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Die Frankfurt-Tipp Autoren:

Sabina Brauner

Sabina Brauner lebt seit mehr als 15 Jahren im Rhein-Main Gebiet und davon die längste Zeit in ihrem Wunschstadtteil Bornheim „weil es Dorf, Stadt und Geselligkeit im lebenswertesten Sinn" für sie verbindet. Niemand flaniert mit so offenen Augen durch die Welt wie die gebürtige Niedersächsin, die ihre Mitmenschen am liebsten im Internet an ihren Entdeckungen teilhaben lässt. Die Amerikanistin und Politikwissenschaftlerin gründete 2007 den Blog „So nur in Frankfurt" und ist auch Frankfurts erste Über 40-Modebloggerin auf „Oceanblue Style". Hier schreibt sie vor allem über Lifestyle und Mode.

Frankfurter Dialekt: Schimpfen leicht gemacht

26.01.2018 | 08:18 Uhr | Frankfurt
Frankfurter Dialekt: Schimpfen leicht gemacht
Frankfurter Dialekt: Schimpfen leicht gemacht
Frankfurter Dialekt: Schimpfen leicht gemacht

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut – das schreibt sich so leicht ins Kalenderblatt. Wenn aber morgens im Berufsverkehr jemand dir die Vorfahrt nimmt oder der Nachbar mich mal wieder nachts um zwei Uhr großzügig an seinem Musikgeschmack teilhaben lässt, dann sieht das mit dem Gut-sein schon mal ganz anders aus. Wessen Gemüt kocht bei Dauerrot im Verkehr nicht gelegentlich über, hm?  Das Leben in der Stadt ist ja voller kleiner Aufgeregtheiten, voller Zumutungen, die den Blutdruck auf 180 treiben, so dass ich mir genau genommen, den Espresso oft sparen könnte. Wie befreiend wirkt doch dann so ein kleines, gemeines Schimpfwort – losgelassen zur richtigen Zeit - wir wissen ja alle, wie wichtig Psychohygiene heutzutage ist, nicht wahr ;-)

Was wir auch wissen, ist, wie förderlich für das öffentliche Miteinander Sprache ist. Die vielen "Eingeplackten" in Frankfurt, wie wir Zugereisten heißen – Achtung: hier war schon die erste Vokabel des heutigen Themas – können sich doch erst richtig heimisch fühlen, wenn es auch mit der Verständigung, sprich: mit den hiesigen Wörtern klappt!

Und was lernt mensch in jeder Sprach gern und meistens als erstes? Richtig! Schimpfwörter. Das Universum, genauer gesagt, ein Bücherschrank, hat mir „Das Hessische Schimpfwörterbuch“ beschert. Für uns alle habe ich nun ein bisschen herumgeblättert, um künftig wortgewandt und versiert jedem üblen Vorfahrtnehmer mit „lauter beesen Wörtern“ Paroli bieten zu können. (Was natürlich nicht meint, dass geborene Frankfurter alles Vorfahrtnehmer sind. Mitnichten. ;-) Aber so ein bisschen Dialekt macht doch Eindruck – fand auch der unerschöpfliche Herr Goethe als er sprach: „Jede Provinz liebt ihren Dialekt, denn er ist doch eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Atem schöpft.“)

Hessisch geschimpft: 10 beste Wörter für jede Gelegenheit

*Vorfahrt genommen und auch noch PKW-Kennzeichen „FB“? (Ich habe eine Freundin dort, die fährt flott, aber vorbildlich!) Beliebtes Schimpfwort: für eigensinnige Wetterauer, also die Region um Friedberg „Berzche“

* Es schleicht mal wieder einer mit gefühlten fünf Stundenkilometern über den Alleenring? Das ist ganz sicher eine „lahm Ent“, aber vielleicht auch ein „Hutsimbel“.

*Nicht eingeladen zu Nachbars Party, der einem dafür aber die Nachtruhe geraubt hat? „Ablescher“  oder „Grissel“ –mal kurz dem lieben, aber wenig angenehmen Nachbarn an die Türe geklebt :-).

* In der Bahn hält ein vermeintlich gutmeinender Mitmensch die Zugtür auf, so dass die Tür erst blockiert, dann der Fahrer von ganz vorn die Waggons bis ans Ende ablaufen muss, um die Blockade aufzuheben, während alle Fahrgäste im Zug hocken und nicht vom Fleck kommen? Das war dann wohl ein „Eumel“ – ein etwas blöder Mensch.

* Im Park quellen mal wieder alle Mülltonnen übe? Hat beim Entsorgungsservice möglicherweise ein „Ilmedritsch“ verbummelt?

* Der Kollege, die Kollegin nervt mit ihren Detailfragen? Krimmelkacker. Einer, der in Meetings immer auf seinem Standpunkt behaart fällt in die Gattung „Kribbel“ und natürlich freue ich mich jeden Tag aufs Neue über pfeilschnelle Zugverbindungen in Frankfurt Berufsverkehr, auch bekannt als „Tranfunzeln“.

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