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Mai 2019
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Affenkönig

Affenkönig

Deutschland/Schweiz 2016 - mit Oliver Korittke, Samuel Finzi, Marc Hosemann, Jytte-Merle Böhrnsen, Hans-Jochen Wagner u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Komödie
Regie:Oliver Rhis
Kinostart:13.10.2016
Produktionsland:Deutschland/Schweiz 2016
Laufzeit:ca. 98 Min
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.affenkoenig-film.de
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Wolfi (Hans-Jochen Wagner) wird 45! Und das will der Lebemann so richtig feiern. Deshalb lädt er kurzerhand seine Jugendfreunde Viktor (Samuel Finzi), Ralph (Oliver Korittke) und Martin (Marc Hosemann) samt Frauen und Kindern auf sein pompöses Anwesen in die Provence. Und obwohl sie sich schon seit Jahren nicht mehr gesehen haben, nehmen die Drei diese Einladung an. Und gleich bei ihrer Ankunft macht Wolfi klar, was sie an diesem Wochenende erwarten wird: eine ausgelassene Party mit viel Alkohol, Dekadenz und schönen Frauen. Doch mit Sonne und Champagner genießen ist es schnell vorbei. Denn seit den wilden Zeiten ihrer Jugend sind mehr als zwanzig Jahre vergangen – Jahre, die ihre Spuren hinterlassen, Träume zerstört und alte Animositäten vergraben – und hier, in der trügerischen Idylle der Provence, droht all das zu explodieren. Das Chaos ist da schon vorprogrammiert…

Zehn Jahre nach seinem Kultfilm "Schwarze Schafe" legt Oliver Rhis mit "Affenkönig" erneut eine schonungslos derbe, respektlose Komödie vor, wobei er sich dieses Mal mit Männern in der Midlife-Crisis auseinandersetzt: sexuelle Frustration, zerplatze Träume, finanzielle Probleme oder völlige Überforderung mit Ehe und Kindern treten hier zu tage und werden ohne Rücksicht auf Verluste seziert. Rhis gibt selber zu, dass er dabei die Grenzen des guten Geschmacks gerne ein wenig strapaziert hat. Und tatsächlich geht er mit seinem sehr extremen Humor bisweilen ein wenig zu weit. Was in einigen Szenen gerade aufgrund der Respektlosigkeit extrem komisch wirkt, kommt in anderen Momenten leider allzu platt daher. Gerade wenn gegen Ende die Ereignisse völlig aus dem Ruder geraten, droht auch die Inszenierung zu einem allzu zotigen Chaos zu werden.

Es gibt allerdings auch Szenen, in denen Männern jenseits der 40 auf sehr amüsante Art der Spiegel vorgehalten wird. Wie ihr Umgang mit vergessenen Sehnsüchten und der alltäglichen Frustration entlarvt wird, zeugt von einer guten Beobachtungsgabe des Regisseurs. Dass sein Schauspielerensemble das auch jenseits aller Schamgrenzen auf die Leinwand transportiert, sollte auch lobend erwähnt werden. Mit ein wenig mehr Zurückhaltung und subtileren Gags hätte "Affenkönig" gerade durch diese Momente die nächste Kult-Komödie von Oliver Rhis werden können. So aber ist das Ganze leider ein etwas unausgegorenes Werk, dessen gute Ideen unter zu vielen Zoten begraben werden.

Was wirklich gut funktioniert, ist der Versuch, die Schönheit der Provence als Kontrast zur Hässlichkeit des Innenlebens der Figuren einzusetzen. Es ist schade, dass dieses gute Konzept zu oft mit dem Holzhammer bearbeitet wird, was gar nicht notwendig gewesen wäre, um den Kern der Geschichte zu verdeutlichen. Daher gilt: Wer den Humor von "Schwarze Schafe" mochte und sich generell nicht daran stört, wenn es auch mal gnadenlos unter die Gürtellinie geht, der könnte hier durchaus seinen Spaß haben. Wer es aber gerne ein wenig subtiler schätzt, der wird mit diesem derben Klamauk wohl eher weniger anfangen können. Dafür gibt es dann auch nur ein: Mit Einschränkungen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Affenkönig (Deutschland/Schweiz 2016)"
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