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Max Manus – Man of War - DVD

Max Manus – Man of War - DVD

Norwegen/Deutschland 2008 - mit Aksel Hennie, Agnes Kittelsen, Nicolai Cleve Broch, Ken Duken, Christian Rubeck ...

Filminfo

Originaltitel:Max Manus
Genre:Drama, Kriegsfilm, Thriller
Regie:Joachim Rönning, Espen Sandberg
Verkaufsstart:23.07.2010
Produktionsland:Norwegen/Deutschland 2008
Laufzeit:ca. 113 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:2
Sprachen:Deutsch, Norwegisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:Vorwort von Tikken Manus, Dokumentationen, Interview, entfallene Szenen, Visuelle Effekte Featurette, Podiumsdiskussion, Trailer, Outtakes
Regionalcode:2
Label:Capelight Pictures
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Amazon Link : Max Manus – Man of War - DVD

Film: Die Erlebnisse des norwegischen Widerstandskämpfers Máximo Guillermo "Max" Manus (1914-1996) bietet die Vorlage für das spannende Kriegsdrama "Max Manus – Man of War". Die Geschichte, die hierzulande wohl den Wenigsten bekannt sein dürfte, basiert auf den beiden autobiographischen Büchern von Manus, dessen Witwe Tikken sich von der Verfilmung äußerst angetan zeigte.

Nach der Besatzung ihres Landes durch die Nazis, schließt sich der junge Max Manus (Aksel Hennie) dem Widerstand an. Seine Aktionen und Sabotageakte sind den Besatzern schnell ein Dorn im Auge. Da er in seinem jugendlichem Leichtsinn einige dumme Fehler begeht, wird Manus auch schon bald verhaftet und landet nach einem spektakulären Fluchtversuch aus einem Fenster im Krankenhaus. Doch auch von dort gelingt Manus die Flucht und er setzt sich nach Schottland ab, wo er sich einer militärischen Ausbildung unterzieht. Mit seinem neu erlernten Wissen kehrt er zurück nach Oslo, wo er mit seinen Verbündeten vom Widerstand in einer spektakulären Aktion gleich mehrere deutsche Kriegsschiffe außer Gefecht setzt.

Doch nun verstärken die Nazis unter der Führung des skrupellosen Gestapo-Offiziers Fehmer (Ken Duken) erst recht ihre Bemühungen, den Widerstand zu zerbrechen. Und schon bald kommt es zu den ersten Verhaftungen und Hinrichtungen. Doch selbst als die Lage aussichtslos zu werden scheint, bläst Manus ein letztes Mal zum Angriff…

"Max Manus – Man of War" ist eine aufwendige Produktion, die es locker mit ähnlich gearteten Hollywood-Produktionen aufnehmen kann. Kein Wunder eigentlich, hatten doch die beiden Regisseure Joachim Rønning und Espen Sandberg mit der Western-Komödie "Bandidas" Hollywood-Luft geschnuppert. Ihre einnehmende Mischung aus Biographie, Kriegsdrama und Thriller überzeugt nicht nur durch die packende Geschichte, die eindringliche Bildsprache und den kontinuierlichen Spannungsaufbau, sondern auch aufgrund der sehr guten Darsteller, unter denen besonders Aksel Hennie als Max Manus, aber auch Ken Duken als eiskalter Nazi hervor stechen.

Zwar revolutioniert dieser Film das Genre nicht, noch bietet er wirklich viel Neues. Doch es ist die Mischung aus Patriotismus und Heldentum, die Vielschichtigkeit der Hauptfigur, die immer wieder von Schuldgefühlen heimgesucht wird und schließlich die in jeder Hinsicht gelungene Inszenierung, die "Max Manus – Man of War" von der ersten bis zur letzten Sekunde zu einem spannenden und bewegenden Kriegsdrama machen. Und genau daher ist dieser Film auch trotz kleinerer Schwächen absolut sehenswert!

Bild + Ton: Die technische Umsetzung liegt auf gutem Niveau, hat aber, besonders bei der Bildqualität, mit einigen kleinen Mängeln zu kämpfen. Denn in den dunkleren Sequenzen können Schwächen bei den Kontrasten und dadurch auch bei der Gesamtschärfe festgestellt werden. Die Farben sind gut abgemischt und das Bild ist insgesamt sehr sauber.

Der Ton zeigt bei Schießereien, Luftangriffen und Explosionen einige sehr gute Surround-Effekte. Ansonsten beherrschen die Dialoge, die Filmmusik und die atmosphärisch abgestimmten Umgebungsgeräusche das tonale Geschehen. Nicht wirklich umwerfend, aber gut!

Extras: Die Doppel-DVD hat einige hochwertig produzierte Extras zu bieten. Los geht es auf der ersten DVD mit einer knapp 4minütigen Einleitung von Manus` 96jähriger Witwe Tikken, die auf Deutsch erzählt, wie sie mit 17 Jahren bei einem Besuch in Marburg an der Lahn erste Erfahrungen mit Deutschland gemacht hat, dass sie dem Filmprojekt zunächst etwas skeptisch gegenüber stand, mit dem Endergebnis aber sehr zufrieden ist. Neben diesem sehr sympathischen Vorwort bietet Disc 1 zudem noch den Trailer zum Film auf Deutsch und Norwegisch, sowie eine Trailershow des Anbieters.

Die zweite DVD beginnt mit einer sehr interessanten, knapp 45minütigen Dokumentation, die zeigt, wie eng sich der Film an historische Fakten hält. Neben vielen Fotos aus dem Leben von Max Manus oder auch Aufnahmen aus seinem Hörbuch, das er kurz vor seinem Tod aufgenommen hat, kommen auch seine Tochter, Zeitzeugen und natürlich die Filmemacher und Darsteller zu Wort.

Eine weitere Dokumentation geht dann über eine Stunde lang ausführlich auf die Dreharbeiten ein. Dabei wird ein sehr schöner Blick hinter die Kulissen offeriert, der nicht nur die Entstehung einiger Szenen dokumentiert, sondern dem Zuschaue auch das Leben am Set und die Arbeit des Teams näher bringt. Ein sehr gutes Making of, das weit über dem Niveau üblicher Werbe-Dokumentationen liegt.

Dazu bietet die DVD noch zehn geschnittene Szenen und einige amüsante Outtakes (ca. 3 Min.), ein ausführliches Interview mit Tikken Manus und Gunnar Sønsteby (ca. 16 Min.), eine Featurette über die visuellen Effekte (ca. 10 Min.), sowie eine Podiumsdiskussion, an der u.a. auch Gunnar Sønsteby teilgenommen hat (ca. 47 Min.). Leider ist bei diesem Feature die Tonqualität nicht die Beste, die Diskussion ist aber durchaus interessant.

Absolut lobenswert: zu allen Extras sind optional deutsche Untertitel verfügbar. Sehr gut!

Fazit: "Max Manus – Man of War" ist ein spannender, erstklassig inszenierter Kriegsthriller, der ein hierzulande bislang wenig bekanntes Kapitel des Zweiten Weltkriegs in eindringlichen Bildern erzählt. Die Doppel-DVD liegt technisch auf gutem Niveau und hat einige herausragende Extras zu bieten. Daher ist dieses Werk auch: absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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