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Juni 2018
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Brick Mansions

Brick Mansions

Frankreich/Kanada 2014 - mit Paul Walker, David Belle, RZA, Catalina Denis, Ayisha Issa u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Brick Mansions
Genre:Action
Regie:Camille Delamarre
Kinostart:05.06.2014
Produktionsland:Frankreich/Kanada 2014
Laufzeit:ca. 91 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.brickmansions.de
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In der nicht allzu fernen Zukunft ist das Detroiter Viertel Brick Mansions vom Rest der Stadt abgeriegelt, um Mord, Drogenhandel und andere Verbrechen unter Kontrolle zu halten. In dem von einer hohen Mauer umrandeten Viertel herrschen Gewalt und Anarchie, weshalb Niemand, der bei Sinnen ist, Brick Mansions freiwillig betreten würde. Doch dem Undercover-Cop Collier (Paul Walker) bleibt keine andere Wahl, denn der skrupellose Drogenboss Tremaine (RZA) ist in den Besitz einer nuklearen Waffe gelangt, mit der er ganz Detroit auslöschen könnte. Um an Tremaine heranzukommen, braucht Collier allerdings Hilfe. Der Ex-Sträfling Lino (David Belle), dessen Freundin Lola (Catalina Denis) in der Gewalt des Drogenbarons ist, soll ihn bei dem selbstmörderischen Einsatz unterstützen. Zu dumm nur, dass Lino gerade erst von korrupten Polizisten reingelegt worden ist und so gar keine Lust verspürt, einem Cop zu helfen. Collier bleibt nur wenig Zeit, um Lino dazu zu bringen, ihm zu helfen, dessen Freundin zu befreien und die Bombe zu entschärfen. Doch dass die eigentliche Gefahr von einer ganz anderen Seite ausgeht, ahnt der Polizist da noch nicht…  

"Brick Mansions" ist der letzte Film, den Paul Walker vor seinem Unfalltot komplett abgedreht hatte.  Auch wenn Walker durchaus über mehr Talent verfügt hat, als er in Werken wie diesem zeigen durfte, so bietet es seinen Fans zumindest auf der Action-Ebene einen gelungenen Abschied. Insgesamt aber ist dieses US-Remake des französischen Streifens "Ghettogangz – Die Hölle vor Paris" von Pierre Morel kein besonders guter Film. Das liegt in erster Linie an dem recht uninspirierten Drehbuch von Luc Besson, der schon das Original geschrieben hatte. Die Dialoge sind einfach grauenhaft und die diversen Handlungselemente eine reine Aneinanderreihung von Klischees. Wenn David Belle, der hier seine Rolle aus "Ghettogangz" wiederholt, einige wirklich spektakuläre Parkour-Einlagen hinlegt, sind die dramaturgischen Schwächen zwar schnell vergessen. Und auch die Verfolgungsjagten zu Fuß oder per Auto, die er im Duo mit Paul Walker absolviert, machen den Film zumindest stellenweise extrem sehenswert.

Doch sobald mal eine Pause vom Rennen, Schießen oder Prügeln eingelegt wird und der Zuschauer die Gelegenheit bekommt, sich über die Geschichte Gedanken zu machen, stürzt der Unterhaltungswert des Films ganz schnell tief in den Keller. Und spätestens mit dem Ende, das es sich mit seiner "sozialkritischen" Botschaft wirklich viel zu leicht macht, wird deutlich, dass hier jede noch so gute Intention und jede noch so vielversprechende Idee komplett verspielt worden ist. Sicherlich, ein Film wie dieser hegt keinen hochgeistigen Anspruch, sondern will einfach nur gut unterhalten. Und das schafft "Brick Mansions" in einigen Momenten ja auch richtig gut. Doch wenn schon ein Szenario entworfen wird, das derart plakative Gesellschaftskritik offenbart, hätte diese mit etwas mehr Kreativität, Biss und Tiefe ausgearbeitet werden müssen, um auch tatsächlich funktionieren zu können und nicht am Ende regelrecht lächerlich zu wirken.

Schauspielerisch liegt das Ganze auch nicht gerade auf extrem hohem Niveau. Während sich Paul Walker wirklich Mühe gegeben hat, um gegen das müde Skript anzuspielen, dabei aber doch nur eine routinierte Darstellung herausbekommen hat, ist gerade Wu-Tang Clan-Mitbegründer RZA schauspielerisch einfach nicht talentiert genug, um einen wirklich guten Bösewicht abzugeben. Während David Belle mit seinen Parkour-Einlagen jede darstellerische Schwäche vergessen macht, kann Catalina Denis in keiner Szene verdecken, dass sie nur als attraktives Beiwerk gecastet wurde.

Wer keinen großen Wert auf eine ausgefeilte Story oder auf hohe Schauspielkunst legt, der wird bei "Brick Mansions" ganz bestimmt sehr gut unterhalten. Doch wer auch von einfach gestrickter Action-Unterhaltung ein wenig mehr erwartet, als coole Fights und mitreißende Verfolgungsjagten, der kann sich das Eintrittsgeld für diesen Streifen getrost sparen. Daher gilt. Nur mit Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Brick Mansions (Frankreich/Kanada 2014)"
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