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Magic Magic - DVD

Magic Magic - DVD

Chile/USA 2013 - mit Juno Temple, Emily Browning, Michael Cera, Catalina Sandino Moreno ...

Filminfo

Originaltitel:Magic Magic
Genre:Drama, Thriller
Regie:Sebastián Silva
Verkaufsstart:26.06.2014
Produktionsland:Chile/USA 2013
Laufzeit:ca. 93 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.40:1)
Extras:Making of, Trailer
Regionalcode:2
Label:Koch Media
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Amazon Link : Magic Magic - DVD

Inhalt: Eigentlich sollte der Urlaub in Chile bei ihrer Cousine Sarah (Emily Browning) die schüchterne Alicia (Juno Temple) ein wenig aus ihrem Schneckenhaus locken und ihr die Augen für die Möglichkeiten, die ihr die Welt bietet, öffnen. Doch Alicias Begeisterung hält sich in Grenzen, zumal sie sich nach einem extrem anstrengenden Flug auch noch für eine lange Fahrt zu der kleinen Urlaubsinsel mit Sarahs merkwürdigen Freunden ins Auto setzen soll. Als ihre Cousine dann auch noch für eine wichtige Klausur an der Uni bleiben muss und erst einen Tag später nachkommen will, entwickelt sich der Urlaub für Alicia endgültig zur Tortur. Quälende Schlaflosigkeit zerrt dabei ebenso an ihren Nerven wie die offene Ablehnung von Bárbara (Catalina Sandino Moreno) und das allzu aufdringliche Verhalten von Brink (Michael Cera). Mehr und mehr verfällt die junge Frau der Überzeugung, dass sie auf der abgelegenen Insel ernsthaft in Gefahr ist. Doch als für sie die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit mehr und mehr verwischen, könnte eher sie diejenige sein, die für die kleine Gruppe zur Gefahr wird…

Es gelingt Regisseur Sebastián Silva ("La Nana – Die Perle") sehr gut, die idyllische Landschaft der kleinen chilenischen Insel, auf der die Geschichte spielt, mehr und mehr bedrückend und bedrohlich erscheinen zu lassen und so eine extrem dichte Atmosphäre zu kreieren, von der man unweigerlich gefangen genommen wird. Dennoch ist "Magic Magic" insgesamt eher sperrige Kost, die mit ihrer Gradwanderung zwischen Wahn und Wirklichkeit den Zuschauer mehr und mehr fordert. Denn je weiter sich Alicia in ihre Angstzustände und Wahnvorstellungen verliert, desto mehr entfernt sich der Film auch von einer klar erkennbaren narrativen Struktur. Der Zuschauer muss für sich selbst entscheiden, was er für Realität und was für eine Ausgeburt von Alicias verwirrter Psyche hält. Das ist auf der einen Seite ungemein spannend, auf der anderen Seite aber auch etwas anstrengend.

Die Darsteller liefern allesamt starke Leistungen ab, was aber durch die Tatsache, dass die Figuren allesamt keine großen Sympathieträger sind, ein wenig in den Hintergrund gedrängt wird. Das größte Problem hierbei ist die Figur der Alicia. Es wäre vielleicht effektiver gewesen, sie zu Beginn noch mit etwas mehr Normalität auszustatten und sie erst später nach und nach an den Rand des Wahnsinns zu führen. So aber wirkt die junge Frau vom ersten Moment an leicht hysterisch und zerrt schnell an den Nerven der Zuschauer. Und auch der sehr aufdringliche Brink und die ständig übellaunige Bárbara sind nicht gerade Figuren, mit denen man viel Zeit verbringen möchte.

Man sollte also im Vorfeld wissen, worauf man sich bei "Magic Magic" einlässt. Silva hat keinen gradlinigen Psycho-Thriller, kein auf reine Unterhaltung ausgerichtetes Spannungskino inszeniert, sondern einen verstörenden Trip in die Abgründe einer gepeinigten Seele. Was Alicia so verstört hat, was der Grund für ihre Schlaflosigkeit und ihre Wahnvorstellungen ist, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es darum, dem Zuschauer das beklemmende Gefühl des völligen Unvermögens, die Realität als solche noch zu erkennen, zu vermitteln. Und das gelingt dem Thriller richtig gut.

Wer also mit den richtigen Erwartungen an die düstere Geschichte herangeht, der bekommt hier ein bedrückendes Stück Spannungskino mit einer faszinierenden Atmosphäre und einer mitreißenden Bildsprache geboten. Wer dagegen eher gradlinige Kost erwartet, den könnte das Ganze spätestens nach der Hälfte des Films ziemlich auf die Nerven gehen. Daher gilt: mit kleinen Vorbehalten absolut sehenswert!    

Bild + Ton: Die technische Qualität der DVD fängt die beklemmende Atmosphäre des Films sehr gut ein. Sowohl die Farbgebung, als auch die Bildschärfe sorgen dafür, dass sich in der trügerischen Idylle der kleinen Insel trotz malerischer Motive eine düstere, unheilvolle Grundstimmung entfalten kann. Auch der Ton trägt dazu bei, dass sich diese Atmosphäre im Heimkino entfalten kann, indem das gelungene Sounddesign des Films sehr gut auf Dialoge und Musik abgestimmt wurde und auf zurückhaltende, aber sehr effektive Art etwas Bewegung in den Surround-Bereich bringt. Gut!

Extras: Als Bonus hat die DVD neben dem Trailer noch ein Making of (ca. 16 Min.) im Angebot, das einen kurzen, dabei angenehm werbefreien Blick auf den Dreh und die Geschichte wirft. Nicht wirklich tiefgründig, für interessierte Zuschauer aber durchaus sehenswert!  

Fazit: "Magic Magic" ist ein atmosphärischer Psychothriller, der mit guten Darstellern und einer mitreißenden Bildsprache überzeugen kann. Die Geschichte selbst wird nach einem eher getragenen Anfang zum Ende hin immer verworrener, so dass der Zuschauer selbst wie die Hauptfigur Alicia nicht mehr ganz sicher sein kann, ob das Ganze Realität ist oder sich doch eher in Alicias angeschlagener Psyche abspielt. Der Thriller mutiert hier mehr und mehr zu einem verstörenden Trip, der den Zuschauer auf mehreren Ebenen fordert. Wer sich darauf einlassen kann, der bekommt hier ein bedrückendes Stück Spannungskino der ungewöhnlicheren Art geboten. Wer dagegen eher gradlinige Kost erwartet, den könnte das Ganze spätestens nach der Hälfte des Films ziemlich auf die Nerven gehen. Die DVD ist technisch gut umgesetzt, das Bonusmaterial ist übersichtlich, aber nicht uninteressant. Insgesamt gibt es dafür ein klares: Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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