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Oktober 2018
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Die Frankfurt-Tipp Autoren:

Sabina Brauner

Sabina Brauner lebt seit mehr als 15 Jahren im Rhein-Main Gebiet und davon die längste Zeit in ihrem Wunschstadtteil Bornheim „weil es Dorf, Stadt und Geselligkeit im lebenswertesten Sinn" für sie verbindet. Niemand flaniert mit so offenen Augen durch die Welt wie die gebürtige Niedersächsin, die ihre Mitmenschen am liebsten im Internet an ihren Entdeckungen teilhaben lässt. Die Amerikanistin und Politikwissenschaftlerin gründete 2007 den Blog „So nur in Frankfurt" und ist auch Frankfurts erste Über 40-Modebloggerin auf „Oceanblue Style". Hier schreibt sie vor allem über Lifestyle und Mode.

Tanz, Film und Musik - Jüdisches Leben in Frankfurt erleben

01.10.2018 | 15:58 Uhr | Frankfurt
Tanz, Film und Musik - Jüdisches Leben in Frankfurt erleben
Tanz, Film und Musik - Jüdisches Leben in Frankfurt erleben
Tanz, Film und Musik - Jüdisches Leben in Frankfurt erleben

„Oy vey“ dachte ich mir, als Sonntag der Herbst so stürmisch hereinplatzte, dass mir sofort nach Sofa, Decke und eingekuschelt Filme gucken zumute war. „Oy vey“, ist einer meiner Lieblingsausdrücke aus dem Jiddischen, weil er mich immer zum Schmunzeln bringt. Kennt ihr solche Ausdrücke, die euch immer gleich gute Laune machen, wenn ihr sie hört?

Zum ersten Mal gehört habe ich „Oy vey“ in der amerikanischen TV-Serie „Die Nanny“ aus den 90er Jahren. Wer erinnert sich noch an den Mischmasch aus New Yorker Leben, englischer und jüdischer Kultur? Und daher habe ich heute für alle Liebhaber der jüdischen Kultur eine gute Nachricht für eure Herbstplanung – stehen doch die „Jüdischen Filmtage“ ins Haus. Diese finden abwechselnd mit den jüdischen Kulturwochen statt, sind aber nicht, das einzige, was Frankfurt an eindrucksvollem, jüdischem Kulturleben zu bieten hat wie ihr etwa in meinem Post „Auf jüdischen Spuren durch die Stadt“ nachlesen könnt.

Diese Facette war ein Aspekt, der mich bei meiner Ankunft in Frankfurt gleich für die Stadt eingenommen hat. Wenn ich mich irgendwo einleben will, braucht ein Mensch ja Anknüpfungspunkte. J  Es ist vor allem der jüdische Humor, die Komik und der Esprit in Filmen und der Literatur, der mich begeistert. Ich bin mal extra nach Wien wegen einer Film-Ausstellung im dortigen Jüdischen Museum geflogen. Sind unter euch Fans der Marx Brothers, des Groucho Marx? Sie sind ja nicht umsonst eines der erfolgreichsten, englischsprachigen Komikerpaare. Oder Billy Wilder? Diese Künstler haben mich mit ihrem Schaffen geprägt und bereichert.

Neue App: Unsichtbare Orte entdecken

Also habe ich mich zwangsläufig auf jüdischen Spuren in Frankfurt gemacht. Das vor einiger Zeit wiedereröffnete „Museum Judengasse“ am Börneplatz bietet einen günstigen Ausgangspunkt. So lassen sich die Mauern der ehemaligen Judengasse erkunden (auch spannend für Kinder, die kleine Häuser wie eine Puppenstube einrichten können). In den Mauern zu stehen macht die Enge der damaligen Verhältnisse erst richtig erfahrbar. Das Allertollste aber ist das interaktive Angebot.

Und gefällt mir als Spurensucherin natürlich die „App – Unsichtbare Orte": Diese führt Nutzer*innen auf Spurensuche durch Frankfurt. Zu entdecken gibt es jede Menge: Geschichten von jüdischen Fußball-Clubs in Zeilsheim, griechischen Pelzhändlern im Bahnhofsviertel und türkischen Restaurants im Ostend.

„Unsichtbare Orte“ zeigt, wo sich die Erinnerungen von Jüdinnen und Juden mit den Geschichten der griechischen, spanischen, türkischen und italienischen Communities überschneiden, an welchen Orten sich ihr Alltag abspielte und wie die Stadt nach 1945 zu einer „Stadt der Vielfalt“ wurde.

Mein großer Traum wäre jetzt noch mal in die Partnerstadt Tel Aviv mit ihren berühmten, weißen Bauhaus-Häusern zu reisen. Und ich wünsche mir ein uriges jüdisches Café, wie ich es mal in Berlin entdeckt habe. Aber jetzt steht ja erstmal die Fertigstellung des Museums am Main an – übrigens: die Baustelle kann besichtigt werden. Und wer den Herbst schon mal Lust auf jüdische Konzerte, Musik und chassidische Tänze hat, den informieren wir hier auf Frankfurt-Tipp natürlich mal wieder ganz aktuell.

Habt ihr Film- oder Buchtipps für mich?

· Jüdische VHS mit Religion, Tanzen, Kochen und Sprachkursen.  

· Jüdische Filmtage vom 20.10. bis November

· Führungen durch das jüdische Ostend

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