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Good Vibrations

Good Vibrations

Großbritannien/Irland 2012 - mit Richard Dormer, Jodie Whittaker, Michael Colgan, David Wilmot, Dylan Moran u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Good Vibrations
Genre:Musikfilm, Komödie, Drama
Regie:Lisa Barros D`Sa, Glenn Leyburn
Kinostart:08.05.2014
Produktionsland:Großbritannien/Irland 2012
Laufzeit:ca. 102 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.rapideyemovies.de
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In den 1970ern ist Belfast vom Bürgerkrieg gezeichnet. Ehemalige Freunde hassen sich jetzt nur aufgrund ihres Glaubens bis aufs Blut. Inmitten der Konflikte zwischen Protestanten und Katholiken versucht Terri Hooley (Richard Dormer) das Unmögliche: er will auf der mitten auf einer umkämpften Straßenzeile einen Plattenladen eröffnen und damit ein Zeichen gegen blinden Fanatismus setzen. Doch zunächst laufen die Geschäfte mehr als schleppend. Doch dann entdeckt Terri den Punk und wird zum Förderer junger Talente. Sein Laden "Good Vibrations" wird zum Treffpunkt der nordirischen Underground-Szene und Terri zum großen Hoffnungsträger junger Querdenker und Freigeister. Doch über seinen Idealismus hinaus scheint er völlig zu vergessen, dass er eigentlich auch noch für seine Familie sorgen sollte…

"Good Vibrations" basiert auf der wahren Geschichte des Plattenladenbesitzers, Labelgründers und Konzertveranstalters Terri Hooley. Der Film ist aber nicht wirklich ein typisches Biopic. Vielmehr haben Lisa Barros D`Sa und Glenn Leyburn auch eine augenzwinkernde Liebeserklärung an den Punk und an den legendären Plattenladen inszeniert, die sich zudem noch mit sehr bissigem Humor mit dem Bürgerkrieg in Nordirland beschäftigt. Das mag jetzt etwas unpassend klingen, da die blutigen Kämpfe zwischen Katholiken und Protestanten nun wirklich nichts waren, über das man lachen sollte. Doch das Regie-Duo findet da einen sehr guten Weg. Indem sie Terri mit seinem trockenen Sarkasmus als Sprachrohr nutzen, können sie die Sinnlosigkeit dieses Konflikts eben auf sehr humorvolle Art entlarven.

Es fehlt dem Ganzen allerdings nicht an der notwendigen Ernsthaftigkeit. So wird Terri auch nicht zum glänzenden Volksheld überstilisiert. Denn seine sich immer einseitiger positionierende Besessenheit und sein Idealismus mögen ihn für junge Musiker und Musikfans zu einem Idol gemacht haben. Doch der Film zeigt eben auch, wie sehr seine Frau und seine Kinder darunter zu leiden hatten. Es sind diese verschiedenen Ebenen und die daraus entstehende Mischung aus humorvollen und dramatischen Szenen, die diesen Film nicht nur extrem unterhaltsam, sondern auch äußerst interessant machen.

Man muss nicht unbedingt ein Faible für Punk-Musik haben, um sich von "Good Vibrations" gut unterhalten lassen zu können. Denn in seinem Kern ist der Film eine ganz allgemeine Geschichte über die Kraft, die Musik ausüben kann und über Mauern, die sie einreißen kann. Es ist das charmante Porträt eines schrillen Querdenkers, der sich nicht von der allgemeinen Angst hat einschüchtern lassen, der gegen alle Widerstände seinen Weg gegangen ist und nach zahlreichen Tiefschlägen immer wieder aufgestanden ist. Lisa Barros D`Sa und Glenn Leyburn haben eine kleine, schräge Arthaus-Komödie geschaffen, die vielleicht nicht den breiten Geschmack trifft, für das Zielpublikum aufgrund des tollen Hauptdarstellers, des mitreißenden Soundtracks und des bissigen Humors durchaus das Zeug zum Kultfilm hat. Sehenswert! 

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Good Vibrations (Großbritannien/Irland 2012)"
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