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Assault on Wall Street - DVD

Assault on Wall Street - DVD

USA/Kanada 2013 - mit Dominic Purcell, Erin Karpluk, John Heard, Edward Furlong, Eric Roberts u.a

Filminfo

Originaltitel:Bailout
Genre:Drama, Thriller
Regie:Uwe Boll
Verkaufsstart:27.09.2013
Produktionsland:USA/Kanada 2013
Laufzeit:ca. 95 Min
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch, Niederländisch
Bildformat:16:9 (1.78:1)
Extras:Audiokommentare, Programmtipps
Regionalcode:2
Label:Splendid Film
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Amazon Link : Assault on Wall Street - DVD

Inhalt: Für Jim Baxford (Dominic Purcell), dem Angestellten bei einer Security Firma, ist e seine komplette Hiobs-Botschaft: seine schwerkranke Frau Rosie (Erin Karpluk) benötigt eine langwierige und kostspielige Behandlung, um wieder vollständig gesund zu werden. Doch die Krankenkasse will die Kosten dafür übernehmen. Als Jim auf seine Ersparnisse zurückgreifen will, eröffnet ihm sein Broker, dass er in ein falsches Wertpapier investiert hat und somit all sein Geld verloren ist. Damit nicht genug: Jim soll der Bank nun 60.000 Dollar für die entstandenen Verluste zahlen. Helfen könnte ihm ein auf derartige Fälle spezialisierter Anwalt (Eric Roberts), doch der verlangt 10.000 Dollar Vorschuss. Mehr und mehr wird Jim von sich anhäufenden Schulden in die Knie gezwungen. Als er dann auch noch seinen Job verliert, scheint es für Rosie keine Hoffnung mehr zu geben. Und so kommt es zu einer Verzweiflungstat, nach der bei Jim die letzten Sicherungen durchbrennen…

Mit "Assault on Wall Street" ist es Uwe Boll tatsächlich gelungen, einen richtig guten Film zu inszenieren. Nachdem ihm etliche eher trashige Computerspielverfilmungen den Ruf eingebracht haben, einer der schlechtesten Regisseure der Gegenwart zu sein, hat Boll in den letzten Jahren mit einigen ambitionierteren Werken versucht, diesem Image entgegen zu wirken. Doch obwohl Boll selbst von seinem Talent als Filmemacher ohnehin seit jeher mehr als überzeugt war, konnten auch Filme wie "Tunnel Rats", "Darfur" oder "Max Schmeling" nur wenige Begeisterungsstürme auslösen. Zwar ist auch "Assault on Wall Street" keine handwerkliche Meisterleistung und dem letzten Drittel darf durchaus auch eine gewisse moralische Fragwürdigkeit unterstellt werden. Doch insgesamt ist Boll ein thematisch sehr interessantes und menschlich mitreißendes Drama gelungen, das die Finanzkrise einmal nicht aus Sicht der Verursacher zeigt, sondern die Auswirkungen auf den ganz normalen Durchschnittsbürger  thematisiert.

Dabei beschränkt sich Boll mit seiner Kritik nicht alleine auf die Banken. Auch das amerikanische Gesundheitssystem, Anwälte und natürlich auch die Politik ganz generell bekommen hier ihr Fett weg. Wer aufgrund des Covers oder des von Selbstjustiz geprägten Finales auf viel Action und Hochspannung hofft, der wird allerdings enttäuscht werden. Denn "Assault on Wall Street" ist in erster Linie ein von langen Dialogszenen getragenes Drama um den hoffnungslosen Kampf eines verzweifelten Mannes gegen Gier, Bürokratie und Engstirnigkeit. Ein Kampf, der ihn weit mehr kosten wird, als seine Ersparnisse oder seinen Job. Mit "Prison Break"-Star Dominic Purcell hat Boll einen überzeugenden Hauptdarsteller gefunden, der die stetig wachsende Verzweiflung der Hauptfigur glaubhaft nachzeichnet, wodurch sein Handeln im letzten Akt des Films durchaus nachvollziehbar wird – auch wenn das Ganze etwas überspitzt und reißerisch präsentiert zu sein scheint.

Doch letztendlich ist das, was Menschen wie Jim von Banken, Spekulanten oder nur auf finanziellen Gewinn ausgerichteten Organisationen, für die Menschlichkeit ein Fremdwort ist, angetan wird, nichts anderes. Statt einer Waffe nutzen sie Gesetze, Kapital ihrer Anleger oder Vetternwirtschaft, um unschuldige Menschen in den Ruin zu treiben. Und das macht Boll auf sehr effektive Art und Weise. Sicherlich, es gibt Momente, in denen das Spiel der Darsteller etwas hölzern wirkt, in denen die Dialoge nicht besonders hochwertig klingen oder in denen der Schnitt etwas grob wirkt. Doch gerade im Vergleich zu Boll-Filmen wie "Alone in the Dark" oder "Bloodrayne" ist dieses Drama ein richtig gutes Werk geworden, für das es ein verdientes "Sehenswert" gibt!

Bild + Ton: Bild- und Tonqualität des Films liegen auf gutem Niveau. Auch wenn das Bild hier und da ein klein wenig verwaschen wirkt, kann die Bildschärfe insgesamt auch bei der Darstellung kleinerer Details überzeugen. Die Farbgebung ist stimmig und auch bei der Kontrastabstimmung gibt es kaum etwas zu bemängeln. Der Ton, der in einem Dolby Digital 5.1 Mix vorliegt, präsentiert sich über weite Strecken eher unspektakulär, da das Geschehen in erster Linie von den Dialogen getragen wird. Erst zum Ende hin kommen auch die Surround-Kanäle immer wieder zum Einsatz. Gut!

Extras: Als Bonus bietet die DVD den Fans gleich zwei der legendären Audiokommentare von Regisseur Uwe Boll – einen auf Deutsch und den anderen auf Englisch. Da es inhaltlich bei den Kommentaren immer wieder zu Überschneidungen kommt und Bolls Englisch doch von einem sehr starken Akzent geprägt ist, lohnt sich insbesondere das Anhören des deutschen Kommentars. Zwar lässt Boll auch hier wieder, wie so oft, keine Gelegenheit aus, um sich und seine Arbeit in höchsten Tönen zu loben. Trotz einer gewissen Selbstverliebtheit ist der Kommentar erfrischend ehrlich, zynisch, amüsant und informativ, weshalb er auch für solche Zuschauer empfehlenswert ist, die ansonsten Audiokommentare eher meiden. Bolls sehr ehrliche Worte über die Arbeit mit Eric Roberts (netter Kerl, aber der Dreh mit ihm war eine Katastrophe) oder mit Edward Furlong (nutzte Drehpausen, um sich mit seiner Freundin einen Schuss zu setzen), seine bittere Abrechnung mit der Filmindustrie, eine amüsante Anekdote, die ihm Dominic Purcell über seine Arbeit mit einem unangenehm arroganten Wesley Snipes bei "Blade 3" erzählt hat oder Bolls Sicht auf die Finanzkrise und seine Motivation, diesen Film zu drehen, machen diesen Kommentar in manchen Momenten deutlich unterhaltsamer, als den Film selbst.

Fazit: "Assault on Wall Street" gehört zu den wenigen Werken von Uwe Boll, die wirklich als gelungen bezeichnet werden können. Auch wenn der umstrittene Filmemacher aufgrund des spaßigen Trash-Faktors seiner meisten Arbeiten eine kleine, treue Fangemeinde aufbauen konnte, werden seine Filme in der Regel nicht nur von den Kritikern verrissen. Bei "Assault on Wall Street" hat Boll vieles richtig gemacht – auch wenn einige dramaturgische Aspekte moralisch ein wenig fragwürdig erscheinen. Ein interessanter und effektiver Beitrag zum Thema Finanzkrise, der sich auf der DVD in guter Bild- und Tonqualität präsentiert und zudem einen sehr hörenswerten Audiokommentar des Regisseurs zu bieten hat. Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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