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Juni 2019
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Regression

Regression

Kanada/Spanien 2015 - mit Ethan Hawke, Emma Watson, David Thewlis, Lothaire Bluteau, Aaron Ashmore u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Regression
Genre:Mystery, Thriller
Regie:Alejandro Amenábar
Kinostart:01.10.2015
Produktionsland:Kanada/Spanien 2015
Laufzeit:ca. 107 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.regression-derfilm.de
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Minnesota, 1990: Detective Bruce Kenner (Ethan Hawke) bekommt es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun, als die junge Angela Gray (Emma Watson) ihren Vater des sexuellen Missbrauchs beschuldigt und sich dieser schuldig bekennt, obwohl er sich an die angebliche Tat nicht erinnern kann. Der Psychologe Kenneth Raines (David Thewlis) soll dabei helfen, eben diese Erinnerungen zurück zu holen. Mit Hilfe einer Regressionstherapie soll die grausame Wahrheit ans Licht gebracht werden. Doch als Kenner es schafft, das traumatisierte Mädchen zu einer Aussage zu bewegen, wird klar, dass der Fall ungeahnte Dimensionen annehmen wird. Denn der sexuelle Missbrauch soll Teil eines satanischen Rituals gewesen sein, an dem sich neben Angelas Vater auch noch zahlreiche andere Menschen beteiligt hätten – darunter auch ein Polizist. Als Raines auch bei Angelas Bruder die Regressionstherapie anwendet, scheint sich der Verdacht zu erhärten, dass in der kleinen Stadt tatsächlich eine Sekte ihr Unwesen treibt. Mehr und mehr gerät auch Kenner in einen Sog aus Wahnvorstellungen, Ängsten und Alpträumen, die ihn Schritt für Schritt nicht nur der Wahrheit, sondern auch dem Wahnsinn näher bringen…

"Regression" ist die mittlerweile sechste Regiearbeit von Alejandro Amenábar, der mit "The Others" und "Das Meer in mir" eine große Vielseitigkeit als Filmemacher bewiesen hat. Gerade "The Others" hat es perfekt geschafft, eine spannende Geschichte zu erzählen, seinem Publikum eine wohlige Gänsehaut zu bereiten und es mit einem großartigen Finale zu überraschen. "Regression" weißt viele Parallelen dazu auf. Auch dieses neue Werk verfügt über eine extrem atmosphärische Bildsprache mit zum Teil sehr angenehmen Gänsehautfaktor, sowie über eine im Kern sehr spannende Geschichte, die von den Schauspielern überzeugend vermittelt wird. Doch der große und bedeutende Unterschied zu "The Others" ist, dass "Regression" gerade zum Ende hin bitter enttäuscht.

Die erste Stunde bietet extrem spannendes und mitreißendes Genre-Kino. Die extrem stimmungsvoll eingefangenen Locations im kanadischen Ontario, die Musik von Roque Baños sowie das gute Spiel von Ethan Hawke und Emma Watson ("Harry Potter") ziehen den Zuschauer gut in die Geschichte hinein. In einigen Momenten ist man extrem angespannt und wird von der Spannung regelrecht in den Sitz gedrückt. Zugegeben, weder die Geschichte, noch die Gruseleffekte sind besonders originell. Amenábar bedient hier munter sämtliche Klischees, wie man sie häufig in solchen Mystery-Thrillern findet. Dennoch ist die Inszenierung atmosphärisch derart dicht, dass genügend Spannung aufkommen kann, um sämtliche negativen Aspekte zu überdecken.

Doch je näher die Geschichte ihrem Ende und ihrer "überraschenden" Auflösung kommt, desto deutlicher treten auch alle Schwächen in den Vordergrund. Auch wenn die Geschichte von wahren Ereignissen inspiriert sein mag, so ist des Rätsels Lösung einfach zu schwach, um dem guten Spannungsaufbau auch nur annährend entsprechen zu können. Und auch wenn der Film über weite Teile gut unterhalten kann, führt der letzte Akt dazu, dass man das Kino eher enttäuscht verlässt. Sicherlich: ein schlechter Film ist  "Regression" dadurch noch lange nicht. Doch Amenábar hat selbst gezeigt, wie entscheidend ein gutes Finale sein kann. Ohne die Wendung am Ende würde heute wohl kaum noch jemand über "The Others" sprechen. Da ihm so etwas nicht noch einmal gelungen ist, wird das dazu führen, dass "Regression" ganz schnell in Vergessenheit geraten wird. Leider ist das nicht wirklich schade. Daher gilt: Nur mit Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Regression (Kanada/Spanien 2015)"
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