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Ben & Mickey vs. the Dead – DVD

Ben & Mickey vs. the Dead – DVD

USA 2012 - mit Jeremy Gardner, Adam Cornheim, Niels Bolle, Alana O`Brien u.a

Filminfo

Originaltitel:The Battery
Genre:Horror, Komödie, Drama
Regie:Jeremy Gardner
Verkaufsstart:25.04.2014
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 97 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.78:1)
Extras:Audiokommentar, Featurettes, Trailer
Regionalcode:2
Label:Meteor Film
Webseite:www.meteor-film.com
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Amazon Link : Ben & Mickey vs. the Dead – DVD

Inhalt: Die beiden Baseballspieler Ben (Jeremy Gardner) und Mickey (Adam Cronheim) gehören zu den wenigen Überlebenden einer Zombie-Apokalypse. Obwohl sie nie wirklich Freunde waren, haben sich die beiden Männer zusammengetan, um sich auf der Suche nach weiteren Überlebenden gemeinsam durch das von Untoten bevölkerte Land zu schlagen. Die Suche nach einem sicheren Unterschlupf und Nach Nahrung stellen sie dabei vor ebenso große Herausforderungen, wie die ständigen Zombie-Attacken. Als die Beiden fast schon die Hoffnung aufgegeben haben, fangen sie einen Funkspruch ab. Irgendwo scheint sich eine kleine Gruppe Überlebender angesiedelt haben, denen sich Ben und Mickey unbedingt anschließen möchten. Doch ihre Hilferufe werden gnadenlos abgewiesen. Als die Beiden sich trotzdem auf die Suche nach der Gruppe machen, nehmen die Ereignisse eine dramatische Wendung…

Zombies scheinen derzeit überall zu sein. Im Fernsehen, im Kino, in Comics und Büchern – wo man auch hinsieht, kriechen, schlurfen oder rennen die Untoten umher. Diesem beliebten Thema des Horror-Genres noch neue Seiten abzugewinnen ist äußerst schwierig, wird aber von Autoren und Filmemachern immer wieder versucht. Auch Jeremy Gardner geht in seinem Indie-Horror "Ben & Mickey vs. the Dead"  eher ungewöhnliche Wege. Allerdings versucht er sich nicht etwa an einem besonders innovativen Look der Zombies oder an bislang unbekannten Verhaltensweisen der Untoten. Vielmehr ist sein Film so ungewöhnlich, da die Zombies zwar in gewisser Weise ständig präsent, aber fast nicht zu sehen sind. Wie Ben und Mickey muss auch der Zuschauer jederzeit damit rechnen, dass von irgendwo her eine Zombie-Attacke über sie hereinbricht. Das sorgt für eine sehr angespannte, bedrohliche Grundatmosphäre, der Gardner ein wenig schrägen Humor und sehr lange Dialogsequenzen entgegensetzt.

Der Film setzt sich also weniger mit den Zombies auseinander, als vielmehr mit zwei sehr ungleichen Menschen, die durch äußere Umstände zu einer notwendigen Zweckgemeinschaft zusammengewachsen sind und versuchen müssen, in einer neuen Welt zurechtzufinden. Mit kleinen Verbeugungen vor Regie-Größen wie George A. Romero oder Steven Spielberg und einer gelungenen Mischung aus Humor und Drama macht Gardner seinen mit sehr geringen Mitteln inszenierten Film zu einer höchst interessanten Genre-Bereicherung. Die Entscheidung, den letzten Akt komplett in der klaustrophobischen Enge eines von Zombies belagerten Autos spielen zu lassen, erweist sich dann als absoluter Geniestreich. Zwar verzichtet der Regisseur hier auf klassische Suspense-Elemente und versucht vielmehr ein möglichst realistisches Szenario zu entwerfen. Doch auch, wenn er den Zuschauern strenggenommen nur Belanglosigkeiten zeigt, bleibt der Film bis zum gelungenen Finale spannend und mitreißend – sofern man sich auf den ungewöhnlichen Erzählstil der Inszenierung einlässt.

Denn wer hier ein temporeiches Gore-Fest erwartet, der wird garantiert enttäuscht werden. Vielmehr etabliert gleich die lange, völlig dialogfreie Eröffnungssequenz den Grundton des Films. Statt auf Tempo setzt Jeremy Gardner auf atmosphärische Bilder, ausgedehnte Wortgefechte und wenige, sehr langsame aber dennoch effektive Zombie-Angriffe. Das ist mal etwas schräg, mal sehr nachdenklich und dann wieder überraschend komisch. Und genau dadurch gewinnt dieser Film dem mittlerweile arg überstrapazierten Zombie-Genre eine ganz eigene Seite ab. Für Liebhaber von unangepasstem Independent-Horror gibt es hier ein klares: Sehenswert!

Bild + Ton: Das saubere Bild der DVD gefällt mit einer sehr atmosphärischen Farbgebung, die dem Film einen sehr erdigen, etwas dreckigen Look verpasst. Auch die Bildschärfe kann in den meisten Momenten überzeugen. Der Dolby Digital 5.1 Mix bleibt über weite Strecken sehr unspektakulär. Es gibt viele Szenen, die ohne Dialoge und nur mit sehr dezenter Musik oder Umgebungsgeräuschen auskommen. Die Surround-Kanäle kommen dabei zwar zum Einsatz, wirklich kraftvolle Effekte gibt es aber nur ganz vereinzelt zu hören. Gut!

Extras: Das Bonusangebot startet mit einem sehr hörenswerten Audiokommentar, der allerdings ohne Untertiteloption angeboten wird. Doch was Jeremy Gardner und seine Mitstreiter über die Entstehung des Films, den Dreh bestimmter Szenen und diversen Änderungen gegenüber ursprünglicher Ideen zu erzählen haben, ist höchst interessant und auch amüsant anzuhören. In den darauf folgenden, sehr sehenswerten Featurettes werden an dem Film beteiligte Musiker gewürdigt und Gardener erzählt, warum eine Szene, für die er sich mit Whiskey betrunken hat, eine Hommage an seinen Lieblingsfilm "Der weisse Hai" ist. Der Trailer zum Film rundet das Zusatzangebot ab. Gut!

Fazit: "Ben & Mickey vs. the Dead" ist ein Zombiefilm der etwas anderen Art. Denn die Untoten bekommt der geneigte Zombie-Fan hier nur selten zu sehen und deftige Gore-Effekte gibt es auch so gut wie gar nicht. Vielmehr konzentriert sich der Film auf seine beiden Hauptfiguren und darauf, wie sie versuchen, sich in der neuen Welt zurechtzufinden. Das ist mal etwas schräg, mal sehr nachdenklich und dann wieder überraschend komisch. Auch wenn es einige kleine Längen gibt und Spannung nicht wirklich aufkommt, gewinnt dieser Film doch dem mittlerweile arg überstrapazierten Zombie-Genre eine ganz eigene Seite ab. Sehenswerter Arthaus-Horror, der sich auf der DVD in guter Bild- und Tonqualität präsentiert und zudem noch mit ordentlichen Extras ausgestattet ist. Absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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