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September 2018
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Layla Fourie

Layla Fourie

Südafrika/Deutschland/Frankreich 2013 - mit Rayna Campbell, August Diehl, Rapule Hendricks, Terry Norton u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Layla Fourie
Genre:Drama
Regie:Pia Marais
Kinostart:04.07.2013
Produktionsland:Südafrika/Deutschland/Frankreich 2013
Laufzeit:ca. 112 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.realfictionfilme.de
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Als schwarze, alleinerziehende Mutter in Johannesburg hat es Layla Fourie (Rayna Campbell) nicht leicht. Jeder Tag ist ein neuer Kampf, um Kane (Rapule Hendricks) ein geordnetes Leben bieten zu können und ihn davor zu bewahren, in die Kriminalität abzurutschen. Ein neuer Job könnte Layla diesen Kampf erheblich erleichtern. Für eine große Firma soll sie Lügendetektortests durchführen. Ihr erster Auftrag führt sie zu einem großen casinokomplex, der allerdings viele Stunden weit entfernt ist. Da sie Kane nirgendwo unterbringen kann, muss sie ihren Sohn wohl oder übel mitnehmen – kein guter Einstieg in den so wichtigen Job. Auf der Fahrt durch die Nacht verursacht Layla einen tragischen Unfall, bei dem ein Mann schwer verletzt wird. Zunächst versucht sie, ihm zu helfen und ihn ins Krankenhaus zu fahren. Doch als sie dort ankommt, ist es schon zu spät – der Mann ist gestorben. In ihrer Panik beschließt Layla, den Unfall zu vertuschen und die Leiche des fremden Mannes verschwinden zu lassen. Ihrem kleinen Sohn muss sie dazu bringen, das, was er gesehen hat, für sich zu behalten. So baut sie ein Lügengerüst auf, das von Anfang an auf sehr wackeligen Beinen steht. Doch als sie im Casino Eugene Piennar (August Diehl), den Sohn des Unfallopfers, kennen lernt, droht sie endgültig von ihrer Schuld erschlagen zu werden….

"Layla Fourie" ist ein sehr ruhig erzähltes Drama um Schuld und Sühne, in dem sich eine wahrheitsliebende Frau selbst in ein Netz aus Lügen verstrickt. Ob aus reiner Panik oder aus der Angst, sich nicht mehr um ihren Sohn kümmern zu können, spielt dabei keine Rolle. Nach ihrer Entscheidung, den Tod des Mannes, den sie verschuldet hat, zu vertuschen, kann Layla nicht mehr anders, als diese Lüge immer weiter zu spinnen und sich immer tiefer in den Abgrund zu ziehen. Jede Entscheidung, die sie fortan trifft, scheint von dieser Lüge beeinflusst, so dass nie wirklich klar wird, wie sie wirklich zu Eugene steht oder ob ihre eigentliche Angst mehr ihrem  eigenen Schicksal oder dem ihres Sohnes gilt.

Hin und hergerissen zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Schuld und Hoffnung, muss Layla nach außen hin den Schein wahren – und das ist nahezu unmöglich. Rayna Campbell verkörpert diese Figur und ihren inneren Kampf ganz großartig, wovon die sehr getragen inszenierte südafrikanisch-deutsch-französisch-niederländische Co-Produktion auch eindeutig profitiert. Campbells Spiel zieht den Zuschauer in seinen Bann, was dann auch über einige Längen hinwegtröstet – vorausgesetzt, es besteht ohnehin ein Faible für etwas sperrig erzähltes Arthaus-Kino.

An Campbells Seite liefern auch August Diehl und ganz besonders der kleine Rapule Hendricks sehr gute Darstellungen ab. Das gepaart mit der interessanten und an sich auch spannenden Thematik der Geschichte macht "Layla Fourie" sehr sehenswert, obgleich der potentielle Unterhaltungswert immer wieder von der schwermütigen und sehr zähen Inszenierung geschmälert wird. Wer sich daran nicht stört und Programmkinokost der etwas tristeren Art schätzt, für den ist dieses Drama durchaus noch sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Layla Fourie (Südafrika/Deutschland/Frankreich 2013)"
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