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November 2017
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Die Frankfurt-Tipp Autoren:

Sabina Brauner

Sabina Brauner lebt seit mehr als 15 Jahren im Rhein-Main Gebiet und davon die längste Zeit in ihrem Wunschstadtteil Bornheim „weil es Dorf, Stadt und Geselligkeit im lebenswertesten Sinn" für sie verbindet. Niemand flaniert mit so offenen Augen durch die Welt wie die gebürtige Niedersächsin, die ihre Mitmenschen am liebsten im Internet an ihren Entdeckungen teilhaben lässt. Die Amerikanistin und Politikwissenschaftlerin gründete 2007 den Blog „So nur in Frankfurt" und ist auch Frankfurts erste Über 40-Modebloggerin auf „Oceanblue Style". Hier schreibt sie vor allem über Lifestyle und Mode.

25 Stunden in Frankfurt für Touristen und Einheimische

27.10.2017 | 20:53 Uhr | Frankfurt
25 Stunden in Frankfurt für Touristen und Einheimische
25 Stunden in Frankfurt für Touristen und Einheimische
25 Stunden in Frankfurt für Touristen und Einheimische

Was würdet ihr in Frankfurt unternehmen, wenn ihr nur 25 Stunden in der Stadt hättet? Dieses Wochenende werden die Uhren offiziell von Sommer auf Winterzeit umgestellt und wir bekommen einen Stunde geschenkt. 25 Stunden wird der 28. Oktober also dauern. Das ist ein bißchen wie im Transitbereich – schon draußen aus dem Flieger, aber noch in der Warteschlange der Passkontrolle herumbummeln müssen. Oder anders gesagt: Wir sind nicht mehr ganz im Samstag, erwachen aber auch noch nicht zum Sonntag.

Inspiriert von der Serie der New York Times „36 hours in“ frage ich euch also heute, was würdet ihr tun, wenn ihr 25 Stunden in Frankfurt verbringen dürfet? So wie ein Tourist?

VORMITTAG: GRÜNDERZEIT ARCHITEKTUR

Frankfurt ist ja eine Stadt im Wandel, geprägt von ihrer dichten  Skyline und dem Finanzwesen. Es ist aber auch eine Stadt der starken Kontraste, die nebeneinander meist friedlich existieren: Dass „dicht an dicht“ lässt sich sehr eindrucksvoll erleben, wenn wir unseren 25-stündigen Rundgang durch Frankfurt vom Hauptbahnhof aus starten: Hier umarmen die Bankentürme das historische Bahnhofsviertel mit seiner schön anzusehenden Architektur aus dem 19. Jahrhundert, das nach französischen Vorbild errichtet ist. Die New York Times schrieb vor rund zehn Jahren in ihrem Text über unsere Mainstadt, dass Frankfurt den Versuch aufgegeben habe, London als Finanzzentrum abzulösen und entspannter daherkomme. Haha…..

OSTEND BOYS

Frankfurt muss gar nichts mehr versuchen, hat die Geschichte doch alle Beteiligten mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt - mit noch gar nicht abzusehenden Folgen für das Leben hier. Welchen Wandel allerdings schon die Ansiedelung der Europäischen Zentralbank ausgelöst hat, deren Gebäude sehr imposant aus dem Ostend herausragt, lässt sich bestens in diesem ehemals jüdischen Viertel erleben. Hippe Restaurants wie die Frankfurter Küche in der Hanauer Landstraße ziehen neues Publikum an, während alte Kneipen verschwinden. Mitten um den leicht schmuddeligen Danziger Platz hat sich eine Initiative ein Herz gefasst und den Frankfurter Garten angesiedelt. Wo früher kein Gras wuchs, zeigt sich seit einiger Zeit eine üppige Vegetation. Kreative Frankfurter gestalten ihre Stadt und feiern am 31. Oktober ein Kürbisfest.  

FRANKFURT FLAIR UND MITTAGSPÄUSCHEN

An diesen Leitfaden im Ostend hat das Historische Museum in der Innenstadt angeknüpft. Direkt im Herzen des ehemals mittelalterlichen Stadtkerns gelegen, wurde es nach jahrelangem Umbaus neu eröffnet und ausgerichtet: Vorbildlich das „Mitmachen für die Bewohner im Stadtlabor“.

Auf dem etwa dreißig minütigen Spaziergang vom Ostend ins Stadtzentrum empfiehlt sich übrigens das aufstrebende Fischerplätzchen für einen Mittagsimbiss – in den umliegenden Cafés mit Brooklyn Flair-genießen Frankfurt ja bei jeder Gelegenheit ihr hessisches Städtchen ;-). Hier am nördlichen Mainufer warfen Fischer einst ihre Netze aus, aber erst 2013 erhielt der Ort seinen jetzigen Namen.

SPÄTNACHMITTAG: MUSEUMSKILOMETER UND MAINSPAZIERGANG UNTER PALMEN

Die Museumsmeile liegt direkt am beliebten Mainufer, das vom Sachsenhäsuer Ufer aus den besten Blick auf die Skyline bietet. Ein Weg und ein Blick, der sich lohnt. Nach einem ausgedehnten Rundgang bietet sich eine Einkehr unter Palmen an: das Restaurant „MainNizza“ will seinen Gästen „Wohnzimmeratmosphäre“ bieten. Das Nizza, die Kurzform von Nizza-Ufer, ist eine Parkanlage in Frankfurt am Main. Der 4,42 Hektar große Park erstreckt sich über etwa einen Kilometer am nördlichen Mainufer zwischen der Untermainbrücke und der Friedensbrücke. Es setzt die Grünflächen der westlichen Frankfurter Wallanlagen am Mainufer fort.

Seinen Namen hat das Nizza von seinem milden Klima, das von seiner windgeschützten Südlage, der günstigen Sonneneinstrahlung und dem Wärmespeicher des Flusses herrührt. Dadurch gedeihen hier zahlreiche Pflanzen der mediterranen Flora, die an die Gärten der französischen Riviera erinnern.

In Frankfurt haben Kunstfreunde also die Qual der Wahl: vom Städelmuseum über die Kunsthalle Schirn bis zum Architektur- oder Postmuseum mit seinen lustigen Telefonschafen, um nur einige zu nennen. An der Kunst führt kein Weg vorbei. Genauso wenig wie am einheimischen Äppelwei, dem regionalen Apfelwein. Am besten zu genießen bei einer Stadttour im Ebbelwei-Express.

SKYLINE BEI NACHT

Die Skyline bei Nacht ist ein unvergessliches Erlebnis: die schönsten Eindrücke bietet ein abendlicher Mainspaziergang oder der Weg hoch auf den Main-Tower der Helaba. Den Abend bei einem Wein oder Cocktail ausklingen lassen wir am besten dort, wo er begann – im Bahnhofsviertel. Das Stanley Diamond mit seinem 20er Jahre Flair bietet Genussvolles bei entsprechenden Preisen in der Ottostraße. Für Weinliebhaber empfiehlt sich wärmstens die kleine „Mey Weinbar“ in der Elbestraße mit französischer Karte. Für den Coolness-Faktor sorgen die Backsteinwände.

GUTE NACHT

Die geborgten 25 Stunden neigen sich die dem Ende zu. Wer sich nicht bei Freunden einquartiert und besondere Hotels bevorzugt, ist mit dem  "25 Hours" Hotel, das im Bahnhofsviertel Fashion und Popkultur bietet  oder dem lässigen Lindenberg  bestens bedient. Im Ostend liegt die Mischung aus Hotel und Wohngemeinschaft in einer 150 Jahre alten Stadtvilla.  

MORGENS HALB ZEHN IN FRANKFURT

Am nächsten Morgen empfiehlt es sich, einfach mal das Frühstück im Hotel zu genießen, und die vermutlich schmerzenden Füße zu schonen. Um Abschied von der Auszeit in Frankfurt mit einem Brunch zu nehmen, eignen sich dann etwa das entspannte Café Metropol gleich hinter dem Dom. Unbedingt reservieren und das vegetarische Schlemmerfrühstück für zwei probieren.

Ein Brunch in der Innenstadt bringt den unschlagbaren Vorteil mit sich, dass er sich mit einer Tour durch die neu aufgebaute Altstadt, die im Krieg zerstört wurde, verbinden lässt. Wo früher nur Überreste auf einer Brachfläche herausragten, drängen sich jetzt wieder Gebäude. Allerdings wurde beim Wiederaufbau  auf eine mittelalterliche Gestaltung 1:1 verzichtet. Der Form nach erinnert die Häuser an das Mittelalter, einige sind auch farblich wie damals verziert, der Großteil aber ist modern interpretiert. Also am besten selber ansehen! Und dann - Auf Wiedersehen in Frankfurt.

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