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Die Mühle und das Kreuz

Die Mühle und das Kreuz

Schweden/Polen 2011 - mit Rutger Hauer, Charlotte Rampling, Michael York ...

Filminfo

Originaltitel:The Mill and the Cross
Genre:Drama
Regie:Lech Majewski
Kinostart:24.11.2011
Produktionsland:Schweden/Polen 2011
Laufzeit:ca. 94 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.neuevisionen.de
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Das Bücher, Comics, Theaterstücke oder Videospiele verfilmt werden, ist wahrlich keine Seltenheit. Aber ein verfilmtes Gemälde hat schon absoluten Seltenheitswerk. Der Filmmacher und Künstler Lech Majewski hat sich dieser schwierigen Aufgabe gestellt und hat, basierend auf einer Werkinterpretation von Michael Francis Gibson, das Gemälde "Die Kreuztragung Christi" von Pieter Bruegel der Ältere zum Leben erweckt.

Das 1564 erschaffene Werk überträgt die Passionsgeschichte von Jerusalem vor den Hintergrund einer flämischen Stadt im 16. Jahrhundert. Anhand von nahezu 500 Personen fängt Bruegel das Leben der einfachen Leute in seiner Heimat ein, gleichzeitig kommentiert er aber auch die spanische Besatzung und die Inquisition, die in seiner flämischen Heimat wütete. In "Die Mühle und das Kreuz" legt Majewski den Fokus auf etwa einem Dutzend der auf dem Gemälde gezeigten Personen, zu denen neben dem Maler (Rutger Hauer) selbst und seinem Auftraggeber (Michael York) auch die Jungfrau Maria (Charlotte Rampling) gehört.

Mit einer Mischung aus modernster CGI Technik, 3D Effekte und die Vermischung von fotografierten und (von Majewski selbst) gemalten Hintergründen erwacht Bruegels Bild in dem Film tatsächlich zum Leben. Die Bildsprache ist faszinierend, wirkt einerseits erstaunlich echt und dennoch passend artifiziell. Das Leben der einfachen Bauern wird bis ins kleinste Detail nachempfunden, was den Zuschauer in eine vergangene Welt eintauchen lässt.

So faszinierend dieses ambitionierte Projekt auch sein mag, so sperrig präsentiert sich der Film dann wohl auch für die meisten Zuschauer, die sich für (Kunst-)Geschichte nur bedingt interessieren. Denn es dauert alleine knapp 38 Minuten, bis die ersten Worte gesprochen werden. Und auch danach beschränken sich die Dialoge auf wenige Sätze. Vielmehr lebt der Film einzig von seinen Bildern, die Majewski in einer ganz besonders eindrucksvollen Szene dann auch kurzfristig einfrieren lässt. Doch es erfordert schon eine gehörige Portion Interesse und Geduld, um sich einzig von der faszinierenden Schönheit der Bilder des Films überwältigen zu lassen. Denn ohne eine klare Narrative im klassischen Sinne ist diese Bildinterpretation der besonderen Art zwar zweifelsohne ein Filmerlebnis der besonderen Sorte, aber eben auch ein Werk, an dem nur ein kleines Nischenpublikum wirklich Gefallen finden wird.

Daher gilt ganz klar: besonders Kunstliebhaber sollten sich "Die Mühle und das Kreuz" nicht entgehen lassen. Wer aber für einen gelungenen Kinoabend mehr braucht, als faszinierende Bildsprache und ambitioniertes und kunstvolles Filmemachen, der wird sich an diesem Werk vermutlich die Zähne ausbeißen.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Die Mühle und das Kreuz (Schweden/Polen 2011)"
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