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Albert Nobbs - DVD

Albert Nobbs - DVD

USA/Großbritannien/Irland 2011 - mit Glenn Close, Mia Wasikowska, Aaron Johnson, Janet McTeer u.a

Filminfo

Originaltitel:Albert Nobbs
Genre:Drama
Regie:Rodrigo Garcia
Verkaufsstart:17.10.2013
Produktionsland:USA/Großbritannien/Irland 2011
Laufzeit:ca. 109 Min
FSK:ab 6 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch, Englisch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:Interviews, Deleted Scenes, Trailer
Regionalcode:2
Label:STUDIOCANAL / Pandastorm Pictures
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Amazon Link : Albert Nobbs - DVD

Inhalt: Irland im 19. Jahrhundert: seit vielen Jahren gehört der Butler Albert Nobbs (Glenn Close) zum geschätzten Personal des Morrison´s Hotel. Nobbs geht mit viel Würde und Leidenschaft seiner Arbeit nach und sammelt jeden Penny, dem ihn die Gäste zustecken. Denn der große Traum von einem eigenen Geschäft hilft ihm durch jeden noch so schweren Tag. Von seinen Kollegen wird Albert Nobbs geschätzt und respektiert. Doch was niemand ahnt: der Butler hat ein großes Geheimnis, das, wenn es entdeckt werden würde, sein Leben für immer ruinieren könnte. Denn in Wirklichkeit ist Albert Nobbs eine Frau, die sich vor langer Zeit dazu entschlossen hat, sich als Mann zu verkleiden, um sich selbstständig einen Lebensunterhalt finanzieren zu können. Lange ist das Versteckspiel gut gegangen. Doch als die Hotelleiterin Mrs. Baker (Pauline Collins) den Maler Hubert Page (Janet McTeer) für Arbeiten im Hotel engagiert und anordnet, dass er in Nobbs` Zimmer übernachten soll, droht ihr Geheimnis entdeckt zu werden. Dass sich Nobbs dann auch noch in das schöne Hausmädchen Helen (Mia Wasikowska) verliebt, die aber mit dem aufbrausenden Joe (Aaron Johnson) liiert ist, ist in dieser Situation auch nicht gerade hilfreich…

Bereits 1982 stand Glenn Close in der Bühnenadaption der Novelle "Albert Nobbs" von George Moore auf der Bühne. Seitdem träumte sie von einer Filmversion des Stoffes. Unter der Regie von Rodrigo Garcia ("Mütter und Töchter",  "Six Feet Under") konnten die jahrelangen Bemühungen von Close 2011 endlich umgesetzt werden. Die sechsfach für den Oscar nominierte Schauspielerin, die hier neben der Hauptrolle auch noch als Co-Autorin und Produzentin fungierte, legte ihr gesamtes Herzblut in diesen Film, was ihrer subtilen, aber dennoch äußerst leidenschaftlichen Darstellung deutlich anzumerken ist. Der Lohn waren drei verdiente Oscar-Nominierungen und diverse Auszeichnungen, besonders beim irischen IFTA Award.

Der an Schauplätzen in Irland gedrehte Film hat eine tolle Ausstattung und eine hervorragende Kameraarbeit zu bieten, für die sich der Schotte Michael McDonough ("Winter`s Bone") verantwortlich zeichnet. Doch womit der Film in erster Linie punkten kann, ist die überaus starke Besetzung, durch die Moores Geschichte mitreißend und einfühlsam zum Leben erweckt wird. Dabei ist es Glenn Close hoch anzurechnen, dass sie sich in ihrem Spiel soweit zurückgenommen hat, dass auch ihre Co-Stars entsprechend glänzen können. Und das gelingt besonders Mia Wasikowska ("Stoker"), Mark Williams ("Harry Potter"), Aaron Johnson ("Kick-Ass") und natürlich der ebenfalls Oscar-nominierten Janet McTeer, die anschließend auch eine Rolle neben Close in deren Serie "Damages" übernahm, wirklich hervorragend. Der Film ist nicht nur großes Ausstattungs-,  sondern auch mitreißendes Schauspielerkino.

Obwohl das gesamte Setting und auch der Handlungsverlauf von einer gewissen Schwere und Düsternis gezeichnet sind, schafft es "Albert Nobbs" immer wieder, Schönheit, Poesie und Hoffnung über die Traurigkeit der Geschichte siegen zu lassen. Sicherlich ist der Film kein pures Wohlfühlkino, aber Drehbuch und Regie schaffen es sehr gut zu verhindern, dass der Zuschauer von der dramaturgischen Schwere erdrückt wird, was zur Folge gehabt hätte, dass die hervorragende Leistung aller vor und hinter der Kamera Beteiligten in vollem Ausmaß hätte gewürdigt werden können. So aber kann sich eben nicht nur eine gewisse Tristesse, sondern auch eine sehr deutliche Schönheit der Geschichte entfalten, was den Zuschauer am Ende emotional bewegt, aber nicht völlig deprimiert zurücklässt.

Wer anspruchsvolle Historiendramen und bewegende Geschichten mag, die nicht den gerade im britischen Kino etwas überstrapazierten, von Jane Austen Romanen inspirierten Pfaden folgen, dem kann "Albert Nobbs" wärmstens ans Herz gelegt werden. Absolut sehenswert!

Bild + Ton: Das Bild der DVD lässt die hervorragende Arbeit der Ausstatter und Set-Designer dank der guten Bildschärfe, stimmiger Kontraste und der sehr atmosphärischen Farbgebung gut zur Geltung kommen. Der Ton ist, wie für dieses Genre üblich, eher dezent gehalten, da das Geschehen in erster Linie von Dialogen und dem ruhigen Soundtrack bestimmt werden. Doch ein paar gut umgesetzte Umgebungsgeräusche und kleinere Soundeffekte sorgen immer wieder dafür, dass auch die Surround-Kanäle zum Einsatz kommen. Gut!

Extras: Als Bonus hat die DVD neben dem Trailer drei kurze geschnittene Szenen (ca. 7:35 Min.), sowie acht Promo-Interviews u.a. mit Glenn Close, Aaron Johnson und Regisseur Rodrigo Garcia (insg. ca. 43 Min.) zu bieten.

Fazit: "Albert Nobbs" ist ein hervorragend gespieltes Drama, das mit einer bewegenden Geschichte und einer tollen Ausstattung punkten kann. Man merkt Glenn Close in jeder Sekunde an, dass ihr dieses Projekt ganz besonders am Herzen lag und dass sie hier ihre ganze Leidenschaft hinein gesteckt hat. Ganz großes Schauspielkino, das auch auf dem Bildschirm absolut sehenswert ist. Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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