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Only God Forgives

Only God Forgives

USA/Frankreich/Dänemark 2013 - mit Ryan Gosling, Kristin Scott Thomas, Vithaya Pansringram, Tom Burke u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Only God Forgives
Genre:Thriller, Drama
Regie:Nicolas Winding Refn
Kinostart:18.07.2013
Produktionsland:USA/Frankreich/Dänemark 2013
Laufzeit:ca. 89 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.facebook.com/OnlyGodForgivesGerm
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Julian (Ryan Gosling) lebt mit seinem Bruder Billy (Tom Burke) inmitten des Rotlichtviertels von Bangkok. Dank illegaler Geschäfte, die sie von ihrem Kickbox-Club aus organisieren, können die ungleichen Brüder ein Leben voller Luxus, Sex und Sünde genießen, während ihre Mutter Crystal (Kristin Scott Thomas) aus sicherer Entfernung die Strippen zieht. Als Billy im Rausch eine Prostituierte brutal ermordet, heftet sich ein pensionierter Polizist (Vithaya Pansringarm) als selbsternannter Racheengel an seine Fersen und lässt Billy den Mord mit seinem Leben bezahlen. Der Tod ihres Sohnes ruft Crystal auf den Plan. Sie reist nach Bangkok, um herauszufinden, wer ihren Billy umgebracht hat. Nun ist es an Julian, Vergeltung für seinen Bruder zu üben. Doch der Kampf gegen den schweigsamen Racheengel droht bald zu eskalieren und die Straßen von Bangkoks Unterwelt werden sich blutrot färben…

"Only God Forgives" ist nach dem gefeierten "Drive" die zweite Zusammenarbeit von Ryan Gosling und dem dänischen Filmemacher Nicolas Winding Refn. Zwischen den beiden Filmen gibt es dann auch ein paar deutliche Parallelen, die vermuten lassen, dass sie qualitativ in etwa auf einem Niveau liegen. Der beinahe schon hypnotische Soundtrack, der erneut von Cliff Martinez komponiert wurde, eine ganz eigene, atmosphärische Farbgebung und eine äußert wortkarge Hauptfigur, die sich mit beinahe schon stoischem Gesichtsausdruck durch eine von mitunter sehr drastischer Gewalt durchzogene Geschichte kämpft. Schon bei "Drive" haben diese Versatzstücke das Publikum gespalten. Während die Einen in dem Film ein echtes Meisterwerk sahen, empfanden ihn Andere als langweilige, abgestumpfte Gewaltorgie. Doch es ist unbestreitbar, dass "Drive" etwas ganz Besonderes hatte, etwas irgendwie Einzigartiges, was sich von "Only God Forgives" leider nicht mehr sagen lässt.

Denn nicht nur, dass sich Nicolas Winding Refn immer wieder selbst zu zitieren scheint, er bedient sich auch sehr offensichtlich bei der Arbeit anderer Regisseure. So scheint der namenlose Racheengel, der, wenn er nicht gerade Blut vergießt im Lichtkegel einer Bar steht und dort Karaoke singt, direkt aus einem David Lynch Film entsprungen zu sein. Das soll originell sein, ist es aber eben nicht. Zudem verliert Refn bei allem Bemühen, mit seiner unangepassten Inszenierung unbedingt provozieren zu wollen, eines völlig aus den Augen: die Geschichte seines Films. Die ist nur rudimentär vorhanden und wird dem Zuschauer nur in Fragmenten geboten, die sich nicht immer logisch miteinander verbinden lassen.

Man mag nun als Bewunderer des Regisseurs argumentieren, dass Refn dem Zuschauer eben nicht alles auf dem Silbertablett serviert und man ein wenig unter die Oberfläche schauen muss, um zu verstehen, wie großartig die Geschichte eigentlich ist. Und liest man sich das Interview mit dem Filmemacher im Presseheft zum Film durch, ist man angesichts der guten Ideen, die er hier äußert, durchaus geneigt, dem zuzustimmen. Doch intelligente, herausfordernde Ideen und eine unangepasste Inszenierung reichen eben nicht aus, um einen guten Film zu machen. "Only God Forgives" ist emotional komplett unterkühlt, Spannung kommt kaum auf und die Charaktere bleiben weitgehend uninteressant. Einzig Kristin Scott Thomas sorgt als eiskalte Killer-Mutti für ein paar sehr sehenswerte Momente. Doch auch sie kann nicht verhindern, dass der Thriller am Ende zu sehr um Skurrilität bemüht zu sein scheint und dadurch in erster Linie eines geworden ist: extrem langweilig. Wer in Refn eines der größten Genies des zeitgenössischen Kinos sieht, wird diese Meinung zwar garantiert nicht teilen. Doch auch mit großer Bewunderung für Refns Filme wie "Drive", "Walhalla Rising" und "Pusher" gibt es von mir für dieses Werk nur ein: sehr bedingt sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Only God Forgives (USA/Frankreich/Dänemark 2013)"
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