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Juni 2018
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Mama

Mama

Spanien/Kanada 2012 - mit Jessica Chastain, Nikolaj Coster-Waldau, Megan Charpentier, Isabelle Nélisse u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Mama
Genre:Horror, Thriller, Mystery
Regie:Andres Muschietti
Kinostart:18.04.2013
Produktionsland:Spanien/Kanada 2012
Laufzeit:ca. 100 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.mama-derfilm.de
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Seitdem Jeffrey (Nikolaj Coster-Waldau) seine Geschäftspartner und seine Frau ermordet und seine Kinder entführt hat, ist der Mann spurlos verschwunden. Das war 2008. Auch fünf Jahre später hat Jeffreys Zwillingsbruder Lucas (ebenfalls Nikolaj Coster-Waldau) die Hoffnung nicht aufgegeben, dass seine beiden Nichten noch am Leben sind. Und tatsächlich werden Victoria (Megan Charpentier) und Lilly (Isabelle Nélisse) eines Tages in einer verlassenen Waldhütte gefunden. Die beiden Mädchen sind völlig verwildert und verhalten sich kaum noch menschlich. Nachdem sie eine intensive Therapie wieder ins Leben zurückgeholt hat, beschließen Lucas und seine Freundin Annabel (Jessica Chastain), die Mädchen bei sich aufzunehmen. Während sich Lucas sehr darüber freut, seinen Nichten so etwas wie ein Vater sein zu können und sich gerade Victoria immer normaler zu verhalten scheint, traut Annabel dem Frieden nicht. Sie hört merkwürdige Geräusche und beobachtet ein seltsames Verhalten bei Lilly. Doch selbst, als es zu einem furchtbaren Unfall kommt, ahnt die junge Frau noch nicht, welchen Schrecken die Mädchen mit ins Haus gebracht haben…

"Mama" basiert auf einem nur 3 Minuten langen Kurzfilm von Andres Muschietti aus dem Jahr 2008. Diese drei Minuten haben aber ausgereicht, um die Aufmerksamkeit von Guillermo Del Toro ("Pan`s Labyrinth", "Hellboy") zu wecken, der sich schnell für die Idee einer Spielfilmversion begeisterte. Und so bekam Muschietti mit der prominenten Unterstützung von Del Toro die Gelegenheit, mit "Mama" nicht nur sein Spielfilm-, sondern gleichzeitig auch sein Hollywood-Debüt zu drehen. Das Ergebnis ist ein atmosphärischer Horror-Thriller, der besonders in der ersten Hälfte mit einer unheimlichen Grundatmosphäre, gekonnt eingesetzten Schockeffekten und einem großartigen Sounddesign für wohlige Gänsehaut sorgt.

Da sich Muschietti hier noch auf eher klassische Gruseleffekte wie Schatten und unheimliche Geräusche konzentriert, funktioniert die etwas merkwürdige Geschichte zu Beginn richtig gut. Die einnehmende Kameraarbeit des Mexikaners Antonio Riestra und der stimmungsvolle Soundtrack von Fernando Velázquez ("Das Waisenhaus") unterstreichen den zurückhaltenden, aber gerade dadurch effektiven Horror, der nahezu komplett unblutig ausfällt. Die guten Kinderdarsteller und Jessica Chastain ("Zero Dark Thirty"), der ihr düsterer Look erstaunlich gut steht, sorgen dafür, dass der Film auch schauspielerisch überzeugen kann, was für dieses Genre wahrlich keine Selbstverständlichkeit ist.

Es wäre so schön, wenn sich von "Mama" sagen ließe, dass der Film bis zum Ende funktioniert. Das ist leider nicht der Fall. Denn ab dem Moment, in dem der Zuschauer den ersten Blick auf die computeranimierte Mama werfen darf, fällt die Spannungskurve steil ab. Trotz vieler Beispiele ist es zu den Machern von Gruselfilmen leider anscheinend immer noch nicht durchgedrungen, dass CGI-Geister einfach nicht unheimlich sind und in vielen Fällen sogar regelrecht lächerlich wirken. Und da ist leider auch die fürsorgliche Horror-Nanny aus dem Wald keine Ausnahme. Zwar wirkt Mama zum Glück nicht total lächerlich, aber dennoch zerstört ihre allzu offensichtliche Pixel-Erscheinung nahezu die gesamte Spannung, die in den ersten 80 Minuten so sorgfältig und effektiv aufgebaut worden ist.

Mit dem richtigen Ende hätte dieses Manko vielleicht noch ausgebügelt werden können. Doch diese Chance lässt Muschietti vollkommen ungenutzt. Stattdessen präsentiert er ein grausiges Kitsch-Finale, das gerade durch die letzten Sekunden einfach nur unfreiwillig komisch wirkt. Es ist klar, dass es der Regisseur darauf angelegt hatte, ein in gewisser Weise trauriges und sehr berührendes Ende zu präsentieren. Doch das ist ihm leider so gar nicht gelungen. Schade!

So ist "Mama" leider am Ende nicht der Film, den der sehr gute Anfang verspricht. Wem aber ein paar äußerst effektive Momente klassischen Gruselns ausreichen und wer aufgrund der stimmungsvollen Atmosphäre über das misslungene letzte Drittel hinwegsehen kann, dem kann diese düstere Form der Mutterliebe doch noch ans Herz gelegt werden. Unterm Strich also mit Abstrichen durchaus noch sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Mama (Spanien/Kanada 2012)"
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