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Dezember 2018
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Heute bin ich blond

Heute bin ich blond

Deutschland/Belgien 2013 - mit Lisa Tomaschewsky, Karoline Teska, David Rott, Peter Prager, Maike Bollow, Alice Dwyer u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Drama, Tragikomödie
Regie:Marc Rothemund
Kinostart:28.03.2013
Produktionsland:Deutschland/Belgien 2013
Laufzeit:ca. 116 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.heute-bin-ich-blond.de/
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Als Sophie van der Stap 2005 mit gerade einmal 21 Jahren die erschütternde Diagnose bekam, dass sie an einer seltenen und sehr aggressiven Form von Krebs erkrankt sei, war dies für die lebenslustige Frau der Beginn einer von Qualen und Angst vor dem Tod geprägten Zeit. Es war aber auch ein neuer Anfang, der Sophie das Leben von einer ganz neuen Seite präsentierte. Anstatt sich ihrer Krankheit völlig zu ergeben, beschloss die junge Frau, ihren Alltag im Krankenhaus zunächst in einem Blog aufzuarbeiten, aus dem später, nachdem sie den Krebs erfolgreich besiegt hatte, ein Buch werden sollte, das weltweit große Erfolge feiern konnte. Basierend auf diesem Bestseller hat Regisseur Marc Rothemund nun eine Tragikomödie gedreht, die der bewegenden Geschichte von Sophie van der Stap zwar nicht wirklich gerecht wird, die aber dank einer guten Hauptdarstellerin und einiger sehr gelungener Momente über weite Strecken überzeugen kann.

In "Heute bin ich blond" spielt Lisa Tomaschewsky die angehende Studentin Sophie, die sich schon darauf freut, endlich mit ihrer besten Freundin Annabel (Karoline Teska) in eine WG zu ziehen, das Großstadtleben zu genießen, Neues zu lernen, zu feiern und vielleicht auch die Liebe zu finden. Doch diese Träume werden jäh zerstört, als Sophie plötzlich krank wird und eine schreckliche Diagnose erhält. Krebs! Statt eines neuen Lebens sieht sich die 21jährige plötzlich mit dem Tod konfrontiert. Ihr neues Zuhause wird ein karges Krankenzimmer, die aggressive Behandlung ihr qualvoller Alltag. Doch es gibt noch so viel, was Sophie erleben möchte, und sie wird sich verdammt nochmal nicht von einer Krankheit davon abhalten lassen. Mit einer ganzen Reihe von Perücken ausgestattet schafft es Sophie, sich immer wieder für kurze Momente aus ihrem Krankenhausalltag zu verabschieden und ihre Krankheit zu vergessen. Wilde Partynächte lassen das Mädchen regelrecht aufblühen, schaden aber gleichzeitig auch ihrer Gesundheit. Dennoch will es sich Sophie nicht verbieten lassen, zu leben und so stellt sie sich mit voller Kraft und mit viel Mut ihrer Krankheit entgegen…

Nach der sehr leichten Romantikkomödie "Mann tut was Mann kann" geht Marc Rothemund bei "Heute bin ich blond" mit deutlich mehr Ernsthaftigkeit an die Geschichte heran. Allerdings vermeidet er durch den gezielten Einsatz von auflockernder Komik, aus dem Drama einen reinen Betroffenheitsfilm zu machen. Vielmehr erlaubt er seinen Zuschauern, nicht nur mit Sophie mitzuleiden, sondern auch mit ihr zu lachen und auch ein wenig Romantik empfinden zu können. Diese Mischung sorgt dafür, dass der Film trotz seiner Thematik gute Unterhaltung bietet und nicht von seiner dramaturgischen Schwere erdrückt wird.

Bei den Darstellern, allen voran Lisa Tomaschewsky, hat Rothemund ein sehr gutes Händchen bewiesen. Das Spiel der Newcomerin wirkt angenehm natürlich und unverbraucht und verleiht der Geschichte eine gewisse Authentizität, die sich erfolgreich gegen die zahlreich eingesetzten Klischees behaupten kann. Leider können nicht alle Aspekte des Films gleichermaßen überzeugen. Das gilt ganz besonders für einige Teile des Drehbuchs, die im direkten Vergleich zu den sehr gelungenen Momenten äußerst Soap-artig wirken und die Tiefe vermissen lassen, die in anderen Szenen zu spüren ist. Zudem zieht sich die Geschichte gegen Ende hin zu sehr, um den Zuschauer wirklich noch fesseln zu können. Die letzte Szene ist zwar in ihrer Funktion als Klammer durchaus sinnvoll, dennoch wirkt sie irgendwie überflüssig und nimmt der vorangegangenen Szene, die als Ende sehr viel besser funktioniert hätte, viel von ihrer Kraft.

So ist "Heute bin ich blond" insgesamt leider nicht der starke Film geworden, der er aufgrund der ihm zu Grunde liegenden Geschichte hätte sein können. Doch die guten Darsteller, die einnehmende Mischung aus Humor und Drama und einige durchaus bewegende Momente machen das Ganze am Ende für Freunde von deutschen Dramen der etwas leichtfüßigeren Art: durchaus sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Heute bin ich blond (Deutschland/Belgien 2013)"
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