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Oktober 2017
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Cream Music – Wo in Frankfurt Musikgeschichte geschrieben wird

Cream Music – Wo in Frankfurt Musikgeschichte geschrieben wird

Kategorie: Einkaufen
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Es gibt einige Orte in der Stadt, die gerne als "Institution" bezeichnet werden. Doch wenn dieses Prädikat auf einen Laden zutrifft, dann auf CREAM MUSIC im Bahnhofsviertel. Gegründet 1904 in der Taunusstraße 24 als Musikhaus Heinrich Hummel, zog es nach dem Ersten Weltkrieg ein paar Häuser weiter in die Taunusstraße 43, wo es bis heute zu finden ist. Nach dem frühen Tod von Heinrich Hummel führten seine Frau Babette und die beiden Töchter das Geschäft weiter. Als Musikhaus B. Hummel war der legendäre Laden dann lange Zeit bekannt, bevor er in CREAM MUSIC umbenannt wurde. Auch heute noch ist er – mittlerweile in vierter Generation – fest in Familienhand. Und während in Sachen Instrumente und Technik hier alles auf dem neuesten Stand ist, weht viel Nostalgie durch die Geschäftsräume. Das rote Plüschsofa, auf dem schon etliche Rockgrößen Platz genommen haben, darf hier ebenso wenig fehlen, wie die alte Registrierkasse, an der schon die Gitarre bezahlt wurde, die von keinem Geringeren als Elvis Presley erworben wurde und die noch heute in Graceland zu sehen ist.

Kein Wunder also, dass den Brüdern Bernie und Robert Hahn und ihren Cousins Stefan und Martin Hahn die Liebe zur Musik quasi in die Wiege gelegt wurde. Wenn Musikgrößen wie John Lennon, den Rolling Stones; Frank Sinatra oder Percy Sledge Gitarren der Familie erworben, im Geschäft oder sogar privat zu Gast waren, dann kann man doch auch gar keine andere berufliche Laufbahn einschlagen. Und so ist es auch wenig verwunderlich, dass die Vier nicht nur Instrumente verkaufen, sondern nach Geschäftsschluss auch selbst in verschiedenen Bands Musik machen. Daher kann man sich also bei einem Besuch bei CREAM MUSIC sicher sein: Die Herrschaften hier wissen, wovon sie sprechen.

Es gilt ja schließlich auch, ein großes Erbe aufrecht zu erhalten. Denn hier feierten ganz besondere Gitarren ihre Deutschland-Premiere, die erste in Deutschland verkaufte Hammond-Orgel stammt aus dem Musikgeschäft und auch das 1978 gegründete Aufnahmestudio haben dazu geführt, dass der Familienname und CREAM MUSIC weltweit für eine ganz besondere Qualität stehen. Und die soll Frankfurt noch so lange wie möglich erhalten bleiben. Doch ob der Standort in der Taunusstraße bleibe wird, ist momentan noch nicht sicher. Bis 2018 läuft der Mietvertrag und wenn es nach Bernhard „Bernie“ Hahn geht, muss dieser eigentlich auch verlängert werden. „Wir gehören einfach ins Bahnhofsviertel“, sagt er – auch wenn das kein leichter Standort ist.

Doch das Musikhaus hat schon viele Krisen und Veränderungen überstanden und wird daher hoffentlich auch den Umzug abwenden können. Denn ohne CREAM MUSIC wäre das Bahnhofsviertel um eine wichtige und ganz besondere Institution ärmer, in der mit jedem Atemzug Musikgeschichte aufgesaugt werden kann und in dem man als Musiker in Sachen Equipment und Beratung einen Service geliefert bekommt, der seinesgleichen sucht.

Wann? Mo – Fr 10 – 19 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr

Wo? Taunusstr. 43, 60329 Frankfurt

Mehr Infos findet Ihr unter: www.cream-music.com

 

 

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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