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Juni 2018
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Euphoria

Euphoria

Schweden/Deutschland 2018 - mit Eva Green, Alicia Vikander, Charlotte Rampling, Charles Dance u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Euphoria
Genre:Drama
Regie:Lisa Langseth
Kinostart:24.05.2018
Produktionsland:Schweden/Deutschland 2018
Laufzeit:ca. 97 Min
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.wildbunch-germany.de/movie/eupho
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Über Jahre hinweg hatten die Schwestern Ines (Alicia Vikander) und Emilie (Eva Green) keinen Kontakt mehr miteinander. Doch dann erhält die erfolgreiche Künstlerin Ines eine Einladung von ihrer Schwester zu einer gemeinsamen Europareise. Nicht wissend, was sie erwartet, ist sie Emilie gegenüber erst einmal sehr misstrauisch gestimmt. Das ändert sich erst, als sie ihr Ziel erreichen: ein traumhaft schönes Anwesen, isoliert gelegen auf einer abgelegenen Waldlichtung. Als sie erfährt, warum sie Emilie hierher eingeladen hat, verwandelt sich ihr Misstrauen in Wut. Erst nach und nach scheinen sich die Schwestern hier annähern zu können – doch ob Ines tatsächlich Verständnis für Emilies Vorhaben aufbringen kann, scheint fraglich…

Mit ihrem ersten englischsprachigen Film, dem Drama "Euphoria", wagt sich die schwedische Filmemacherin Lisa Langseth auf schwieriges Terrain. Die Geschichte über den Versuch einer Annäherung zweier völlig entfremdeter Schwestern hat sie in eine sehr sperrige, deprimierende Geschichte eingebettet, die im krassen Kontrast zu der zauberhaften Landschaft der bayerischen Wälder steht, in denen der Film gedreht wurde. In langen Gesprächen wird das Verhältnis zum Vater, der Tod der Mutter oder auch Ines Abkapselung von der Familie analysiert. Das ist toll gespielt und elegant gefilmt. Das Drehbuch und die sehr schwermütige Inszenierung machen allerdings jede Form von Unterhaltungswert zunichte.

Vielleicht möchte der Film ja gar nicht unterhalten, sondern nur zum Nachdenken über das Leben und das Sterben anregen. Doch auch das haben schon andere Filme wesentlich besser und ergreifender geschafft. Das Problem von "Euphoria" ist, dass er trotz seiner sehr intensiv agierenden Darstellerinnen emotional unterkühlt bleibt. Langseth gelingt es nicht, die Charaktere ihrer Geschichte für den Zuschauer zugänglich zu machen. Und das ist gerade bei einer solchen Geschichte wirklich fatal. Denn so ist das Drama genau das, was es bei einer solchen Thematik auf keinen Fall sein sollte: Belanglos.

Natürlich wird man auch dann zum Nachdenken gebracht, wenn man nicht mit den Figuren mitfühlt. Und ja, die Schwere, die auf einem nach dem Ansehen des Films lastet, ist durchaus dem Aufbau einer starken Atmosphäre geschuldet. Doch es wäre schön gewesen, wenn die tolle Leistung von Eva Green und Alicia Vikander auch durch eine emotional mitreißendere Inszenierung unterstützt worden wäre. Denn so kommt bei "Euphoria" eher nur Frust und keine Euphorie auf. Nur mit deutlichen Abstrichen sehenswert!    

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Euphoria (Schweden/Deutschland 2018)"
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