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Carlos – Der Schakal

Carlos – Der Schakal

Frankreich/Deutschland 2010 - mit Édgar Ramírez, Nora von Waldstätten, Alexander Scheer, Christoph Bach ...

Filminfo

Originaltitel:Carlos
Genre:Drama, Thriller, Action
Regie:Olivier Assayas
Kinostart:04.11.2010
Produktionsland:Frankreich/Deutschland 2010
Laufzeit:ca. 187 Min. (Kurzfassung) / 330 Min. (Langfassung)
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.carlos-derfilm.de
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Mit der Geschichte um den Terroristen Illich Ramirez Sánchez, besser bekannt als Carlos, kommt ein echtes Mammutprojekt in unsere Kinos. Ob als "Kurz"fassung mit einer Laufzeit von 187 Minuten, oder aber als fünfeinhalb Stunden Langfassung, "Carlos – Der Schakal" ist ein spannendes, extrem kurzweiliges Porträt einer gefürchteten Legende, deren Taten um die ganze Welt gegangen sind, von dem aber trotzdem relativ wenig bekannt ist. Das könnte sich mit diesem Film nun ändern.

Der junge Illich Ramirez Sánchez (Edgar Ramírez) erhält 1973 die Möglichkeit, in Paris die Leitung der PFLP (Volksfront für die Befreiung Palästinas) zu übernehmen. Damit beginnt unter dem Namen Carlos sein Aufstieg zu einem der weltweit gefürchtetesten Terroristen. Besonders die Geiselnahme im OPEC-Hauptquartier in Wien und die anschließende Flucht mit einem Flugzeug im Dezember 1975 hält die Welt einige Tage lang in Atem. Was nun folgt sind Jahre voller Tod und Terror, die erst 1994 mit der Verhaftung von Carlos ihr endgültiges Aus finden.

Das ist freilich eine sehr gestraffte Zusammenfassung der Ereignisse, die diese Deutsch-Französische Co-Produktion erzählt. Zugegeben, die Langfassung des Films verlangt dem Zuschauer Einiges ab, ganz besonders natürlich Sitzfleisch. Doch das Werk ist diese Anstrengungen auf jeden Fall wert. Denn was die Macher hier auf die Beine gestellt haben, ist einfach großartig. Akribisch recherchiert, detailverliebt inszeniert und großartig gespielt zieht dieser Film einen sehr schnell in seinen Bann. Besonders Édgar Ramírez liefert eine beeindruckende Darstellung ab, die ihm offensichtlich auch körperlich Einiges abverlangt hat. Ramírez zeigt nicht nur den agilen, durchtrainierten Carlos, dem die Frauen zu Füßen liegen, sondern auch den trägen, übergewichtigen Terroristen.

Regisseur Olivier Assayas findet die perfekte Balance zwischen Fakt und Fiktion, er zeigt eindrucksvoll, wie Carlos die Menschen manipulieren und für sich einnehmen konnte, vermeidet es dabei aber, ihn allzu Heldenhaft darzustellen und dadurch seine blutigen Taten vielleicht sogar zu glorifizieren. Vielmehr entwirft er ein authentisches Bild einer Zeit, in der extreme Ideologien und die Wut gegen die Weltpolitik für viele Menschen Terror und Gewalt legitimiert haben. Die packende Inszenierung und das großartige Darstellerensemble schafft somit das, was dem "Baader Meinhof Komplex" nur bedingt gelungen ist.

Spannend, intelligent, mit vielen ruhigen Charaktermomenten, aber auch mit zahlreichen großartig inszenierten Actionsequenzen ist "Carlos – Der Schakal" im besten Sinne des Wortes ein echtes Epos. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich unbedingt die Langfassung ansehen, denn nur hier kann der Film all seine Stärken voll und ganz ausspielen. Doch auch die kürzere Fassung kann Dank der starken Darsteller und der fesselnden Inszenierung gefallen. Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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