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September 2018
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Diana

Diana

USA/Großbritannien 2013 - mit Naomi Watts, Naveen Andrews, Douglas Hodge, Geraldine James, Charles Edwards u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Diana
Genre:Drama, Romantik
Regie:Oliver Hirschbiegel
Kinostart:09.01.2014
Produktionsland:USA/Großbritannien 2013
Laufzeit:ca. 113 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.diana-derfilm.de
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Sie war die Königin der Herzen, die meistfotografierte Frau der Welt, deren Leben in den Jahren vor ihrem tragischen Tod immer wieder in der Boulevardpresse bis ins kleinste Detail ausgeschlachtet wurde. Bis heute ist Prinzessin Diana ein Mythos, eine tragische, unnahbare Märchenfigur, von der eine ungeheure Faszination ausgeht. Oliver Hirschbiegel, Regisseur des mehrfach ausgezeichneten "Der Untergang", versucht sich nun gemeinsam mit Drehbuchautor Stephen Jeffreys, diesem Mythos zu nähern. Dabei ging es ihnen ganz besonders um die Diana, die bereits von Prinz Charles getrennt lebt und verzweifelt versucht, ihr Leben neu zu ordnen.

Doch das scheint ihr einfach nicht recht gelingen zu wollen. Sie lebt alleine in Kensington Palace, bekommt ihre Söhne nur selten zu sehen und wird auf Schritt und Tritt von der Presse belagert. Ein dunkler Schleier liegt über ihrem Alltag, der sich zu heben beginnt, als sie eines Tages den Herzchirurgen Dr. Hasnat Khan (Naveen Andrews) kennen lernt. Schnell merkt Diana, dass sie mit diesem Mann das private Glück finden könnte, das ihr in den letzten Jahren verwehrt geblieben ist. Und mehr noch: an seiner Seite findet sie das Selbstbewusstsein und die Kraft, ihre Popularität für Projekte einzusetzen, die ihr sehr am Herzen liegen. Während sie dafür immer stärker aus dem Schatten heraus in die Öffentlichkeit tritt, muss sie ihre Beziehung zu Hasnat weiterhin geheim halten. Doch das wird von Tag zu Tag eine schwierigere Belastungsprobe für ihre neue Liebe… 

"Diana" ist mit den besten Intentionen und sehr guten künstlerischen Voraussetzungen entstanden. Inspiriert von einer kurzen Begegnung, die Drehbuchautor Stephen Jeffreys einst mit der charismatischen Diana gehabt hat, und mit Hilfe zahlreicher Gespräche mit Menschen, die sie kannten oder sich intensiv mit ihrem Leben beschäftigt haben, sollte ein möglichst wirklichkeitsnaher und würdevoller Blick auf Ereignisse geworfen werden, die sich hinter verschlossenen Türen abgespielt haben und über die es nur Mutmaßungen gibt. Mit dem Engagement von Oliver Hirschbiegel sollte gewährleistet sein, dass ein Regisseur den Stoff verfilmt, der einerseits das handwerkliche Können, aber auch eine gewisse Unbefangenheit der Hauptfigur gegenüber mitbringt. Und mit der Oscar-nominierten Naomi Watts wurde eine Hauptdarstellerin gefunden, die offensichtlich darum bemüht war, dem Mythos Diana so gut als möglich gerecht zu werden.

Trotz all dieser guten Voraussetzungen ist "Diana" leider nicht mehr geworden, als eine ganz normale Liebesschnulze auf Rosamunde Pilcher Niveau. Das ist in einigen Szenen ganz nett anzusehen, in anderen Momenten wirkt das Ganze aber eher peinlich. Wenn sich etwa Diana und Hasnat zum ersten Mal sehen und dabei neben der nicht gerade subtilen Musik auch noch Weichzeichner eingesetzt wird, dann ist das einfach nur unfreiwillig komisch und alles andere als romantisch. Leider gibt es zu viele solcher Momente, durch die alle noch so gelungenen Aspekte des Films mehr und mehr überdeckt werden. Dazu kommt noch, dass die Geschichte im letzten Drittel unnötig in die Länge gezogen wird und jede Form von mitreißendem Erzählfluss gediegener Langeweile wichen muss.

Sicherlich, der Film hat seine Momente. Regisseur und Schauspieler sind einfach zu talentiert, um ein solches Projekt komplett gegen die Wand zu fahren. Auch ist es den Machern hoch anzurechnen, dass sie den tödlichen Unfall nicht sensationslüstern ausschlachten und sich wirklich auf die Frau hinter all den Schlagzeilen und Skandalen zu konzentrieren versuchen. Dennoch es fehlt dem Drehbuch einfach an Cleverness und Tiefe, der Inszenierung an Biss und den Schauspielern an Elan, um aus "Diana" ein mitreißendes und vor allem berührendes Drama zu machen. Immerhin: Wer einfach nur eine simpel gestrickte Liebes-Schmonzette sehen will, der wird hier recht ordentlich bedient. Trotzdem reicht es unterm Strich nur für ein: sehr bedingt sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Diana (USA/Großbritannien 2013)"
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