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Freiwild – Zum Abschuss freigegeben – DVD

Freiwild – Zum Abschuss freigegeben – DVD

Großbritannien 2011 - mit Nick Ashdon, Neil McDermott, Cicely Tennant, Isabella Calthrope, Adam Best u.a

Filminfo

Originaltitel:Blooded
Genre:Thriller, Drama
Regie:Edward Boase
Verkaufsstart:09.08.2012
Produktionsland:Großbritannien 2011
Laufzeit:ca. 77 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.85:1)
Extras:Audiokommentar, Making of, Unseen Interviews, Kurzfilm, Trailer
Regionalcode:2
Label:Sunfilm Entertainment
Webseite:www.sunfilm.de
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Amazon Link : Freiwild – Zum Abschuss freigegeben – DVD

Film: Allen Protesten von Jagdbefürwortern zum Trotz debattierte das britische Parlament 2004 über ein Verbot der Fuchsjagd, das im Februar 2005 in Kraft trat. Die Polizei allerdings sah die Umsetzung des Verbots nicht als vordringliche Aufgabe an, weshalb die umstrittene Treibjagd fortgeführt werden konnte. Lucas Bell (Neil McDermott) wurde zum Aushängeschild der Jagdbefürworter und damit zum erklärten Feindbild aller Tierschützer. Im Oktober 2005 führte eine besonders radikale Gruppe von Tierschutz-Aktivisten eine sehr extreme Aktion gegen illegale Treibjagden und gegen Lucas Bell durch. Vier Monate später stellten sie das Video dieser Aktion ins Internet. Die Opfer der Aktion – Bells Freundin Liz, sein Bruder Charlie und dessen Freundin Eve, sowie Lucas` bester Kumpel Ben – erläutern in Interviews, was sich auf der abgelegenen schottischen Insel Mull abgespielt hat…

"Freiwild – Zum Abschuss freigegeben" erzählt seine Geschichte auf recht originelle Weise. Statt sich der zurzeit so beliebten "Found Footage" Methode zu bedienen, wurde eine Fake-Doku mit (Fake-)Spielszenen inszeniert. So wurden alle Rollen gleich zweifach besetzt. Die einen Darsteller agieren als die "realen" Figuren, die das Erlebte in Interviews nacherzählen oder die in angeblichen Archivaufnahmen zu sehen sind. Die anderen Schauspieler übernehmen dann deren Rollen in den für die Dokumentation nachgedrehten Spielszenen. Der Vorteil dieser Variante ist eindeutig, dass zum größten Teil auf den mitunter sehr störenden Wackelkamera-Effekt, der bei sogenannten Mockumentarys und Found Footage Filmen immer wieder festgestellt werden kann, verzichtet werden konnte. Stattdessen wurde die faszinierende Landschaft der schottischen Insel Mull in wirklich schönen Bildern eingefangen, von denen der Film deutlich profitieren kann.

So gut die Ausgangsidee der Geschichte auch ist und so originell auch die Umsetzung geraten sein mag, so macht sich doch immer wieder bemerkbar, dass es sich bei dem Film um ein mit geringem Budget entstandenes Spielfilmdebüt handelt. Regisseur Edward Boase ist mit offensichtlicher Leidenschaft und hohen Ambitionen an seinen ersten Langfilm herangegangen. Doch sowohl in Bezug auf die Dramaturgie, als auch bei der Umsetzung der eigentlichen Spannungsmomente ist noch eine gewisse Unerfahrenheit spürbar. Das Ganze wirkt einfach zu oberflächlich und zu holprig umgesetzt, als dass sich der ganz große Nervenkitzel einstellen könnte. Zwar scheint immer wieder die gute Ausgangsidee der Geschichte durch, doch genutzt wird sie nur bedingt.

Boase offenbart hier viel Potential, was den Film gerade für solche Zuschauer, die sich für die Arbeiten von Nachwuchsregisseuren interessieren, durchaus sehenswert macht. Verschiedene Aspekte der Geschichte und der Inszenierung könnten auch anderen Fans des Thriller-Genres gefallen, weshalb es am Ende trotz der doch ziemlich offensichtlichen Schwachpunkte doch noch ein "Empfehlenswert" gibt.

Bild + Ton: Bei den angeblich "echten" Video- und Archiv-Aufnahmen gibt es natürlich etliche gewollte Schwächen. Die an sich gute Bildqualität kann dagegen bei den Interview- und Spielszenen ausgemacht werden. Gerade bei den weitläufigen Landschaftsaufnahmen gefällt die visuelle Umsetzung mit einer hohen Detailschärfe. Die etwas reduzierte Farbgebung unterstützt die düstere Atmosphäre des Geschehens und verleiht der rauen Landschaft eine zusätzliche Faszination. Der Sound ist weitgehend zurückhaltend, wird von Dialogen und vereinzelten Umgebungsgeräuschen bestimmt. Viel zu tun bekommen die Surround-Kanäle dabei nicht. Gut!

Extras: Neben einem interessanten Audiokommentar von Regisseur Edward Boase, Darsteller und Produzent Nick Ashton, Autor James Walker und Kamerafrau Kate Reid, hat die DVD zudem noch ein Making of (ca. 14 Min), ein paar zusätzliche Interview-Sequenzen (ca. 8 Min.) und einen Kurzfilm von Boase (ca. 3 Min.) zu bieten. Leider liegen all diese Extras nur in englischer Originalfassung ohne optionale Untertitel vor. Dazu kommen noch der Trailer zum Film, sowie weitere Programmtipps des Anbieters. Gut!

Fazit: "Freiwild – Zum Abschuss freigegeben" ist ein geschickt konstruierter Thriller im halbdokumentarischen Stil, der seiner guten Ausgangsidee und originellen Umsetzung nur bedingt gerecht wird. Kein ganz großer Wurf, aber ein durchaus sehenswertes Projekt, das auf der DVD technisch stimmig umgesetzt wurde und auch noch gutes Bonusmaterial zu bieten hat, bei dem lediglich das Fehlen von optionalen Untertiteln negativ auffällt.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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