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Engel des Bösen – Die Geschichte eines Staatsfeindes

Engel des Bösen – Die Geschichte eines Staatsfeindes

Italien/Frankreich 2010 - mit Kim Rossi Stuart, Moritz Bleibtreu, Valeria Solarino, Paz Vega u.a

Filminfo

Originaltitel:Vallanzasca
Genre:Thriller, Drama, Action
Regie:Michele Placido
Kinostart:24.02.2011
Produktionsland:Italien/Frankreich 2010
Laufzeit:ca. 128 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.engeldesboesen-derfilm.de/
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Nach dem französischen "Staatsfeind No. 1" und der Lebensgeschichte des Terroristen "Carlos" kommt nun der italienische Staatsfeind, der "Engel des Bösen" in unsere Kinos, unter der Regie eines Mannes, der sich mit dem organisierten Verbrechen bestens auskennen dürfte. Denn als Schauspieler kämpfte Michele Placido einst in der Rolle des Commissario Cattani "Allein gegen die Mafia". Sein Gangsterepos, das die "Karriere" von Renato Vallanzasca nachzeichnet, will keine dokumentarische Nacherzählung sein, sondern ein von wahren Ereignissen inspirierter Thriller. Doch richtiger Thrill will sich bei diesem Film einfach nicht einstellen.

Schon seit seiner Kindheit bewegt sich Renato Vallanzasca (Kim Rossi Stuart) in zwielichtigen Kreisen und beweist schnell seine Führungsnatur. Doch als er mit Anfang Zwanzig wegen des Überfalls auf einen Geldtransporter verhaftet und zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt wird, scheint seiner kriminellen Laufbahn ein jähes Ende gesetzt. Doch so schnell gibt sich Vallanzasca nicht geschlagen. Ihm gelingt nach vier Jahren Gefängnis die Flucht und fortan sorgt er mit seiner Comasina-Bande für Angst und Schrecken. Banküberfälle, Mord und blutige Rivalität mit der Bande von Francis Turatello (Francesco Scianna) lassen Vallanzasca schnell zum Staatsfeind Nummer Eins werden. Als er und seine Männer allerdings versuchen, sich mit Kidnapping ein weiteres lukratives Standbein zu sichern, zieht die Polizei die Schlinge um die Bande gefährlich eng zusammen...

Das große Problem von "Engel des Bösen" ist, dass in jüngerer Vergangenheit einfach zu viele ähnliche Geschichten spannender und besser im Kino, aber auch im Fernsehen erzählt worden sind. Sicherlich, Hauptdarsteller Kim Rossi Stuart liefert eine erstklassige Leistung ab und auch die vielen Nebendarsteller, zu denen auch Moritz Bleibtreu gehört, können überzeugen. Auch die Geschichte an sich ist spannend und auf ihre ganz eigene Art faszinierend. Doch Placido versucht einfach, zu viele Episoden aus Vallanzascas Gangsterlaufbahn in zwei Stunden unterzubringen, so dass nicht nur viele Ereignisse, sondern auch die meisten Charaktere nur oberflächlich behandelt werden können.

So bleibt das Schicksal der meisten Figuren den Zuschauern relativ gleichgültig, da es ihnen unmöglich gemacht wird, eine echte emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen. Das gilt insbesondere für die Frauen in Vallanzascas Leben, die zwar im Gesamtkontext eine sehr wichtige Rolle einnehmen, die aber nur marginal deutlich wird. Vielleicht hätte sich das Ganze als längere Mini-Serie im Fernsehen besser und einnehmender entfalten können. Doch als derart komprimierter Ritt durch die Ereignisse wirkt der Film irgendwann einfach nur noch ermüdend.

"Engel des Bösen" ist sicherlich kein schlechter Film. Dafür sind alleine die Darsteller zu gut. Doch die Geschichte eines charismatischen Gangsters sollte dem Zuschauer auch vermitteln können, warum von dieser Figur eine solche Faszination ausgeht. Und das gelingt Placido leider nicht wirklich. Daher gilt: eine interessante Geschichte und gute Darsteller machen noch lange keinen richtig guten Film. Doch trotz aller Schwächen ist "Engel des Bösen" für Liebhaber von Gangster-Biografien mit Abstrichen gerade noch sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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