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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 – Blu-Ray

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 – Blu-Ray

UK/USA 2010 - mit Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Ralph Fiennes, Helena Bonham Carter, Alan Rickman ...

Filminfo

Originaltitel:Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 2
Genre:Abenteuer, Fantasy
Regie:David Yates
Verkaufsstart:18.11.2011
Produktionsland:UK/USA 2010
Laufzeit:ca. 130 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Anzahl der Disc:2
Sprachen:Deutsch, Französisch, Italienisch, Niederländisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio)
Untertitel:Deutsch, Englisch, Italiensich, Französisch, Kroatisch, Niederländisch, Slowenisch, Hebräisch
Bildformat:16:9 (2.40:1)
Extras:Maximum Movie Mode, Fokus Punkte, Interview, Featurettes, Nicht verwendete Szenen
Label:Warner Home Video Germany
Webseite:www.harrypotter.de
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Amazon Link : Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 – Blu-Ray

Film: Nach zehn Jahren heißt es nun Abschied nehmen. Denn mit "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2" kam im Frühsommer 2011 der definitiv letzte Teil um die Abenteuer des Zauberschülers in unsere Kinos. Nachdem die erfolgreiche Buchreihe bereits 2007 zu Ende gegangen ist, blieb der Kino-Harry den Fans noch etwas mehr als drei Jahre erhalten. Doch jetzt ist endgültig Schluss! Doch bevor jetzt die kollektive Trauer ausbricht, dürfen sich Fans erst noch einmal richtig freuen. Denn das Finale von "Harry Potter" ist schlicht und ergreifend genial und ein mehr als würdiger Abschluss der großartigen Film-Saga.

Harry (Daniel Radcliffe), Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) sind auch nach den dramatischen Ereignissen aus "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1" auf der Suche nach den letzten Horkruxen, in denen Lord Voldemort Teile seiner Seele aufbewahrt. Harry weiß, dass er den dunklen Lord nur dann endgültig besiegen kann, wenn er alle Horkruxe zerstört hat. Doch die Zeit drängt, denn Voldemort hat den Elderstab, eines der legendären Heiligtümer des Todes, gefunden und ist nun bereit, Harry endgültig zu töten. Während der dunkle Magier seine Truppen vor den Toren von Hogwarts versammelt, um zum finalen Schlag auszuholen, muss sich Harry seiner bislang schwersten Prüfung stellen – eine Prüfung, die viele Opfer fordern wird...

"Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2" ist ein im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubendes Finale. Während es in den ersten sieben Filmen immer wieder längere ruhige und auch amüsante Momente gab, ist der letzte Teil fast durchweg rasant, düster, blutig und sehr emotional. David Yates, der seit seinem Potter-Einstand mit "Der Orden des Phoenix" deutlich gereift ist, hat einige wahrhaft magische Kinomomente geschaffen, die diese großartige Geschichte mehr als angemessen zu Ende bringt.

Dabei ist es ihm besonders gut gelungen, große Emotionen zu erzeugen, ohne zu kitschig zu werden oder die bewegenden Momente des Finales zu sehr auszuschlachten. Wer das Buch kennt, weiß, dass der Kampf in Hogwarts einige Opfer kostet und dass einige liebgewordene Figuren ihr Leben lassen müssen. Diese Szenen setzt Yates sehr sensibel um, wird ihrer emotionalen Kraft voll und ganz gerecht, obwohl er sie eigentlich nur im Vorbeigehen abhandelt. Einem Tod aber wird etwas mehr Zeit gewidmet, was für einen der großartigsten schauspielerischen Momente der ganzen Reihe sorgt. Der Charakter dieser Figur (Fans werden sicherlich wissen, von wem hier die Rede ist, ich möchte es aber an dieser Stelle trotzdem nicht verraten) wandelt sich in nur wenigen Augenblicken völlig, was Dank ihres hervorragenden Darstellers für mehr als eine Gänsehaut sorgt. Hier wird einmal mehr deutlich, dass die "Harry Potter" nicht nur großes Unterhaltungskino waren und Fantasy-Futter fürs Auge zu bieten haben, sondern dass hier auch großen Wert auf schauspielerisches Können gelegt worden ist.

Emotionale Höhepunkte wie diesen hat der Film in Hülle und Fülle zu bieten. Etwa, wenn Minerva McGonagall und die anderen Lehrer von Hogwarts die Schule mit einem magischen Kraftfeld zu schützen versuchen, was visuell umwerfend dargestellt ist, oder wenn Neville Longbottom Voldemort heldenhaft entgegen tritt, wenn Harry Ginny nur mit einem Blick seine Liebe gesteht oder wenn er einen Blick in die Vergangenheit seiner Eltern werfen darf. Aber die Emotionen der Fans werden auch dann Achterbahn fahren, wenn immer wieder Verweise auf ältere Filme eingestreut werden, gleichzeitig aber gerade dadurch deutlich wird, wie sehr sich das Harry Potter Universum im Lauf der Jahre verändert hat.

Alexandre Desplats großartige Musik fügt sich da perfekt ein. Denn auch er webt immer wieder bekannte Themen, gerade die, die John Williams für die ersten Filme komponiert hat, in seinen Klangteppich ein und macht so den Abschied auch in musikalischer Hinsicht bittersüß. Es gibt einen Moment nach der ersten Attacke von Voldemorts Schergen auf Hogwarts, die gerade durch Desplats Score beinahe zu Tränen rührt. Auch wenn sich viele Fans gewünscht hätten, dass John Williams für das Finale noch einmal zu der Reihe zurückkehrt, so kann doch mit Fug und Recht behauptet werden, dass Alexandre Desplat die übergroßen Fußstapfen des legendären Williams durchaus auszufüllen weiß und dem Komponisten und seiner Arbeit im Finale auf würdevolle Art Tribut zollt.

Die Sets, die Spezialeffekte, das Make Up, die Kostüme und die Choreographie des Kampfgetümmels, in jedem Bereich wurde noch einmal Großartiges abgeliefert. Man spürt, dass die Macher genau gewusst haben, was sie den Fans schuldig sind. Und auch, dass sie im Laufe von einem Jahrzehnt tief in das von J.K. Rowling erschaffene Universum eingetaucht sind. Es ist ihnen gelungen, die Zuschauer in eine andere Welt zu entführen, in der man sich trotz aller Magie doch irgendwie zu Hause fühlt. Es ist schön, wenn der Abschied aus einer solchen Traumwelt derart gelungen und angemessen ausfällt, wie das bei "Harry Potter" der Fall ist.

Es gäbe noch so viel mehr über dieses Finale zu sagen. Etwa über die großartige Leistung von Ralph Fiennes, der in einigen Nahaufnahmen wirklich zum Fürchten aussieht. Oder über die zur Höchstform auflaufende Helena Bonham Carter, die besonders als von Hermine durch Vielsafttrank verkörperte Bellatrix für einen der wenigen humorvollen Momente des Films sorgt. Über den großartig ausgestatteten Raum der Wünsche oder über die letzte Szene zwischen Harry, Ron und Hermine in den Trümmern von Hogwarts. Doch statt hier noch zu sehr ins Detail zu gehen, bleibt mir nur noch, allen Fans der Reihe diesen letzten Teil wärmstens ans Herz zu legen und mich von einer liebgewonnenen Filmserie zu verabschieden. Zwar wird es mit Sicherheit auch in Zukunft viele magische Kinomomente geben, doch "Harry Potter" war und ist einfach etwas ganz Besonderes. Und das sollten Sie jetzt unbedingt ein letztes Mal genießen!

Neben der 2D Variante erscheint natürlich auch eine 3D Version des Films, die zusammen mit der 3D Konvertierung von Teil 1 in einer Box zu haben ist.

Bild + Ton: Technisch liegt auch der letzte Teil der "Harry Potter"-Saga wieder auf sehr gutem Niveau. Das Bild ist zwar, wie das auch schon bei Teil 1 der Fall war, wieder mitunter sehr dunkel, aber Dank der guten Schwarzwerte und Kontraste ist auch hier die Detaildarstellung mehr als zufriedenstellend. Auch ansonsten kann das sehr saubere Bild mit einem hohen Schärfegrad begeistern, weshalb es hier kaum einen echten Grund zur Klage gibt. Auch der Sound liegt wieder auf ganz hohem Niveau, wobei besonders die englische DTS-HD Master Audio Mischung es richtig schön krachen lässt. Auch wenn der deutsche Dolby Digital 5.1 Mix da nicht ganz mithalten kann, liegt auch hier das tonale Geschehen auf sehr gutem Niveau!

Extras: Die Doppel-Disc Blu-Ray hat einige schöne Extras zu bieten. Los geht es mit dem Maximum Movie Mode. Hier wird der Film von verschiedenen Darstellern und Machern moderiert, es gibt immer wieder kurze Making of Clips zu sehen, genauere Analysen bestimmten Szenen und Effekte oder geschnittene Szenen an den Stellen, an denen sie aus dem Film entfernt wurden. So verlängert sich auch die Laufzeit des Films in diesem Modus um knapp 30 Minuten. Die acht Fokus Punkte, Mini-Making ofs zu bestimmten Aspekten, lassen sich natürlich auch unabhängig vom Maximum Movie Mode ansehen. Die erste Blu-Ray hat zudem noch ein paar kurze Gedanken zum Abschied von der Serie von einigen Darstellern und Crewmitgliedern zu sehen. Gut!

Auf der zweiten Disc begeistert besonders die knapp 45minütige Dokumentation "Als Harry Hogwarts verließ". Hier wird ein sehr unterhaltsamer, aber auch etwas wehmütiger Blick auf die letzten Drehtage geworfen. Erfreulich werbefrei kommen hier Darsteller, aber auch viele Macher hinter den Kulissen zu Wort und werden bei ihrer Arbeit beobachtet. Im Falle der Schauspieler schließt das oft auch lange Warterei ein, die in den Garderoben oder Wohnwagen der Schauspieler verbracht werden. Was diese schöne Dokumentation sehr deutlich macht, ist, wie familiär die Atmosphäre an den Sets im Laufe der zehn Jahre geworden ist. Unterhaltsam, emotional und sehr interessant – und deshalb absolut sehenswert!

Des weiteren hat die zweite Disc noch ein ausführliches Gespräch zwischen Hauptdarsteller Daniel Radcliffe und Autorin J.K. Rowling (ca. 53 Min.), ein sehenswertes Special über die Goblins von Gringotts (ca. 10 Min.), ein paar kurze geschnittene Szenen (ca. 6 Min.), sowie eine Kurzdokumentation über "Die Frauen von Harry Potter" (ca. 20 Min.), ein Ausblick auf die Londoner Studio Tour, die Fans ab Frühjahr 2012 besuchen können, sowie eine Vorstellung des Webportals "Pottermore" zu sehen. Ein insgesamt großartiges Bonuspaket!

Fazit: "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2" ist ein würdiges Finale einer großartige Fantasy-Saga, das sich auf Blu-Ray in erstklassiger technischer Umsetzung präsentiert und einige sehr sehenswerte Extras mit an Bord hat. Besonders der Maximum Movie Mode und die schöne Dokumentation "Als Harry Hogwarts verließ" machen den Kauf der Blu-Ray absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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