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Jeff Koons – The Painter & The Sculptor
Foto: Jeff Koons, Courtesy Fundación Almine y Bernard Ruiz-Picasso para el Arte

Jeff Koons – The Painter & The Sculptor (20.06.2012-23.09.2012)

Details

Kategorie:Kunst
Datum:von bis
Ort:Raum Frankfurt
Webseite:www.koons-in-frankfurt.de

Doppelausstellung in der SCHIRN Kunsthalle und dem Liebieghaus

Nach dem enormen Erfolg der Edvard Munch Ausstellung ruht sich die SCHIRN freilich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Gleich mit der nächsten Schau präsentiert die Kunsthalle gemeinsam mit der Liebieghaus Skulpturensammlung ein weiteres Highlight: die Doppelausstellung JEFF KOONS – THE PAINTER & THE SCULPTOR:

"Im Sommer widmen sich die Schirn Kunsthalle und die Liebieghaus Skulpturensammlung dem Werk des 1955 geborenen US-amerikanischen Künstlers Jeff Koons. Bewusst trennen die parallel stattfindenden Ausstellungen zur Arbeit dieses seit den 1980er-Jahren richtungsweisenden Künstlers den skulpturalen und den malerischen Aspekt seines Oeuvres und stellen diesen jeweils in einem gesonderten Kontext dar. So steht in der Schirn unter dem Titel „Jeff Koons. The Painter“ mit 45 Gemälden die strukturelle Entwicklung des Malers Jeff Koons im Vordergrund. In seiner monumentalen Malerei, deren Motivik sich aus unterschiedlichsten Quellen der Hoch- und Populärkultur speist, führen sowohl hyperrealistische als auch gestische Züge zu einer hochkomplexen bildlichen und inhaltlichen Verdichtung. In der Ausstellung „Jeff Koons. The Sculptor“ im Liebieghaus hingegen treten  insgesamt 44 weltberühmte sowie auch ganz neue Skulpturen von Jeff Koons in einen Dialog mit dem historischen Gebäude und der eine Zeitspanne von 5000 Jahren umfassenden Skulpturensammlung. Erstmals präsentiert wird in Frankfurt Jeff Koons’ neue Serie „Antiquity“, in der sich der Künstler mit der antiken Kunst und deren zentralem Motiv, dem Eros, auseinandersetzt.

Jeff Koons wurde 1955 in York in Pennsylvania geboren. Er studierte am Maryland Institute College of Art in Baltimore und an der School of the Art Institute of Chicago und zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern der zeitgenössischen Kunst. Seine Werke finden sich u. a. im Museum of Modern Art New York, im Whitney Museum of American Art, New York, in der Tate Gallery, London, im Stedelijk Museum, Amsterdam, im Museum Ludwig, Köln, und im Museum of Contemporary Art Tokyo. Darüber hinaus wurden seine Arbeiten international in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt. Für sein künstlerisches Schaffen erhielt er viele Auszeichnungen, und seine Skulpturen im öffentlichen Raum, wie z. B. die monumentale Blumenskulptur „Puppy“ (1992), erlangten weitreichende Popularität.

In seinen Gemälden und Skulpturen greift Jeff Koons Elemente der Konsumkultur wie der Hochkultur auf, zitiert künstlerische Epochen, gleichsam Objekte aus Alltag und Werbung und verweist somit immer wieder auf Kategorien wie Schönheit und Begehrlichkeit. Wie kein anderer versteht er sich dabei auf das Spiel zwischen Erhabenheit und Banalität. Obwohl seine Werke vertraute Motive unserer Konsumwelt zitieren, sind es nicht Kitsch und Ironie, die den Künstler beschäftigen. In einem Interview stellte er fest: „Ich arbeite mit Dingen, die manchmal als Kitsch bezeichnet werden, obgleich mich Kitsch an sich nie interessiert hat. Ich versuche immer, dem Betrachter Selbstvertrauen, eine gewisse innere Sicherheit zu vermitteln. Bei meiner Arbeit geht es mir vor allen Dingen um den Betrachter.“ Koons’ Augenmerk gilt nicht „der Komplexität, sondern der Einfachheit des Seins“ und dessen Akzeptanz. In seinem Werk findet dies in elementaren Themen wie Kindheit oder Sexualität Ausdruck. Entgegen einer kunstgeschichtlichen Tradition der Subjektivität jedoch betont Koons eine künstlerische Objektivität und bedient sich dabei des Verfahrens des Readymade. Sowohl seine Skulpturen als auch seine Malereien haben durch ihre handwerkliche Finesse und ihre Attraktivität der Oberfläche eine besondere suggestive, beeindruckende Wirkung auf den Betrachter.

Die Ausstellung „Jeff Koons. The Painter“ in der Schirn bietet auf der nahezu gesamten Galeriefläche der Kunsthalle – von den frühen „Maschinenbildern“ aus der Serie „Luxury & Degradation“ über die Serie „Made in Heaven“ bis hin zu den großformatigen, handgemalten Werken aus „Celebration“, „Easyfun“, „Easyfun-Ethereal“, „Popeye“, „Hulk Elvis“ und der neuen Serie „Antiquity“ – erstmals einen umfassenden Überblick über das malerische Werk Jeff Koons’. Die Zitate, die Koons aus dem Alltagsleben und aus verschiedenen Kunst- und allgemein historischen Epochen in seinen Gemälden miteinander verwebt, sind frei schwebende Kompositionselemente und gelangen modulierend oder wiederholend zum Einsatz. Mittels Verwendung von bildbearbeitenden Computerprogrammen gelingt es ihm, eine Vielzahl von Schichten übereinanderzulegen und eine neue Einheit entstehen zu lassen.In analytischer Detailarbeit löst Koons die so entstehende Bildkomposition in ein Spektrum von vielfach differenzierten Farben auf, um sie anschließend penibel auf Leinwand übertragen zu lassen.

Kühl, maschinell und absolut perfekt erscheinen die Gemälde, die, wenn auch von Hand gemalt, einer klar definierten Route folgen. In der von 1989 bis 1991 entstandenen Serie „Made in Heaven“, die den Künstler im Liebesakt mit der ungarisch-italienischen Pornodarstellerin, Politikerin und späteren Ehefrau Cicciolina (Ilona Staller) zeigt, weisen die Motive in Skulptur und Malerei noch deutliche Unterschiede auf. Mit der 1994 ansetzenden Entwicklung von „Celebration“ tritt eine Vermischung der beiden Medien ein. Ein Herz, ein Stück Torte oder ein Kindergeburts-tagshut, abgelegt auf glänzendem, buntem Geschenkpapier, treten plastisch hervor und verschmelzen gleichzeitig mit der sie reflektierenden Folie, ihrem Hintergrund. Kaum mehr zu unterscheiden zwischen Vorder- und Hintergrund, zwischen Zentrum und Rand vermögen die aufeinanderfolgenden Serien „Easyfun“ (1999–2000) und „Easyfun-Ethereal“ (2000–2002) – Collagen aus Körperteilen, Lebensmitteln, Landschaften, Alltagsgegenständen, Zitaten aus der Kunstgeschichte etc. Mit ihnen erreicht Koons eine Gleichzeitigkeit und Hybridität, die sich nur noch schwer dekodieren lässt. In seiner neuesten Serie „Antiquity“ wiederum greift Koons in das reiche Repertoire der antiken Kunst und verbindet dieses mit seiner eigenen Ikonografie. In der Schirn-Ausstellung treten die eigenen Zitate sowie die thematische und kompositorische Entwicklung des malerischen Werks von Jeff Koons hervor. Darüber hinaus wird den rund 140 Meter langen Galerieraum eine Sogkraft der Bilder erfüllen, die den Besucher niemals auf Distanz hält, sondern ihm ganz im Gegenteil universell verständliche Bildwelten zuspielt.

In der Ausstellung „Jeff Koons. The Sculptor“ im Liebieghaus werden die Skulpturen des Künstlers in die bestehende Sammlung des Hauses integriert, welche die Geschichte der Skulptur von der Antike bis zum Klassizismus widerspiegelt. In enger Zusammenarbeit mit Jeff Koons konzipiert, trifft in allen Bereichen des Liebieghauses eine der zahlreichen und häufig ikonischen Arbeiten des Künstlers auf Objekte der Sammlung und löst Dialoge ganz unterschiedlicher Form aus. Die gesamte Anlage des Liebieghauses mit der formenreichen historistischen Villa, den Galeriebauten und dem großen märchenschlossartigen Garten nimmt die Skulpturen Jeff Koons’ wie eine große Bühne auf.

Copyright: Jeff Koons

In verschiedenen Ausstellungssälen tauchen die Werke von Koons wie in einem Vexierbild auf und werden mancherorts erst auf den zweiten Blick kenntlich. In seiner Serie „Statuary“ folgt Koons konsequent den Motiven und Formen des europäischen Barock. Allein die eigenständige Materialwahl der in glänzendem Stahl gegossenen modernen Barockformen eröffnet eine spannende Auseinandersetzung mit den historischen Barockporträts der Frankfurter Sammlung. Wieder andere Arbeiten führen eine frappante Nähe der Materialität zu historischen Werken vor Augen. Diesmal stehen die Motive in einem starken Kontrast, wenn dem farbig glasierten Terrakotta-Altar des Andrea della Robbia die polychrome Porzellanfigur einer jungen Frau in der Wanne, „Woman in Tub“ (aus der Serie „Banality“), gegenübergestellt wird. So wird auch die berühmte Porzellanskulptur des Popidols Michael Jackson, die ihn im goldenen Anzug zusammen mit seinem Affen Bubbles zeigt, von den teilvergoldeten ägyptischen Totenmasken der Priesterin Takait und den Göttern des ägyptischen Pantheons bestaunt. Die Komikfigur „Popeye“ behauptet sich mit martialischer Geste inmitten des Mittelaltersaals des Liebieghauses, während „Hulk (Friends)“ und „Hulks (Bell)“, ebenfalls Neuproduktionen für die Ausstellung, in der Sammlung ostasiatischer Kunst ihren Platz eingenommen haben.

Im Fokus der Auseinandersetzung zwischen Koons und der im Liebieghaus einzigartig repräsentierten Geschichte der Skulptur steht die Frage nach der „Migration der Bilder“, der Zitate und Anleihen Koons’ bei Werken vergangener Jahrhunderte. Die Geschichte des Eros, in seiner griechischen Urbedeutung, vor allem in der Bilderwelt der Liebesgöttin Aphrodite, liefert das zentrale Leitthema, das berühmte Arbeiten von Jeff Koons mit antiken Meisterwerken verknüpft. Im Mittelpunkt dieser Betrachtung stehen Werke aus der neuesten, bisher noch nicht gezeigten Serie von Koons, die „Antiquity“ benannt ist und neben Gemälden mit „Balloon Venus“ und „Metallic Venus“ zwei spektakuläre Skulpturen vorstellt. Diese Arbeiten beziehen sich in unmittelbarer Form auf großartige antike griechische Skulpturen, welche die Welt des Dionysos und der Liebesgöttin zeigen. Dieses Zusammentreffen wirft vor allem die Frage auf, inwieweit Koons antike Traditionen in seine Arbeit übersetzt bzw. in ein modernes Verständnis überführt." (Text: SCHIRN Kunsthalle)

Copright: Jeff Koons

KATALOG: Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog in zwei Bänden mit einem Vorwort von Schirn- und Liebieghaus-Direktor Max Hollein und Texten von Babette Babich, Professorin für Philosophie an der Fordham University, New York, und Ästhetik-Forscherin, Andreas Beyer, Kunsthistoriker und Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris, Jeffrey Fraiman, Kunsthistoriker, New York, Walter Grasskamp, Professor für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste, München, und Kunstkritiker, Scott Rothkopf, Kurator am Whitney Museum of American Art, New York, und Monika Wagner, Professorin für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Werks von Jeff Koons auseinandersetzen. Darüber hinaus enthält der Katalog ein Interview von Isabelle Graw, Kunstkritikerin und Herausgeberin der Zeitschrift „Texte zur Kunst“, mit Jeff Koons sowie Beiträge der Ausstellungskuratoren Vinzenz Brinkmann, Liebieghaus Skulpturensammlung, Matthias Ulrich, Schirn Kunsthalle, und Joachim Pissarro, Hunter College, New York.

Jeff Koons. The Painter & The Sculptor, 2 Bände im Schuber, deutsch/englische Ausgabe, 392 Seiten, 230 farbige Abbildungen, Gestaltung Kühle und Mozer, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2012, ISBN 978-3-941399-20-4, Preis: 39,80 € (Schirn/Liebieghaus), 49,80 € (Buchhandel).

 

ORTE: SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, D-60311 Frankfurt;

LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG, Schaumainkai 71, 60596 Frankfurt. DAUER: 20. Juni – 23. September 2012.

ÖFFNUNGSZEITEN SCHIRN UND LIEBIEGHAUS: Di, Fr–So 10–19 Uhr, Mi und Do 10–22 Uhr.

EINTRITT (Kombiticket für Schirn und Liebieghaus): 14 €, ermäßigt 12 €, Familienticket 24 €, freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren.

FÜHRUNGEN: Info und Buchung unter Telefon: +49 (0)69 29 98 82-112, fuehrungen@schirn.de.

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