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Dezember 2018
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Adieu Paris

Adieu Paris

Deutschland/Frankreich 2012 - mit Jessica Schwarz, Hans-Werner Meyer, Sandrine Bonnaire, Gerard Jugnot u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Drama
Regie:Franziska Buch
Kinostart:11.07.2013
Produktionsland:Deutschland/Frankreich 2012
Laufzeit:ca. 100 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.farbfilm-verleih.de
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Auf einem Flug nach Paris kreuzen sich die Wege von Investmentbanker Frank (Hans-Werner Meyer) und der Schriftstellerin Patrizia (Jessica Schwarz). Während Frank glaubt, in Frankreich den Deal seines Lebens abwickeln zu können, ist für Patrizia dieser Flug der wohl schwerste Weg ihres Lebens. Denn ihr Geliebter Jean-Jaques, mit dem sich die Schriftstellerin trotz seiner Ehe eine glückliche Zukunft vorgestellt hat, liegt seit einem Autounfall im Koma. So schnell das Schicksal die Beiden zusammen geführt hat, so schnell gehen sie auch wieder getrennte Wege. Patrizia lernt am Krankenbett ihres Liebhabers dessen Frau Francoise (Sandrine Bonnaire) kennen, die ihre Nebenbuhlerin zunächst nicht in der Nähe ihres Mannes sehen will. Doch erst, als sie ihre Meinung ändert und Patrizia in die Entscheidung, ob Jean-Jaques künstlich am Leben erhalten werden soll, einbeziehen will, droht diese endgültig den Boden unter den Füßen zu verlieren. Und auch Franks Höhenflug wird jäh beendet, als der große Deal platzt und er plötzlich beruflich wie privat vor einem Trümmerhaufen steht. In dieser schwierigen Lage treffen die beiden so unterschiedlichen Menschen erneut aufeinander…

"Adieu Paris" hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck. Auf der einen Seite kann das Drama mit tollen Darstellerleistungen von Jessica Schwarz, Hans-Werner Meyer oder dem wunderbaren Gerard Jugnot auftrumpfen und hat zudem einige in emotionaler Hinsicht extrem starke Momente zu bieten. Auf der anderen Seite wirkt die Inszenierung immer wieder so, als wäre sie in das viel zu enge Korsett einer ganz gewöhnlichen TV-Produktion mit allen dazugehörigen Klischees gepresst. Sorgen Szenen wie Patrizias Spaziergang zu dem Ort, an dem Jean-Jaques verunglückt ist oder ihre Erinnerungen an die kurze, glückliche Zeit, die sie zusammen hatten, für eine enorme Gänsehaut, wirken andere Szenen aufgrund der eher gestelzten Dialoge extrem unterkühlt und für den Zuschauer völlig unzugänglich.

Zudem erweist sich die Entscheidung, den mehrsprachig gedrehten Film komplett zu synchronisieren, als keine besonders gute Entscheidung, da gerade bei den in Paris spielenden Szenen so sehr viel Flair verloren geht. Sicherlich ist diese Entscheidung in gewisser Hinsicht nachvollziehbar, da es kleine deutsche Dramen im Kino ohnehin schon sehr schwer haben und Untertitel auf einige Zuschauer durchaus abschreckend wirken können. Doch ich bin mir sicher, dass das Publikum, das mit einem Film wie diesen angesprochen wird, sich durchaus darauf eingelassen und die so entstehende Authentizität zu schätzen gewusst hätte.

Die zwei verschiedenen Handlungsstränge funktionieren für sich genommen recht gut, ihre Zusammenführung dagegen wirkt ein wenig bemüht. Dennoch sorgen einige dramaturgisch starke Szenen und die guten Darsteller dafür, dass "Adieu Paris" für Liebhaber deutscher Arthaus-Dramen mit TV-Charakter durchaus sehenswert geworden ist. Ob das unbedingt im Kino sein muss, das sei jetzt einmal dahingestellt. Bei einer kommenden TV-Ausstrahlung aber kann getrost ein Blick riskiert werden.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Adieu Paris (Deutschland/Frankreich 2012)"
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