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Die letzte Mätresse - DVD

Die letzte Mätresse - DVD

Frankreich/Italien 2007 - mit Asia Argento, Roxane Mesquida, Fu`ad Ait Attaou, Yolande Moreau u.a

Filminfo

Originaltitel:Une vieille maitresse
Genre:Drama, Romantik
Regie:Catherine Breillat
Verkaufsstart:22.03.2013
Produktionsland:Frankreich/Italien 2007
Laufzeit:ca. 109 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.85:1)
Extras:Making of, Trailer
Regionalcode:2
Label:Pierrot Le Fou
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Amazon Link : Die letzte Mätresse - DVD

Film: Paris im Jahr 1835: Während sich die Adelige Hermangarde (Roxane Mesquida) auf ihre Hochzeit mit Ryno de Marigny (Fu`ad Ait Attaou) vorbereitet, machen sich üble Gerüchte in den höheren Kreisen breit. Angeblich soll sich Ryno regelmäßig mit der Mätresse Vellini (Asia Argento) treffen. Um sicher zu sein, dass ihre Enkelin nicht in die falschen Hände gerät, nimmt sich ihre Großmutter den Zukünftigen zur Brust und lädt ihn zu einem sehr persönlichen Gespräch ein. Darin offenbart Ryno, dass er Vellini tatsächlich seit einigen Jahren kennt und lange Zeit eine leidenschaftliche Affäre mit ihr hatte, die er aber kürzlich endgültig beendet hat. Er erzählt, wie er Vellini kennen und lieben gelernt hat und wie sich ihre zu Beginn nicht gerade freundschaftliche Beziehung in ein Netz aus Obsession, Sex, Liebe und Hass verwandelt hat, aus dem er sich jetzt aber befreit hat. Ryno scheint es wirklich ernst zu meinen. Doch kann eine derartig intensive Affäre wirklich so einfach beendet werden?

"Die letzte Mätresse" mischt Liebesdrama und Tragödie mit einer Prise Erotik und ein wenig Gesellschaftssatire und taucht das Ganze in eine opulente Ausstattung und eine einnehmende Bildsprache, so dass daraus ein mitreißendes Kostümdrama, das allerdings bisweilen emotional etwas unterkühlt wirkt. Regisseurin Catherine Breillat versteht es erstklassig, ihre Geschichte in schöne, dabei angenehm unaufdringliche Bilder zu verpacken. Das fällt besonders bei den erotischen Szenen auf, die sehr sensibel und überhaupt nicht voyeuristisch inszeniert sind. Leider geht sie auch bei der dramaturgischen Umsetzung mit dieser Zurückhaltung zur Sache. Zwar ist die Geschichte einehmend konstruiert, so dass sich dem Zuschauer nach und nach erschließt, welche Intensität der Beziehung zwischen Ryno und Vellini innewohnt. Dennoch entstehen durch die sehr unaufgeregte Regie einige spürbare Längen, durch die gerade der eigentliche dramaturgische Höhepunkt deutlich an Kraft verliert.

Das kann allerdings auch daran liegen, dass die Figur der Hermangarde im direkten Vergleich zum gut ausgearbeiteten Charakter der Vellini relativ blass bleibt. Zwar wird deutlich, dass Hermangarde Ryno wirklich liebt, dennoch ist sie einfach als Präsenz in dem Film nicht stark genug, um eine echte Konkurrenz für Vellini darzustellen. Die Geschichte hätte mit Sicherheit stärkeren Eindruck hinterlassen können, wenn Hermangarde trotz ihres sensiblen und eher zerbrechlichen Wesens Vellini gegenüber etwas ebenbürtiger wäre.

Davon abgesehen versteht es Breillat sehr gut, die an sich sehr dramatische Geschichte immer wieder mit feinem Humor aufzulockern. In Verbindung mit den schönen Bildern und den guten Darstellern wird "Die letzte Mätresse" so trotz der kleinen Längen und dramaturgischen Schwächen zu einem sehr einnehmenden Kostümdrama über Obsession, Leidenschaft, Liebe und Hass, das Liebhabern des französischen Ausstattungskinos wärmstens ans Herz gelegt werden kann. Empfehlenswert!

Bild + Ton: Da zum Test nur ein datenreduziertes Pressemuster zur Verfügung stand, kann über die finale Bild- und Tonqualität an dieser Stelle keine Wertung abgegeben werden.

Extras: Auch das Bonusmaterial konnte auf der Presse-DVD nicht gesichtet werden. Angekündigt sind ein Making of und ein Trailer.

Fazit: "Die letzte Mätresse" ist ein opulent ausgestattetes Kostümdrama, das seine Geschichte von Obsession, Leidenschaft, Liebe und Hass in schönen Bildern, dramaturgisch aber mitunter etwas sperrig umgesetzt erzählt. Die guten Darsteller, die einnehmende Mischung aus Drama, Romantik, Erotik und einer Prise Gesellschaftssatire machen den Film von Catherine Breillat aber dennoch zu einem Muss für alle Liebhaber des französischen Kostümfilms. Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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