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Amer – Die dunkle Seite der Träume - DVD

Amer – Die dunkle Seite der Träume - DVD

Frankreich/Belgien 2009 - mit Cassandra Foret, Charlotte Eugène Guibeaud, Marie Bos, Bianca Maria D`Amato ...

Filminfo

Originaltitel:Amer
Genre:Drama, Mystery, Thriller
Regie:Hélène Cattet & Bruno Forzani
Verkaufsstart:02.03.2012
Produktionsland:Frankreich/Belgien 2009
Laufzeit:ca. 90 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:Trailer, Kurzfilme, Booklet
Regionalcode:2
Label:Koch Media
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Amazon Link : Amer – Die dunkle Seite der Träume - DVD

Film: Es gibt immer wieder Filme, bei denen nicht nur die Genrezuweisung, sondern auch die Beschreibung des Inhalts ein äußerst schwieriges Unterfangen darstellt. "Amer" der belgischen Filmemacher Hélène Cattet und Bruno Forzani, die nach einigen Kurzfilmen hier ihr Spielfilmdebüt geben, ist genau so ein Film. Irgendwo zwischen avantgardistischem Bilderrausch und Hommage an das italienische Giallo Genre erzählt der Film in drei Kapiteln kurze Abschnitte aus dem Leben von Ana, als Kind, als Jugendliche und als erwachsene Frau. Fast völlig ohne Dialoge und untermalt von klassischer Filmmusik von Komponisten wie Ennio Morricone, Bruno Nicolai und Stelvio Cipriani, zeigt der Film, wie das Kind Ana (Cassandra Foret), die in einer traumatischen Nacht zuerst ihre Eltern beim Sex beobachtet und dann den toten Körper ihres Großvaters entdeckt. Im zweiten Kapitel trifft der Zuschauer auf die jugendliche Ana (Charlotte Eugène Guibeaud), die während eines Ausflugs mit ihrer Mutter das Erwachen ihrer Sexualität entdeckt. Und im dritten Teil schließlich fühlt sich die erwachsene Ana (Marie Bos) von einem mysteriösen Killer verfolgt. All das sind natürlich nur die Ereignisse, die sich an der Oberfläche abspielen. Die den Bildern innewohnende Symbolik geht natürlich sehr viel tiefer. 

Während das erste Kapitel sehr düster gehalten ist und mit verstörenden Bildern eine sehr unheimliche Atmosphäre erzeugt, ist der zweite Teil in sehr helle, sonnige Töne getaucht und von einer großen Sinnlichkeit erfüllt. Dennoch ist auch diese Sequenz des Films von einer steten Bedrohung bestimmt, die in Form von mehr oder weniger gesichtlos dargestellten Bikern oder der männlichen Sexualität im Allgemeinen ausgeht. Das finale Kapitel vereint beide Stimmungen zu einem mit sexueller Spannung aufgelandenen Thriller. 

Eine Handlung per se gibt es also nicht. Und genau deshalb gestaltet sich das Ansehen dieses Films mitunter auch etwas sperrig. Es ist eben schon eine Herausforderung, denn diesen Bilderrausch kann man nicht einfach nur konsumieren, man muss ihn erleben und sich in der Symbolik verlieren. Denn nur wem dies gelingt und wer bereit ist, sich mit dem Fehlen einer Geschichte abzufinden oder sich aus der Deutung der Bilder eine ebensolche zurecht basteln kann, der wird die ganze Kraft und Schönheit von "Amer" erkennen können. Kein Film für die breite Masse, wer sich aber gerne von einer faszinierenden Kameraarbeit berauschen lässt und sich auf Filme einlassen kann, bei denen die Grenze zwischen Kunst und Unterhaltung immer wieder verwischt, der kann sich getrost an dieses Werk heran wagen. Eine Herausforderung, die sich durchaus lohnt! 

Bild + Ton: Da zum Test nur ein datenreduziertes Pressemuster vorlag, kann über die finale Bild- und Tonqualität an dieser Stelle keine Wertung abgegeben werden. 

Extras: Auch das Bonusmaterial konnte auf der Presse-DVD nicht gesichtet werden. Die Kaufversion soll aber neben dem Trailer auch noch Kurzfilme enthalten. Darüber hinaus liegt der DVD noch ein Booklet bei. 

Fazit: "Amer" ist mehr surrealer Bilderrausch, avantgardistische Kunst, als eine Geschichte im klassischen Sinne. Der Film ist verstörend, betörend und faszinierend, dabei aber auch extrem fordernd und arg sperrig. Man muss sich auf dieses ganz besondere Experiment einlassen und ein Faible für außergewöhnliche Filmkunst weit abseits des Mainstreams haben, um diese Mischung aus Drama, Horror und Arthaus schätzen zu können. Ob der Film dann gefällt, sei dahingestellt. Eines ist aber ganz klar: schnell vergessen wird man "Amer" nicht können. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

  • Amer – Die dunkle Seite der Träume - DVD
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