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WELTBEWEGEND – Alfred Wegeners Theorie wird 100
Foto: Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

WELTBEWEGEND – Alfred Wegeners Theorie wird 100 (06.01.2012-01.12.2012)

Details

Kategorie:Kunst
Datum:von bis
Ort:
Webseite:www.senckenberg.de

Abenteurer im ewigen Eis und Pionier der Plattentektonik

Manche Menschen sind Ausnahmepersönlichkeiten: Sie leisten Außergewöhnliches und gehen in die Geschichte ein – so ein Mensch war Alfred Wegener. Mit seiner Theorie der sich bewegenden Kontinente zog er dem Weltbild seiner Zeit wortwörtlich den Boden unter den Füßen weg. Die neue Sonderausstellung „WELTBEWEGEND – Alfred Wegeners Theorie wird 100“ führt auf einer Expedition durch das Leben des ungewöhnlichen Forschers an den Ort zurück, an dem er zum ersten Mal seine Theorie von der Kontinentaldrift vorstellte: dem Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main.

Vor 100 Jahren, am 06. Januar 1912, erläuterte Alfred Wegener (1880-1930) hier seine Theorie der Kontinentalverschiebung der wissenschaftlichen Öffentlichkeit. Die Theorie, die sich posthum als wegweisend erwies und heute als Fundament der modernen Geowissenschaften gilt, stieß damals unter den Wissenschaftlern auf erheblichen Widerspruch. Zumal Wegener sich auf fachfremdem Gebiet bewegte, war er doch in erster Linie Meteorologe und Polarforscher. Wie die modernen Geowissenschaften ging Wegener davon aus, dass die Landmassen der Erde zeitweise in einem einzigen Großkontinent (Pangäa) zusammengeschlossen waren und erst im Laufe der Erdgeschichte allmählich auseinanderdrifteten.

Heute ist er durch die Entdeckung der Kontinentbewegung weltbekannt, doch Alfred Wegener war auch ein Abenteurer und weit über seine berühmte Theorie hinaus den Geheimnissen der Natur auf der Spur. An acht Stationen der neuen Sonderausstellung „WELTBEWEGEND – Alfred Wegeners Theorie wird 100“ wandelt man in den Fußstapfen des berühmten Entdeckers quer durch das Senckenberg Naturmuseum. Dabei geht es unter anderem in die Luft und ins ewige Eis: Mit seinem Bruder Kurt stellte Wegener einen Weltrekord im Ballonfahren auf. Der Gasballonkorb in der Ausstellung zeigt, wie klein die Fläche ist, auf der die Brüder 52 Stunden lang ausharrten. Mit 25 Jahren nimmt Wegener an der ersten von insgesamt drei Polarexpeditionen teil. Den Versuch bei seiner letzten Reise, im grönländischen Festlandeis zu überwintern, überlebt er nicht.

Was Wegener denkt und fühlt, zeichnet er in seinen Tagebüchern auf. Eines davon ist in der Ausstellung zu sehen. Leihgaben des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven, wie originale Werkzeuge, Messgeräte und eine Schneebrille zeugen an der nachempfundenen Polarstation Eismitte davon, wie entbehrungsreich Wegeners letzte Tage im ewigen Eis waren. Wer will, kann selbst ausprobieren, wie man sich in einem modernen Polaranzug fühlt und diesen anschließend mit einem rund 100 Jahre alten Expeditionsmantel vergleichen.

Nicht nur Anschauen, sondern auch selber in Bewegung setzen und mit allen Sinnen begreifen ist an den Stationen erwünscht. Dass die Küste Südamerikas sich haargenau an den Afrikanischen Erdteil anschmiegt, offenbart das Puzzle der Kontinente. Doch das ist nur die Spitze des Eisberges, denn nicht nur die Kontinente, sondern die gesamte oberste Schicht der Erde, die Erdkruste, die aus zahlreichen großen Platten besteht, ist in Bewegung. Wie sich Wegener bei der auf wenig Zustimmung gestoßenen Präsentation seiner Theorie gefühlt haben mag, wird an einer Audiostation spürbar. Zu hören sind Auszüge aus dem Abenteuerroman „Alles Land“ von Jo Lendle, der das Leben Wegeners als unbeugsamen Freidenker und tragischen Helden portraitiert. Fotos und Filmaufnahmen ergänzen das Bild des Abenteurers in der Ausstellung.

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