligem Anhören bekommen Sie etwa "Lifesize" und "Last of Days" nicht mehr aus dem Ohr. Doch fehlt dem Ganzen noch der hohe Wiedererkennungswert, den Sudol auf jeden Fall noch erreichen wird, aber es mit diesem Album eben noch nicht ganz geschafft hat.
Davon mal ganz abgesehen ist "Almost Lover" eine der schönsten Balladen der letzten Zeit und schon Grund genug, sich dieses bezaubernde Album anzuschaffen. Es ist zwar kein Meilenstein, aber mit Sicherheit der Beginn einer großen Karriere. Für Liebhaber sanften Folk-Pops auf jeden Fall empfehlenswert!
Review von Sebastian Betzold
14 Titel
Virgin USA (EMI)
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