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Juni 2019
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Die Goldkammer - Frankfurt neues Museum Foto: Hubertus Hamm. Alle Rechte bei Goldkammer Frankfurt GmbH
Foto: Hubertus Hamm. Alle Rechte bei Goldkammer Frankfurt GmbH

Die Goldkammer - Frankfurt neues Museum

Kategorie: Museen & Kunst
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In einer denkmalgeschützen Villa im Frankfurter Westend, nur ein paar Meter vom Opernplatz entfernt, hat ein neues Museum eröffnet. Nein, das ist so nicht ganz richtig, denn aufgrund der mit dem Denkmalschutz verbundenen Auflagen konnte die Ausstellung nicht in dem Haus untergebracht werden. So musste eine andere Lösung gefunden werden, die sich am Ende als Glücksfall erweisen sollte. Denn die unterirdischen Stollen und Kammern, die in nur vier Jahren Konzeption, Planung und Realisierung geschaffen wurden, verleihen der Dauerausstellung in dem Museum Goldkammer einen wirklich spektakulären Charakter. 

Auf rund 480 Quadratmetern werden die Besucher des kunst- und kulturhistorischen Museums in verschiedenen Ausstellungsräumen auf eine Reise durch die Geschichte des Goldes mitgenommen. 500 Exponate aus den letzten 6000 Jahren werden dabei präsentiert. Durch eine Vermischung aus Architektur, Sound und digitaler Technik wurde ein Ausstellungserlebnis geschaffen, das Besucher aller Altersklassen schnell in seinen Bann zieht. Die einzigartigen und wertvollen Ausstellungsstücke stehen stets im Vordergrund, werden aber durch die Gestaltung der Räume und den Einsatz moderner Technik perfekt in Szene gesetzt. So können sie die Geschichte des faszinierenden Elements Gold erzählen – von seiner Entstehung im All, über seine Bedeutung als Statussymbol verschiedener Kulturen, bis hin zu seiner Verwendung als Tausch- und Zahlungsmittel. 

Die Besucher fahren mit einem Aufzug hinunter in die unterirdischen Räume. Schon im Fahrstuhl beginnt das Erlebnis, wird doch durch Videoelemente und eine Soundinstallation der Eindruck vermittelt, dass man direkt in einen alten Minenschacht fährt. Und tatsächlich vernimmt man unten angekommen auch gleich das Geräusch von Spitzhacken, die gegen die Felswände schlagen. Die erste Station zeigt dann auch gleich das perfekte Zusammenspiel aus digitaler Videotechnik und der Faszination, die von den Exponaten ausgeht, wenn der Besucher plötzlich einen Meteoriteneinschlag miterlebt und sich daraufhin Goldbestände im Boden offenbaren. 

Im Folgenden werden die Besucher über die Abbaumöglichkeiten von Gold informiert, können an einer digitalen Station selbst einen Goldbarren gießen und im Anschluss einen echten Barren berühren und hochheben. Man lernt, wie und wo Gold recycelt wird, warum es ohne Gold keine Jeanshosen geben würde oder warum Blattgold das Leben eines Jungen gerettet hat.

Foto: Hubertus Hamm. Alle Rechte bei Goldkammer Frankfurt GmbH

Aus dem Weltall in den Geldbeutel

Anschließend geht es in den Bereich der „Frühen Kulturen“, in dem man sich fast wie in einem Pharaonengrab fühlt. Hier ist auch das älteste Exponat ausgestellt: Goldschmuck aus dem 5. Jahrtausend vor Christus. Zudem sind frühe Zahlungsmittel aus Gold wie Ringgeldketten oder Schüsselchen ausgestellt, gefolgt von frühen Goldmünzen des Krösus oder aus der Zeit Alexander des Großen. In der „Antiken Welt“ wurde Gold besonders als Zeichen von Macht und Stärke verwendet, wovon ein paar weitere eindrucksvolle Exponate zeugen. 

Im nächsten Raum tauchen die Besucher unter die Meeresoberfläche und entdecken dort Stücke, die dort geborgen wurden. Darunter Schmuggelware oder auch Stücke des legendären Schiffs Atocha, die der Schatztaucher Mel Fischer nach 16 Jahren Suche bergen konnte. Im letzten Raum, der nach Ende der regulären Öffnungszeiten auch für Firmenevents und andere Veranstaltungen gemietet werden kann, sind 300 Goldbarren aus der Sammlung Rothschild ausgestellt. Diese Exponate sind auch Teil einer den gesamten Raum einnehmenden, faszinierenden Videopräsentation, die den Zusammenhang zwischen Gold und Finanzwelt knapp und sehr anschaulich vermittelt. Ein wahrhaft atemberaubendes Finale. 

Über den Museumsshop geht es dann wieder hinauf in die Räumlichkeiten, die neben dem Kassenbereich auch das Aureus Café, Tagesbar und Restaurant beherbergen. Hier sorgt der bekannte Küchenchef Christian Senff unter dem Dach des Museums für wahre Gaumenfreuden. Das Aureus kann natürlich völlig unabhängig vom Museum besucht werden und wird besonders durch die attraktive Außenterrasse im 1. OG des Hauses zum beliebten Treffpunkt in der Mittagszeit oder den frühen Abendstunden werden. 

Ein Museum für die ganze Familie

Der Ausstellungsbesuch ist übrigens nicht nur für Erwachsene interessant. Auch Kinder werden hier auf besondere Art an das Element Gold herangeführt. Helfen soll dabei eine aufwendig gestaltete, interaktive Märchenführung zum Mitmachen. Dabei werden die Kinder dazu angehalten, gemeinsam mit dem Museumsmaskottchen Aguila einer in den Boden eingelassenen Goldader durch die einzelnen Schatzräume zu folgen. An zahlreichen Stationen können Kinder dabei goldene Plaketten entdecken. Diese können dann mit dem Smartphone oder einem Tablet, das ausgeliehen werden kann, gescannt werden und schon erwacht die Sammlung durch animierte Videosequenzen zum Leben. Mit spannenden Märchen und Geheimnissen führt Aguila die jungen Besucherinnen und Besucher an die wertvollen Ausstellungsstücke heran. Das ist nicht nur lehrreich, sondern macht auch richtig viel Spaß! 

Die von Direktorin Dr. Nadja Tomoum geleitete Goldkammer Frankfurt ist eine echte Bereicherung für die Museumslandschaft der Stadt. Eines der modernsten Museen Europas lässt den Besucher mit einer gekonnten Kombination aus kulturhistorisch bedeutsamen Exponaten und moderner Technik Gold in vielen Facetten entdecken. Das ist ein faszinierendes wie lehrreiches Erlebnis für Jung und Alt. 

Das Museum Goldkammer Frankfurt ist dienstags bis sonntags jeweils von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Schulklassen und größere Besuchergruppen haben das Museum darüber hinaus zwischen 9.00 und 11.00 Uhr ganz für sich. Der reguläre Eintritt beträgt 10,00 Euro, ermäßigt 5,00 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. 

Weitere Infos findet Ihr unter www.goldkammer.de

Adresse: Kettenhofweg 27, 60325 Frankfurt am Main

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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