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Die Frankfurt-Tipp Autoren:

Sabina Brauner

Sabina Brauner lebt seit mehr als 15 Jahren im Rhein-Main Gebiet und davon die längste Zeit in ihrem Wunschstadtteil Bornheim „weil es Dorf, Stadt und Geselligkeit im lebenswertesten Sinn" für sie verbindet. Niemand flaniert mit so offenen Augen durch die Welt wie die gebürtige Niedersächsin, die ihre Mitmenschen am liebsten im Internet an ihren Entdeckungen teilhaben lässt. Die Amerikanistin und Politikwissenschaftlerin gründete 2007 den Blog „So nur in Frankfurt" und ist auch Frankfurts erste Über 40-Modebloggerin auf „Oceanblue Style". Hier schreibt sie vor allem über Lifestyle und Mode.

Ein Stadtgefühl: bunt und liberal

09.01.2015 | 08:04 Uhr | Frankfurt
Ein Stadtgefühl: bunt und liberal
Ein Stadtgefühl: bunt und liberal
Ein Stadtgefühl: bunt und liberal

Geplant war, den zweiten Post des Jahres 2015 als Fitness Parcours zu gestalten. Der folgt nun nächste Woche. Denn wie so oft kommt es erstens anders, zweitens als man denkt und so hat mich der Tod der französischen Pressekollegen der Satirezeitschrift Charlie Hebdo zu diesem Post über Frankfurt und seinen freien Geist angeregt: denn Frankfurt ist nicht nur Bankfurt.

Eine Handels-und Messestadt mit Spuren bis ins Mittelalter. Klar. Mit engen Beziehungen nach Amsterdam. Mit einem selbstbewussten Bürgertum, deren Mitglieder sich bis heute überall wiederfinden – Bethmann Park, Holzhausen-Viertel, Villa Emma Metzler  oder Rothschildallee und Bolongaropalast, um nur eine Auswahl zu nennen. Länger als in jeder anderen deutschen Stadt leben seit 900 Jahren Juden am Main, oft als Geschäftsleute und Bankiers oder Wissenschaftler und Mäzene.

Um mehr darüber zu erfahren, wo ich denn wirklich wohne, bin ich in den ersten Jahren immer gern ins Jüdische Museum oder ins Institut für Stadtgeschichte im - auch architektonisch ansehnlichen - Karmeliterkloster mit seinen Kreuzgängen gepilgert. Aktuell lohnt sich auch der Weg ins Historische Museum. Die dortige Dauerausstellung zeigt, warum die „Stauferzeit“ vor 800 Jahren für die Stadt besonders wichtig war: die Bürgergemeinde bildete sich, die Stadt wurde ummauert und erhielt das große Messeprivileg. Die Staufer begründeten die Tradition Frankfurts als Wahlort der deutschen Könige und römischen Kaiser.

Heute wird hier vor allem erfreulicherweise Geld verdient, aber darüber hinaus auch gelebt: und zwar vielfältig und friedlich. Inzwischen leben mehr als 700.000 Menschen in dieser flächenmäßig doch so kleinen Stadt, Muslims, Juden, Christen, Homo- und Heterosexuelle, Kleine, Große, Dicke und Dünne – aus über 100 Nationen. Ein Blick ins Bahnhofsviertel oder ein Besuch an einem beliebigen Wochentag an der Volkshochschule in der Sonnemannstraße genügt. Frankfurt ist halt auch liberal und tolerant – der Geist der Paulskirche lässt grüßen!  Hier schuf die Nationalversammlung 1848 die erste demokratische Verfassung für Gesamtdeutschland. In dieser Tradition ist Frankfurt sofern auch Medienstandort – die Frankfurter Allgemeine sitzt mitten im Gallus-Viertel zusammen mit „Rundschau“ und „FNP“; das Satiremagazin „Titanic“ spottet und karikiert derweil im ehemaligen Unistadtteil Bockenheim, dessen Geschichte bis in die römische Zeit zurückreicht.

Sabina Brauner bei Twitter:  @Wentomanderly 
https://twitter.com/WentoManderly

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