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Sind das die fünf spannendsten Schauplätze? Frankfurt liest ein Buch

01.04.2016 | 08:14 Uhr | Frankfurt
Sind das die fünf spannendsten Schauplätze? Frankfurt liest ein Buch
Sind das die fünf spannendsten Schauplätze? Frankfurt liest ein Buch
Sind das die fünf spannendsten Schauplätze? Frankfurt liest ein Buch

Ja es geht schon wieder los: Frankfurt liest ein Buch. Die gedankenvolle "Zeit" aus Hamburg rühmte dazu: "Deutschlands wunderbarstes und sinnvollstes Lesefest". Wer kann da schon wiederstehen? Laut Veranstaltern ist die ganze Stadt dabei, wenn  vom 11. April an wieder gelesen wird. Und das Buch ist wirklich ein Knaller: mit historischen Bezügen zur Stadt, einer lesenswerten Geschichte um jüdische Schicksale in der Nazizeit und einer Karte, die einem Lust auf Schauplatzsuche macht. Im Mittelpunkt steht der Roman Frankfurt verboten von Dieter David Seuthe.

Doch wie kann eine Stadt denn zusammen ein Buch lesen? Als ich das erste Mal davon hörte, stellte ich mir vor, das eine bestimmte Anzahl von Menschen nach dem Kettenbriefprinzip ein Buch mit Lesezeichen eines morgens im Postkasten vorfindet und los liest und es am nächsten Tag einem zu nomierenden Freund weitersenden muss: Doch davon hätten alle anderen nichts. So konnte es vermutlich nicht funktionieren. Ich bin zu viel online unterwegs :-)

Wie liest eine Stadt zusammen ein Buch?

Natürlich ist alles öffentlich: von Lesungen begleitet von der Musik der 20er und 30er Jahre, zu Gesprächsrunden, literarischen Stadtspaziergängen, Ausstellungen, bis zu Museums-, Theater- und Opernabenden – rund um ein Buch, das nicht besser und charmanter zu Frankfurt passen könnte: Alles zum Programm.

Am berühmten Hoch'schen Konservatorium in Frankfurt wird die junge Elise Hermann zur Pianistin ausgebildet. Ihre große Begabung verspricht eine glänzende Zukunft, und in Max von Hochem findet sie die Liebe ihres Lebens. Doch dann ändert sich alles, als Hitler an die Macht kommt. Elises Debüt-Konzert im März 1933 wird verboten, wie öffentliche Auftritte jüdischer Künstler generell untersagt werden. Die junge Frau muss um ihr berufliches und bald auch persönliches Überleben kämpfen.

Vor der Kulisse des historischen Frankfurt am Main erzählt dieser Roman vom glücklichen und leidvollen Weg einer jungen jüdischen Frau zwischen 1929 und 1936. Als kleinen Vorgeschmack habe ich aus dem historischen Roman mal fünf meiner liebsten Schauplätze herausgesucht:

NASSAUER HOF, HEUTE APFELWEINKNEIPE SOLZER
Dort Treffen Elise und Max zum zweiten Mal zusammen

EHEM. ROHRBACH’S JAZZ!KELLER
Gewölbekeller »mit bester Akustik« in der Rohrbachstraße 33 direkt an der Straßenbahnhaltestelle. Josh verdient sein Geld dort als Jazzpianist, nachdem seine Eltern ihr Vermögen im Oktober 1929 am Schwarzen Freitag verloren haben.

FRANKFURTER HAUPTBAHNHOF
1929 kommen Elise und ihre Großmutter Louise in Frankfurt an. Elise zieht 1933 aus Frankfurt ins Schloss Rauischholzhausen (Ebsdorfergrund), 1936 nach Berlin.

FRANKFURTER HOF, SOMMERTERRASSE, AM KAISERPLATZ
Im Juli 1933 ohrfeigt Elise hier den Adjutanten des Gauleiters Sprenger, Wulf Sörger. Er hat versucht, sexuelle Gefälligkeiten für eine Konzertspielerlaubnis von ihr zu erpressen. Anschließend muss Elise untertauchen

EISERNER STEG
 Nach der Ohrfeige für den Adjutanten des Gauleiters flieht Elise vor der Verhaftung über den Eisernen Steg nach Sachsenhausen.

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