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Juni 2019
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Die Trapp Familie – Ein Leben für die Musik

Die Trapp Familie – Ein Leben für die Musik

Deutschland/Österreich 2015 - mit Matthew Macfadyen, Eliza Bennett, Yvonne Catterfeld, Rosemary Harris, Cornelius Obonya, Anette Dasch u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Drama
Regie:Ben Verbong
Kinostart:12.11.2015
Produktionsland:Deutschland/Österreich 2015
Laufzeit:ca. 95 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.the-trapp-family.com
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Seit dem Tod ihrer Mutter sind dunkle Wolken über das bislang so beschauliche Leben von Agathe von Trapp (Eliza Bennett) gezogen. Für ihre Geschwister übernimmt sie die Mutterrolle, während sich ihr Vater Georg von Trapp (Matthew Macfadyen) in seinem Schmerz immer mehr zurückzieht. Erst als er sich in das Kindermädchen Maria Gustl (Yvonne Catterfeld) verliebt und neue Hoffnung auf eine glückliche Zukunft schöpft, will er auch Agathe dazu bewegen, endlich einmal aus ihrer Beschützerrolle auszubrechen und ihren eigenen Träumen zu folgen. Nur langsam lässt sie sich darauf ein und beginnt wieder mit dem Singen, das sie nach dem Tod ihrer Mutter aufgegeben hatte. Gemeinsam mit ihrer Familie will sie den Menschen die Kraft der Musik vermitteln. Doch dann greift der Faschismus des Hitler-regimes aus Deutschland auch nach Österreich über und Georg muss für seine Familie eine drastische Entscheidung treffen, die ihr Leben für immer verändern wird…

Regisseur Ben Verbong hat vor einigen Jahren einen TV-Film über die Geschichte von Hans und Lotte Hass mit Yvonne Catterfeld in der Hauptrolle inszeniert. Sein neuester Film, in dem ebenfalls Catterfeld eine der zentralen Rollen spielt, schlägt in jeder Hinsicht – sowohl in Sachen dramaturgischen Aufbaus, als auch beim Stil der Inszenierung - in die gleiche Kerbe. "Die Trapp Familie – Ein Leben für die Musik" ist nach zwei erfolgreichen Heimatfilmen in den 1950ern und dem mehrfachen Oscar-Gewinner "Meine Lieder – Meine Träume" ein weiterer Film über die Trapp Familie, die als Gesangsgruppe Ende der 1930er in den USA eine unglaubliche Erfolgsgeschichte hingelegt haben. Lose basierend auf den Erinnerungen von Agathe von Trapp, der ältesten Tochter der Familie, erzählt der Film die Geschichte der Familie bis zu ihrer Flucht vor dem Nazi-Regime in die USA. Umrahmt wird das Ganze in bester "Titanic"-Manier von einer in der Gegenwart angesiedelten Nebenhandlung, in der die alte Agathe ihrer Enkeltochter aus ihrer Jugend erzählt.

Das ist alles sehr routiniert inszeniert und ordentlich gespielt. Doch Kinoqualitäten weist dieser Film kaum auf. Die Dramaturgie ist eine einzige Aneinanderreihung von Klischees und vermeidet es gekonnt, auch nur in einem Aspekt in die Tiefe zu gehen. Dadurch bleiben nicht nur die Charaktere, sondern eben auch ihre Geschichte extrem oberflächlich. Zudem wirkt das Ganze auch emotional völlig unterkühlt. Momente, wie der in dem Agathe das erste Mal seit Jahren wieder singt – und das dann auch noch vor ihrem großen Idol – sind eigentlich dafür prädestiniert, beim Zuschauer eine Gänsehaut auszulösen. Doch die Inszenierung lässt gerade in solchen Momenten das Herz und die Leidenschaft vermissen, die so eine Geschichte eigentlich brauchen würde, um das Publikum tatsächlich auch berühren zu können.

Auch die Bildsprache und die Ausstattung erinnern eher an eine TV-Produktion, als an einen großen Kinofilm. Gerade die majestätischen Berglandschaften Österreichs hätten eigentlich ein opulentes Kino-Panorama geboten. Doch auch hier wird eher auf Sparflamme gekocht. Sowohl Matthew Macfadyen, als auch Yvonne Catterfeld oder Eliza Bennett versuchen offensichtlich, trotz all dieser Einschränkungen kraftvolle Leistungen abzuliefern. Doch leider ist das Drehbuch dafür viel zu schwach und die Inszenierung zu sehr nach Schema F ausgerichtet, damit sich hier etwas wirklich Starkes entfalten kann.

Wer nur etwas Kitsch und Herzschmerz, ein klein wenig Musik und sehr altbackenes Drama braucht, um einen schönen Kinoabend genießen zu können, der könnte hier durchaus gut unterhalten werden. Wer aber eine packende Biografie auf Kinoniveau erwartet oder wer mehr über die Erfolgsgeschichte der Trapp Familie in den USA erfahren will, der wird von diesem Werk garantiert enttäuscht werden. Und daher gibt es auch nur ein: Bedingt sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Die Trapp Familie – Ein Leben für die Musik (Deutschland/Österreich 2015)"
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