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Satire aus Frankfurt: bissig und böse und ein 200. Geburtstag

24.04.2016 | 21:02 Uhr | Frankfurt
Satire aus Frankfurt: bissig und böse und ein 200. Geburtstag
Satire aus Frankfurt: bissig und böse und ein 200. Geburtstag

Aus aktuellem Anlass wühle ich gerade diese Woche mal intensiv in allem, was in Frankfurt so richtig schön ausfällig, bissig und böse daherkommt. Wie etwa die Karikaturen der beiden F.A.Z. Zeichner Greser & Lenz, die provozieren, so dass auf der Leserbriefseite der Zeitung dann ordentlich gestritten wird: insofern diese Auseinandersetzung konstruktiv verläuft, kann man das im besten Sinne als „Meinungen vergleichen“ oder politisch als: „lebendige Debattenkultur“ bezeichnen.

Auch aus aktuellem Anlass habe ich -früher hätte ich geschrieben: im Duden nachgeschaut - mal gegoogelt, was Satire will: verspotten, kritisieren, anprangern. Beileibe nicht jede Maus auf der Straße. Wer wüsste das besser als die Frankfurter, aus deren Reihen der Satiriker Friedrich Stolze stammt. Stoltze formulierte gern in Mundart und nutzte seine Worte als Waffe gegen Politik und Gesellschaft.

Wer ist nun Friedrich Stoltze, mögen sich einige von uns Zugereisten fragen? Den Mann kennt nicht jeder, aber dem Spruch „un es will mer net in de Kopp enei, wie ka nor e mensch net von Frankfort sei“ sind sicher schon viele begegnet und nach Goethe gilt er als der berühmteste Sohn der Stadt. (Also ein Name, den man sich merken sollte, wenn man in Frankfurt punkten will)

Politische Satire und Witz lagen bei dem kritischen und sprachbegabten Journalisten eng beieinander. Dieses Jahr hätte er 200. Geburtstag und darum feiert die Frankfurter Sparkasse, die das Stolze-Museum unterhält „seine Toleranz, demokratische Tradition und seine Gerechtigkeit“. Zur Nacht der Museen gab es eine Lesung mit musikalischer Begleitung im Volkstheater am Samstag, 23. April.

Was fand sich an diesem Samstag noch alles Abgründiges und Böses? Hier sind meine liebsten Termine an Orten, die auch das ganze Jahr über Anregendes bieten:

+ Im Museum Giersch der Goethe-Universität: Mit bissigem Humor und bizarrer Übertreibung erzählen die Werke des jüdischen Künstlers Ludwig Meidner von den intensiven Erlebnissen im Londoner Exil 1939-53. Dazu Jazzmusik und lecker Essen.  20-24 Uhr

+ im caricatura museum: BeCK, Peng und Rudi Hu und die Spardosen dazu. Zeichnungen der Neuen Frankfurter Schule in der Dauerausstellung; Sonderausstellung, Cartoonshow und das Publikum lernt endlich mal wie man Kleckse richtig ausmalt. Dazu haut das Spardosen –Terzett in kleiner Besetzung und mit großer Musikalität in die Seiten.

Wer kennt Stoltze? Wer kennt ihr nicht, aber seinen Spruch? Schreibt mir gerne auf facebook oder twitter!

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