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Kokowääh 2 - DVD

Kokowääh 2 - DVD

Deutschland 2012 - mit Til Schweiger, Emma Schweiger, Jasmin Gerat, Samuel Finzi, Matthias Schweighöfer u.a

Filminfo

Genre:Komödie
Regie:Til Schweiger
Verkaufsstart:30.08.2013
Produktionsland:Deutschland 2012
Laufzeit:ca. 117 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Englisch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:Outtake, Musikvideos, Scherzvideo, Trailer
Regionalcode:2
Label:Warner Home Video Germany
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Amazon Link : Kokowääh 2 - DVD

Film: Das Leben von Drehbuchautor Henry (Til Schweiger), seiner zehnjährigen Tochter Magdalena (Emma Schweiger), seiner Freundin Katharina (Jasmin Gerat) und dem gemeinsamen Baby Louis hatte sich gerade ein wenig normalisiert, als das Chaos die kleine Patchwork-Familie wieder heimsucht. Denn nicht nur, dass die Spannungen zwischen Henry und Katharina von Tag zu Tag derart zunehmen, dass sie aus der gemeinsamen Wohnung auszieht, um endlich in Ruhe ihr neues Buch schreiben zu können. Ausgerechnet jetzt meldet sich dann auch noch Magdalenas Kuckucksvater Tristan (Samuel Finzi) mit einer Hiobsbotschaft bei dem Paar: er hat all seine Ersparnisse verloren und muss nun bei Henry einziehen. Klar, dass die beiden Männer da schon aufgrund ihrer völlig unterschiedlichen Erziehungsmethoden immer wieder aneinander geraten. Dass sich Magdalena inmitten dieses familiären Chaos dann auch noch zum ersten Mal verliebt, macht die Sache für ihre Väter nicht gerade einfacher…

Wie schon bei "Keinohrhase" und "Zweiohrküken" hat Til Schweiger auch für die beiden Teile von "Kokowääh" wieder das exakt gleiche Plakatmotiv gewählt. Lediglich die "2" hinter dem Titel verrät, dass es sich hierbei um unterschiedliche Filme handelt. Das mag man als ziemlich dreiste Einfallslosigkeit abtun, kann es aber auch als erfrischende Ehrlichkeit deklarieren. Denn so macht Schweiger seinen Zuschauern gleich von vornherein klar, was sie hier geboten bekommen: mehr von dem, was sie in Teil 1 gesehen haben – und damit genau das, was sie auch sehen wollen. Weder stilistisch, noch dramaturgisch betritt die Fortsetzung des Kinoerfolgs von 2011 Neuland. Die von Sepia-Tönen dominierte Optik, der das Geschehen oftmals ein wenig penetrant überlagernde Soundtrack, gegen den die Protagonisten dann regelrecht anschreien müssen und das gerade in den humorvollen Szenen nicht gerade subtile Spiel der Darsteller, bei dem immer wieder auf zu überzogene Mimik und Gestik gesetzt werden, all das sind mittlerweile eigentlich Markenzeichen einer typischen Til Schweiger-Komödie. Und natürlich findet sich auch all das bei "Kokowääh 2" wieder.

Zum Teil sind diese Markenzeichen natürlich Dinge, die sich leicht kritisieren lassen. Wenn Schweiger etwa auf den so beliebten "Das Baby pinkelt beim Windelwechseln den Papa voll"-Gag zurückgreift und Samuel Finzi das mit fast schon hysterischem Gelächter kommentiert, dann ist man als Kritiker schnell geneigt, das als puren und einfallslosen Klamauk abzutun. Gleiches gilt für Szenen, in denen Schweiger nach bestimmten Gags noch so lange die Reaktionen der Protagonisten oder beteiligter Komparsen einfängt, bis auch der Letzte begriffen hat, dass es hier zu lachen gilt. Doch auf der anderen Seite kann Schweiger nicht abgesprochen werden, dass er sich sehr gut darin versteht, seinem Publikum zu geben, was es sehen will.

Und immerhin scheint er bei einem Millionenpublikum damit genau ins Schwarze zu treffen. Seine Fans lieben die Geschichten, die er erzählt und die Art und Weise, auf die er seine Filme inszeniert. Daran kann man so viel kritisieren, wie man möchte – solange es den Zuschauern gefällt und sie in Scharen die Kinos strömen, wird sich Til Schweiger kaum um die negativen Stimmen kümmern und weiter den gewohnten und sehr erfolgreichen Weg gehen. Das Einzige, was dabei eigentlich wirklich schade ist, dass er damit viel Potential verschenkt – sein eigenes und das seiner meist wirklich guten Co-Stars. Denn als Regisseur hat Til Schweiger wirkliches Talent, wenn es um schöne Bilder von internationalem Format geht. Etwas mehr dramaturgische Tiefe und etwas weniger Fäkal-Humor würden seine Filme deutlich aufwerten. Und wenn er seinen Schauspielern erlauben würde, das Spiel mit der Mimik ein wenig herunterzufahren und das Ganze etwas sensibler anzugehen, dann würden mit Sicherheit viele der Kritiker ganz schnell verstummen (wie etwa bei dem wirklich schönen "Keinohrhasen").

So lässt sich über "Kokowääh 2" abschließend sagen, dass es in erster Linie ein Film für Fans ist. Zuschauer, die Til Schweiger und seine Filme nicht mögen, werden sich in all ihren Vorurteilen bestätigt fühlen. Wer ihn aber liebt, wird auch von dieser Komödie wieder bestens unterhalten. Ein herrlich überdreht-selbstironischer Matthias Schweighöfer und einige gelungene Momente zwischen Henry und Tristan trösten dann auch darüber hinweg, dass die Fortsetzung etwas weniger charmant ist, als der Vorgänger und sich noch öfter an eher platten Gags bedient, als das emotionale Potential der Geschichte voll auszuschöpfen. Daher gibt es auch nur ein ganz klar an Til Schweiger Fans gerichtetes: Sehenswert!

Bild + Ton: Die für Til Schweigers Filme mittlerweile typisch verfremdete, sehr warme Farbgebung kommt auf der DVD gut zur Geltung. Das Bild ist zudem sehr sauber und die Gesamtschärfe liegt auf einem gutem bis sehr gutem Niveau. Auch der Dolby Digital 5.1 Mix kann überzeugen. Dass die Musik mitunter etwas laut abgemischt ist, gehört dabei ebenfalls zu den gerne eingesetzten Stilmitteln von Til Schweiger und sollte daher auch nicht als negativ bewertet werden (zumindest nicht in technischer Hinsicht).

Extras: Als Bonus hat die DVD nur ein kurzes Outtake von Emma & Til (ca. 1:05 Min.), zwei Musikvideos von The Script (ca. 3:22 Min.) und dem Disco Ensemble (ca. 3:39 Min.), sowie zwei Trailer und ein amüsantes Scherzvideo (ca. 6:23 Min.) zu bieten. Wer mehr Extras sehen möchte, der muss zur Blu-Ray greifen, die zudem noch ein Making of, Behind the Scenes Featurettes und einen Teamfilm mit an Bord hat. Insgesamt hat die Blu-ray Disc damit etwa 45 Minuten mehr an Bonusmaterial zu bieten, als die DVD.

Fazit: Mit "Kokowääh 2" wird Til Schweiger sicherlich keine neuen Fans gewinnen. Den meisten seiner vielen treuen Fans dagegen bietet er wieder einmal genau das, was sie sehen möchten. Das ist mal niedlich, nett und amüsant, dann wieder geht das Ganze zu sehr in Richtung Klamauk und bedient sich dabei allzu abgestandener Zoten. Auch wenn der Charme von Teil 1 nicht ganz erreicht wird, kommen solche Zuschauer, die den Schauspieler/Regisseur Til Schweiger und seine Komödien mögen, voll und ganz auf ihre Kosten. Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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