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Byzantium – DVD

Byzantium – DVD

Großbritannien/USA 2012 - mit Gemma Arterton, Saoirse Ronan, Sam Riley, Jonny Lee Miller u.a

Filminfo

Originaltitel:Byzantium
Genre:Horror, Drama
Regie:Neil Jordan
Verkaufsstart:27.12.2013
Produktionsland:Großbritannien/USA 2012
Laufzeit:ca. 113 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:B-Roll, Interviews
Regionalcode:2
Label:Universum Film
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Amazon Link : Byzantium – DVD

Inhalt: Seit vielen Jahren sind Clara (Gemma Arterton) und ihre Tochter Eleanor (Saoirse Ronan) schon auf der Flucht. Gejagt von Ihresgleichen müssen die beiden Vampirdamen immer wieder ihre Identität wechseln und ihre Spuren verwischen. Denn in den Augen der Bruderschaft der bluttrinkenden Unsterblichen sind die beiden Frauen eine Abnormität, die es zu vernichten gilt. In dem alten Hotel Byzantium in einem kleinen Seebad könnten die Beiden einige Zeit in Sicherheit leben. Doch während Clara alles versucht, um sich und ihrer Tochter eine Zukunft ohne Angst und Flucht bieten zu können, ist Eleanor tief in ihrer Vergangenheit gefangen. So sehr, dass sie die Erlebnisse der letzten 200 Jahre nicht länger für sich behalten kann. Doch ihr Leben und damit auch das Geheimnis ihrer Unsterblichkeit zu teilen, könnte fatale Folgen haben…

Mit "Byzantium" kehrt Regisseur Neil Jordan knapp zwanzig Jahre nach "Interview mit einem Vampir" zum Blutsauger-Genre zurück. Zwischen den beiden Filmen gibt es auch einige deutliche Parallelen. Die mitunter makaber-poetische Bildsprache, aber auch die Tatsache, dass ein Vampir in der Gegenwart von seiner Vergangenheit und seiner Verwandlung erzählt, haben die beiden Werke gemein. Ansonsten aber geht "Byzantium" ganz eigene Wege. Die Blutsauger hier sind keine Vampire im klassischen Sinn. Ihre Verwandlung findet auf gänzlich andere Art statt, als man dies von Dracula und Konsorten gewohnt ist. Es gibt auch keine Fangzähne, keine Furcht vor Kreuzen, Knoblauch oder Sonnenlicht. Es gibt nur die Unsterblichkeit und das Verlangen nach Blut.

Obwohl dieses mitunter auch literweise fließt und auch schon mal Köpfe rollen, so ist "Byzantium" insgesamt doch eher ein Drama, als ein handfester Horrorfilm. Trotz einiger sehr spannender Momente regieren ruhige Szenen und die schwierige Beziehung zwischen Eleanor und Clara das Geschehen. Doch die sehr starken Hauptdarstellerinnen und die atmosphärische Inszenierung verhindern, dass der Film zum edlen Langweiler wird. Obwohl es nur sehr wenige wirklich temporeiche Szenen gibt, verfügt der Film über eine solide Grundspannung, die das Ganze auch über die eher langatmigeren Momente trägt.

Die zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her pendelnde Erzählweise könnte allerdings auf einige Zuschauer etwas verwirrend wirken. Denn da Jordan die Vergangenheit der beiden Hauptfiguren und das große Geheimnis der mysteriösen Bruderschaft nur Tröpfchenweise offenbart, ist auf allen Handlungsebenen die Aufmerksamkeit der Zuschauer gefordert, will man nicht irgendwann völlig den blutroten Faden verlieren. Doch wenn man auch nur ein klein wenig aufpasst, dann offenbart sich, dass die Drehbuchadaption des Theaterstücks, auf dem "Byzantium" basiert, recht clever konstruiert ist. Mag sein, dass schon  die Tatsache, dass Moira Buffini – Autorin des Stücks und der Drehbuchversion – den Vampirmythos einmal ganz anders interpretiert, erheblich zu dem positiven Gesamteindruck der Geschichte beiträgt. Doch auch abgesehen davon ist diese elegische Gruselmär sehr einnehmend erzählt und auch stilistisch ist sie ein würdiger Nachfolger von Jordans "Interview mit einem Vampir".

Wer edel gefilmten Arthaus-Horror schätzt, wer mehr Wert auf Dramaturgie als auf blutige Effekte setzt und wer sich auf die getragene und verschachtelte Erzählweise einlassen kann, der wird mit einem gut gespielten und in atmosphärische Bilder getauchten Vampirmärchen der etwas anderen Art belohnt. Dafür gibt es ein klares: Sehenswert!

Bild + Ton: Die mitunter wunderschön morbiden Bilder kommen dank der guten visuellen Umsetzung gut zur Geltung. Während die Bildschärfe auf gutem bis sehr gutem Niveau liegt, hinterlässt die Farbgebung mit ihrer leicht artifiziellen Atmosphäre einen besonders positiven Eindruck. Auch die Abstimmung von Kontrasten und Schwarzwerten überzeugen, nennenswerte Unschärfen oder Bildstörungen sind nicht auszumachen. Der Ton wird vorrangig von den Dialogen, der stimmungsvollen Musik und einigen dezenten Umgebungsgeräuschen dominiert. Die Surround-Kanäle kommen hier und da spürbar zum Einsatz, dienen ansonsten aber dazu, um eine eher unterschwellig bedrohliche Klangkulisse ins Heimkino zu transportieren. Gut!

Extras: Als Bonus hat die DVD neben dem Trailer noch 32 Minuten an unkommentierten B-Roll Aufnahmen von den Dreharbeiten (ohne Untertitel), sowie ausführliche Promo-Interviews mit dem Regisseur und seinen Darstellern (ca. 37 Min.) im Angebot. Gut!

Fazit: Mit "Byzantium" kehrt Regisseur Neil Jordan fast zwanzig Jahre nach "Interview mit einem Vampir" zum Blutsauger-Genre zurück und liefert einen der wohl ungewöhnlichsten Vampirfilme der letzten Jahre ab. Irgendwo zwischen Horror und Arthaus, zwischen kunstvollem Anspruch und spannender Unterhaltung, bietet "Byzantium" tolle Bilder, überzeugende Darsteller und eine interessante Geschichte. Einzig die etwas verwirrend-verschachtelte Erzählweise steht einem rundum gelungenen Genuss im Weg. Trotzdem gibt es für die technisch gut umgesetzte DVD ein klares: Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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