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September 2018
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Grand Budapest Hotel

Grand Budapest Hotel

Großbritannien/Deutschland 2013 - mit Ralph Fiennes, Jude Law, Bill Murray, Adrien Brody, Tony Revolori, Jeff Goldblum, Saoirse Ronan u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Grand Budapest Hotel
Genre:Komödie
Regie:Wes Anderson
Kinostart:06.03.2014
Produktionsland:Großbritannien/Deutschland 2013
Laufzeit:ca. 100 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.akademiezubrowka.com/
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Ein junger Schriftsteller (Jude Law) ist fasziniert von dem ehemals so prunkvollen Hotel in dem osteuropäischen Alpenstaat Zubrowka, in dem er sich von seiner Schreibblockade zu befreien hofft. Doch er ahnt nicht, welch turbulente Geschichte in den ehrwürdigen Gemäuern steckt. Als er den Besitzer Mr. Moustafa (F. Murray Abraham) kennenlernt und sich dieser als großer Fan des Autors zu erkennen gibt, hofft der Schriftsteller, mehr über die Vergangenheit des in die Jahre gekommenen Hauses zu erfahren. Und tatsächlich willigt Mr. Moustafa ein, ihm die ganze Geschichte zu erzählen: von seinen Anfängen als kleiner Lobbyboy (Tony Revolori), der bald zum Vertrauten des eigenwilligen Concierges Monsieur Gustave H (Ralph Fiennes) wird. Als eine betuchte ältere Dame, die Dauergast im Hotel und in Monsieur Gustaves Armen gewesen ist, stirbt und ihm ein wertvolles Gemälde hinterlässt, beginnt für den Concierge und seinen Lobbyboy ein turbulentes wie gefährliches Abenteuer, dem durch die drohenden Veränderungen durch den bevorstehenden Krieg kein gutes Ende beschienen ist…

Regisseur Wes Anderson hat sich im Laufe der Jahre einen ganz eigenen Stil angeeignet, der seine Filmen zwar einen gewissen Wiedererkennungswert verleiht, dabei aber trotzdem immer wieder für Überraschungen gut ist. Wer "Rushmore", "Die Royal Tennenbaums" oder zuletzt "Moonrise Kingdom" gesehen hat, wird alleine anhand der Musik oder des Spiels der Darsteller sofort erkennen, dass es sich bei "Grand Budapest Hotel" um einen Wes Anderson Film handelt. Dennoch wirkt sein eigenwilliger Stil nie redundant oder abgenutzt. Vielmehr scheinen sich seine verspielte Versponnenheit und die Genialität seiner Bildkompositionen von Film zu Film noch zu steigern. Die Mittel, denen er sich dabei bedient, sind zwar nicht wirklich neu. Gemalte Hintergründe oder Stop Motion Effekte hat Anderson schon in anderen Werken eingesetzt, ganz besonders in "Die Tiefseetaucher". Doch wie Anderson hier mit solchen Elementen spielt, wie er Farben oder Ausstattung dazu einsetzt, um aus einzelnen Einstellungen kleine Kunstwerke mit unglaublich vielen kleinen Details zu schaffen, ist einfach nur genial.

Wie so oft lässt der Regisseur seine Dialoge von der illustren Darstellerriege oft fast schon emotionslos vortragen, woraus viele Szenen aber erst ihren Witz beziehen. Das ist allerdings auch einer der Gründe, warum Wes Anderson Filme einen Charakter haben, der vielen Zuschauern zu speziell ist. Was seine Fans als wunderbar schräg und einfallsreich betrachten, ist für Andere eben absolut unzugänglich. Und auch wenn "Grand Budapest Hotel" durchaus eine gewisse Mainstreamtauglichkeit besitzt, so dürften sich an dem eigenen Humor auch hier wieder die Geister scheiden. Doch wer Andersons Art schätzt, der bekommt hier ein ganz wundervolles Werk geboten, das vor Witz und Originalität nur so strotzt. Das Drehbuch steckt voller großartiger Momente und perfekt komponierten Wortgefechten, die von dem prominenten Darstellerensemble in amüsierter Perfektion auf die Leinwand transportiert werden. Besonders hervorzuheben ist dabei Ralph Fiennes, der die Marotten des Monsieur Gustave H mit einer hochgestochenen Eleganz vorträgt, die selbst kleine Ausfälle der etwas derberen Art nach feinster Hochkultur klingen lässt.

Die eigentliche Hauptrolle aber spielt Tony Revolori als junger Lobbyboy. Dass er sich in seinem Kinodebüt von gestandenen Profis wie Fiennes, Bill Murray, Jeff Goldblum, Willem Dafoe, Adrien Brody, Harvey Keitel, Tilda Swinton, Edward Norton oder Owen Wilson nicht an die Wand spielen lässt, zeugt nicht nur vom Talent des Kaliforniers, sondern auch von der perfekt aufeinander abgestimmten Schauspieler-Choreografie von Wes Anderson. Kein Wunder also, dass es ihm gelungen ist, derart viele prominente Darsteller selbst für Mini-Auftritte gewinnen zu können. Denn Anderson schafft es perfekt, auch kleinste Momente derart mit Genialität anzufüllen, dass wirklich jeder noch so kurze Auftritt markant und denkwürdig ausgefallen ist.

"Grand Budapest Hotel" ist auf vielen Ebenen ein großartiger Film. Neben der visuellen Ebene, die alleine schon zum mehrmaligen Ansehen einlädt, sind es besonders das Drehbuch und die Schauspieler, die den Unterhaltungswert derart in die Höhe treiben, dass man das Gefühl bekommt, sich an diesem Film gar nicht sattsehen zu können. Wer mit den Filmen von Wes Anderson bislang wenig anfangen konnte, der wird diese Lobpreisungen garantiert nicht nachvollziehen können. Wer aber schon die früheren Filme des Regisseurs mochte, der wird diese Komödie ganz bestimmt lieben. Und dafür gibt es dann auch ein mehr als verdientes: Absolut sehenswert!!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Grand Budapest Hotel (Großbritannien/Deutschland 2013)"
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