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Dezember 2018
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Gott verhüte!

Gott verhüte!

Kroatien/Serbien 2013 - mit Krešimir Mikic, Dražen Kühn, Marija Škaričic, Nikša Butijer u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Svecenikova Djeca
Genre:Komödie, Tragikomödie
Regie:Vinko Brešan
Kinostart:07.08.2014
Produktionsland:Kroatien/Serbien 2013
Laufzeit:ca. 93 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.gottverhuete.de/
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Der junge Priester Fabian (Krešimir Mikic) hat eine schwere Aufgabe vor sich, als er die kleine Gemeinde auf einer kleinen dalmatinischen Insel übernehmen soll. Denn nicht nur, dass er in Sachen Beliebtheit seinem Vorgänger auch nicht ansatzweise das Wasser reichen kann. Zudem schrumpft seine Gemeinde stetig, da es immer mehr Todesfälle, aber keine Geburten gibt. Und das muss Fabian unbedingt ändern. Der Grund für die katastrophale Geburtenrate ist schnell gefunden, als der Kioskbesitzer Petar (Nikša Butijer) Fabian beichtet, dass er den größten Umsatz mit dem Verkauf von Kondomen macht. Das bringt Fabian auf eine Idee: Gemeinsam mit Petar und dem schrulligen Apotheker Marin (Dražen Kühn) sorgt der Geistliche dafür, dass es fortan auf der Insel nur noch löchrige Kondome und Vitamine statt der Antibabypille gibt. Die Manipulation der Verhütungsmittel zeigt schon bald den gewünschten Erfolg: die Geburtenrate auf der Insel steigt rapide an und der Babyboom sorgt sogar dafür, dass zahlreiche nachwuchswillige Paare aus der ganzen Welt auf die Insel kommen. Fabians Plan scheint also wirklich aufgegangen zu sein – doch sind die vielen Schwangerschaften wirklich ein Segen?  

Mit "Gott verhüte!" hat der in Zagreb geborene Filmemacher Vinko Brešan eine muntere Balkankomödie inszeniert, die gerade in der ersten Hälfte einige wunderbar komische Momente zu bieten hat. Brešan startet wunderbar leichtfüßig und überraschend respektlos in die originelle Geschichte, die er mit einigen schlüpfrigen Gags und einer Prise schwarzen Humors zu einem vergnüglichen Ganzen würzt. Er entführt die Zuschauer auf eine kleine Insel voller schrulliger Charaktere, die aber einen enormen Charme ausstrahlen und die Insel so zu einem Ort machen, an dem man gerne für 90 entspannte Minuten verweilen möchte. In diesem Teil des Films gelingt es dem Regisseur auch sehr gut, einige ernsthafte Themen humorvoll zu verpacken, so dass man gleichzeitig zum Lachen und zum Nachdenken angeregt wird.

Die Darsteller sind überzeugend und gerade Krešimir Mikic macht seine Sache als verzweifelter Priester wirklich gut. Und so verfestigt sich mehr und mehr der Eindruck, dass man hier eine wirklich gelungene, pfiffige und auch ein wenig böse Arthaus-Komödie sieht, die einfach richtig viel Spaß macht. Doch dann ändert Vinko Brešan recht unvermittelt die Tonart seiner Inszenierung und die humorvolle Leichtfüßigkeit wird von düsterer Bitterkeit verdrängt. Was nun folgt, ist alles andere als lustig, auch wenn die Inszenierung hier und da doch darum bemüht ist, das Ganze durch ein wenig Humor aufzulockern. Doch angesichts der Dinge, die gerade im letzten Drittel passieren, wirkt der Humor eher unpassend und fast schon ein wenig zynisch.

So entsteht am Ende ein sehr unausgewogenes Gesamtbild, dessen zwei Hälften einfach nicht zusammenpassen wollen. Es ist ja nicht weiter schlimm, wenn es in einer Komödie auch mal zu dramatischeren Momenten kommt. Den Zuschauer aber nach einem extrem lockeren Einstig emotional derart runterzuziehen und dann doch wieder eine gewisse Leichtigkeit aufbauen zu wollen, funktioniert einfach nicht. Und das ist schade, denn die Geschichte ist im Kern wirklich wunderbar und ihre Umsetzung in weiten Teilen äußerst gelungen. Doch wer den Film wirklich genießen möchte, der sollte sich unbedingt im Vorfeld auf den doch recht drastischen Stimmungsumschwung vorbereiten. Denn nur dann hält sich der etwas fahle Beigeschmack in Grenzen und der positive Gesamteindruck überwiegt. Und dann gibt es auch insgesamt das "Sehenswert", das "Gott verhüte!" zumindest in der ersten Hälfte voll und ganz verdient hat!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Gott verhüte! (Kroatien/Serbien 2013)"
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