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Die Frankfurt-Tipp Autoren:

Sabina Brauner

Sabina Brauner lebt seit mehr als 15 Jahren im Rhein-Main Gebiet und davon die längste Zeit in ihrem Wunschstadtteil Bornheim „weil es Dorf, Stadt und Geselligkeit im lebenswertesten Sinn" für sie verbindet. Niemand flaniert mit so offenen Augen durch die Welt wie die gebürtige Niedersächsin, die ihre Mitmenschen am liebsten im Internet an ihren Entdeckungen teilhaben lässt. Die Amerikanistin und Politikwissenschaftlerin gründete 2007 den Blog „So nur in Frankfurt" und ist auch Frankfurts erste Über 40-Modebloggerin auf „Oceanblue Style". Hier schreibt sie vor allem über Lifestyle und Mode.

Schon heimisch geworden?

19.05.2017 | 08:17 Uhr | Frankfurt
Schon heimisch geworden?
Schon heimisch geworden?
Schon heimisch geworden?

Klar, wer hier geboren ist, fühlt sich heimisch. „Wie kann nur ein Mensch nicht aus Frankfurt sein“, schwärmte ja schon der Mundartdichter Friedrich Stoltze. Doch Binsenweisheit ist auch, dass hier wie kaum in einer anderen deutschen Stadt unglaublich viele Menschen aus anderen Städten und Ländern herziehen.

Wie schnell werden die eigentlich heimisch? Ich brauche da ja nur vor meiner eigenen Haustür zu kehren: die Nachbarn unter uns? Aus Berlin hergemacht. Nebenan? Aus Österreich. Der Rest? Aus Rheinland-Pfalz, Köln oder aus Ostdeutschland. Der kleine Supermarkt meines Vertrauens gehört einem fleißigen Ehepaar aus Pakistan. Sind die alle schon heimisch, frage ich mich? Und wie vielen von euch geht es ähnlich?

Ich war gerade für zwei Tage im hohen Norden, in Hamburg. Ohne Frage, eine wunderschöne Stadt mit einer traumhaften Lage. Ein bisschen Abstand im Alltag verändert ja gleich den Blick auf die eigene Stadt.

Und so frage ich mich: Was ist das eigentlich, heimisch sein? Woran macht sich das fest?

· Die Sprache? Ich kann keinen Dialekt. Das überlasse ich anderen. Aber wenn ich zu meinen Eltern nach Niedersachen fahre und dort niemand Dialekt spricht, fehlt mir etwas.

· Die Skyline. Ist das ein Klischee? Nein. Mein Herz hopst jedes Mal vor Freude, wenn die A5 bei Gießen einknickt und den Blick auf Frankfurt plötzlich freigibt. Sooft gesehen und doch immer wieder schön!

·  Der Lieblingsplatz am Main? Ob am Nizza, dem Main Café oder im Oosten, ich denke, wer seine Mußestunden mit Freunden genießt, schlägt Wurzeln.

· Wo wir beim Wichtigsten wären: „Home is where the heart is“ – Heimat ist dort, wo das Herz aufgeht. Ich denke, Frankfurt ist auch eine so offene Stadt, weil ihre Menschen offen sind. Wer neu ist, weiß wie es anderen geht. Anschluss finden? Dafür gibt es reichlich Angebote: vom Kochkurs an der VHS oder an der Genussakademie bis hin zur Facebook-Gruppe, die gemeinsam bruncht oder sich fürs Theater verabredet.

Wer sich in Frankfurt noch heimischer fühlen will, der gesellt sich an diesem Samstag etwa nach Griesheim. Wer jetzt überrascht die Augenbrauen hochzieht, wird erstaunt sein. Denn die schönen Ecken wie etwa der Sportboothafen, lauschige Gärten und Backsteinhäuser mit Höfen und Hinterhäusern, verstecken sich an ganz unerwarteten Orten zwischen Nidda und Mainufer. So haben die Gärtner etwa die Stellwerke an der S-Bahnstation „Griesheim“ begrünt und dafür 2016 den „Kreativ-Preis für Gärtner“ von der Stadt Frankfurt erhalten. Der Internationale Bund lädt zu Plausch und Kaffee an der Gartenpforte ein unter dem Titel „Tag der offenen Gärten und Höfe“.

Und nachdem nun gerade das Historische Museum schick mit eindrucksvoller Architektur eröffnet ist, lädt der neue Direktor Sonntag zum „Takeover“ alle Bürger bei freiem Eintritt ein. (Feine Idee, finde ich: Das klingt ein wenig wie – Freibier für alle :-)) Aber der wirkliche Knaller? Das Historische Museum will künftig ein „Stadtmuseum“ sein – damit alle Frankfurter heimisch werden.

Wie heimisch fühlt ihr euch in der Stadt und warum?

Griesheim entdecken: Samstag von 13 bis 18 Uhr (Karte und Adressen zum Download und Flanieren.)

Historisches Museum, 10 bis 17 Uhr, freier Eintritt. Museumsquartier zwischen Römer und Mainufer.

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