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September 2017
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Kleider machen Leute Foto: Nikita Kulikov, Thorsten Bernges beim Spargelstechen. Etwa 1000 Mal bückt er sich am Tag, um das leckere Gemüse frisch im Hofladen anzubieten.
Foto: Nikita Kulikov, Thorsten Bernges beim Spargelstechen. Etwa 1000 Mal bückt er sich am Tag, um das leckere Gemüse frisch im Hofladen anzubieten.

Kleider machen Leute

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Es ist 5.30 Uhr. Die Sonne geht gerade auf. Es ist die Zeit, in der Thorsten Bernges (46) mit seinen Helfern bereits auf dem Feld steht. Der Spargelbauer aus Erlensee hat Felder im Main-Kinzig-Kreis bis nach Bergen-Enkheim zu bewirtschaften. „Wir müssen so früh am Morgen beginnen, denn die Menschen möchten pünktlich ihr Mittagessen auf dem Tisch stehen haben“, sagt Bernges und ergänzt: „gerade in der Spargelzeit haben wir nur begrenzt Zeit zu ernten und Spargel zählt mittlerweile zu den beliebtesten Gerichten. Viele Restaurants wollen das weiße oder grüne Gemüse frisch servieren und bauen auf uns“.

Das Spargelstechen ist eine anstrengende Arbeit: Folie zurückschlagen, Bücken, Spargel finden, mit den Fingern freischaufeln, den Spargel stechen und herausholen (ohne das er abbricht), Loch mit der Kelle wieder zumachen, aufrichten und zum nächsten Spargel.

Richtige Schwerstarbeit ist das: Jeder Erntehelfer bückt sich gut 1000-mal am Tag und holt im Schnitt 30 Kilo Spargel aus der Erde, die Spitzenreiter sogar 50 Kilo. Maschinen gibt es zwar, aber die erledigen die Arbeit nicht mit derselben Qualität.

Kein Wunder, dass Thorsten Bernges und seine Erntehelfer an Rücken- und Gelenkschmerzen leiden. Umso begeisterter war er, als er für die Kampagne „Kleider machen Leute“ ausgesucht wurde. „Ich habe sofort zugesagt, trage einen Anzug normalerweise nur zu Hochzeiten oder Beerdigungen, konnte aber hier selbst Muster und Stoff wählen“. Der Spargelbauer entschied sich für ein Camouflage-Muster, das am besten zu ihm passt und das er auch einmal anziehen will, wenn er abends ausgeht.

Die Initiatoren der Kampagne, Stephan Görner und Sven Müller setzen mit der Fotoserie "Kleider machen Leute" ein Dutzend Menschen in Szene, die Berufe ausüben, die an ihrem Arbeitsplatz keinen Anzug tragen und kaum öffentliche Aufmerksamkeit für die schwere Arbeit erhalten. Stephan Görner, Ideengeber der Aktion. „Wir hoffen, dass diese Berufsgruppen durch die Kampagne Wertschätzung und Respekt erfahren und gleichermaßen gewürdigt werden“.

„Zwölf Personen unterschiedlicher Berufsgruppen werden im Jahr 2015 an ihrem Arbeitsplatz und in einem Maßanzug spektakulär in Szene gesetzt und fotografiert. Jeden Monat wird ein neues Motiv einer anderen Berufsgruppe publiziert und der Öffentlichkeit vorgestellt“ so Görner ergänzend.

Am Ende des Jahres stehen 12 Frankfurter Menschen, die stellvertretend für viele einen Blickwinkel zeigen, den wir so vorher noch nicht wahrgenommen haben. Am 21.November 2015 werden bei einer Charity-Gala die Motive meistbietend versteigert. Der Erlös kommt der Leberecht-Stiftung zu Gute.

Als Schirmherrin der Kampagne konnte Jenny Knäble, bekannte RTL-Moderatorin, gewonnen werden. „Für die Unterstützung der Aktion Kleider machen Leute konnte ich mich sofort begeistern, weil sie Menschen Aufmerksamkeit schenkt, deren tägliche Leistung zu oft als selbstverständlich angesehen wird“, so Knäble.

Auf der der dazu extra eingerichteten Homepage www.kleider-machen-leute.net finden Sie aktuelle Informationen und jeden Monat ein neues Foto der Kampagne.

Text von: Sven Müller PR

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