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Der Vater meiner Kinder

Der Vater meiner Kinder

Frankreich/Deutschland 2009 - mit Chiara Caselli, Louis-Do De Lencquesaing ...

Filminfo

Originaltitel:Le père de mes enfants
Genre:Drama
Regie:Mia Hansen-Løve
Kinostart:20.05.2010
Produktionsland:Frankreich/Deutschland 2009
Laufzeit:ca. 110 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.vater-meiner-kinder.de
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Das Leben von Grégorie Canvel (Louis-Do De Lencquesaing) sieht auf den ersten Blick absolut perfekt aus: der ambitionierte Filmproduzent liebt seinen Job, seine Frau Sylvia (Chiara Caselli) und seine drei Töchter. Doch unter der Oberfläche ist dieser Traum ein regelrechter Alptraum. Grégories Filme spielen kaum Geld ein, Schulden erdrücken den Familienvater und riskante Investitionen könnten dazu führen, dass er seine Produktionsfirma und seinen gesamten Filmkatalog verliert. Immer mehr verliert sich Grégorie in Verzweiflung und kann dem wachsenden Druck kaum noch standhalten. Und so trifft er eine Entscheidung, die das Leben seiner Familie für immer verändern wird…

Mit "Der Vater meiner Kinder", ihrem zweiten Langfilm, ist Regisseurin Mia Hansen-Løve ein eindrucksvolles Drama gelungen, das trotz – oder gerade wegen – seiner zurückhaltenden und ruhigen Inszenierung äußerst kraftvoll daher kommt. Nach und nach zerfällt das sorgfältig aufgebaute Kartenhaus, das die berufliche wie familiäre Idylle von Grégories Leben suggeriert, vor den Augen der Zuschauer. Man spürt förmlich den Druck, der auf dem Filmproduzenten lastet, kann seine Verzweiflung und die Aussichtslosigkeit der Situation absolut nachvollziehen. Auch wenn der Ausweg, den Grégorie wählt, nicht auf das Verständnis von jedem Einzelnen treffen wird und auf den ersten Blick auch extrem egoistisch wirkt, so bleibt doch Niemand von der emotionalen Wucht dieser Szene und ihrer Folgen verschont.

Es ist der Regisseurin hoch anzurechnen, dass sie auch in diesen Momenten, die im Kino gerne übertrieben gefühlvoll und dadurch leicht kitschig oder pathetisch in Szene gesetzt werden, stets zurückhaltend und dezent und gerade dadurch sehr nah an der Realität bleibt. Dass "Der Vater meiner Kinder" dennoch am Ende nicht deprimierend ist, sondern auch so etwas wie Hoffnung ausstrahlt, ist ein weiteres Kunststück dieses großartig gespielten und kraftvoll inszenierten Dramas. Für Liebhaber europäischen Arthauskinos absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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