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Resident Evil: Retribution

Resident Evil: Retribution

Großbritannien/Deutschland/USA 2012 - mit Milla Jovovich, Michelle Rodriguez, Sienna Guillroy, Oded Fehr u.a

Filminfo

Originaltitel:Resident Evil: Retribution
Genre:Action, Fantasy, Horror
Regie:Paul W.S. Anderson
Kinostart:20.09.2012
Produktionsland:Großbritannien/Deutschland/USA 2012
Laufzeit:ca. 95 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.residentevil.de
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Der Kampf von Alice (Milla Jovovich) gegen die Umbrella Corporation und die von ihnen verursachte Zombie-Apokalypse geht in die fünfte Runde. Nachdem sie es am Ende von "Resident Evil: Afterlife" an Bord des Schiffes Arcadia geschafft hatte, wo sie auf weitere Überlebende der Epidemie zu treffen hoffte, sieht sie sich nun mit einem Angriff der Umbrella-Schergen, angeführt von ihrer ehemaligen Mitstreiterin Jill Valentine (Sienna Guilroy), die nach einer Gehirnwäsche die Seiten gewechselt hat, konfrontiert. Durch eine Explosion wird Alice ins Meer geschleudert und verliert das Bewusstsein. Als sie wieder erwacht, findet sie sich in einer riesigen Umbrella-Station wieder, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Doch es ist schon ein Befreiungstrupp unterwegs, der Alice bei ihrer Flucht helfen soll. Doch die Rote Königin und auch Jill Valentine wollen um jeden Preis verhindern, dass eine solche Flucht gelingt…

"Resident Evil: Retribution" bietet dem Fan wieder genau das, was die Videospiele und Filme der Reihe so beliebt gemacht hat: Zombies, toughe Heldinnen in sexy Outfits, ausgedehnte Schießereien, eine sehr übersichtliche Geschichte und ein paar nett aussehende Effekte. Dabei besinnt sich Regisseur Paul W.S. Anderson bei seiner dritten "Resident Evil"-Regie wieder stärker auf die Videospiel-Herkunft der Geschichte, als dies bei den letzten Teilen der Reihe der Fall war. So muss sich Alice dieses Mal tatsächlich von Level zu Level kämpfen, um ihre Aufgabe – die Flucht aus der Station – zu meistern. Dabei trifft sie auf treue Weggefährten (die im ersten Teil getötete Michelle Rodriguez darf wieder von den Toten auferstehen), auf alte Widersacher und neue Monster.

Die Idee, dass sich Alice durch Simulationen von Tokio, New York und Moskau kämpfen muss, ist an sich ganz nett. Doch leider ist die Story am Ende einfach zu dünn und die endlosen Kampfsequenzen auf Dauer zu ermüdend, um wirklich fesseln zu können. Sicherlich, die "Resident Evil"-Filme sind ohnehin nicht für ihren Tiefgang, für ausgefeilte Dialoge oder vielschichtig gezeichnete Charaktere bekannt. Aber gerade der letzte Teil hatte dann doch noch etwas mehr an Unterhaltungswert zu bieten, als nur sinnloses Gekloppe. Hier fehlt einfach der zündende Funke, der aus der an sich ordentlichen Idee einen spannenden und spaßigen Fantasy-Horror-Actionfilm macht.

Zudem erscheint die Inszenierung insgesamt etwas lieblos heruntergekurbelt. Sicherlich sollte nicht zu viel Wert auf Logik gelegt werden. Aber wenn der Rettungstrupp, der Alice befreien soll, nacheinander auf zwei nebeneinander stehende Umbrella-Wachmänner schießt, und der Zweite still stehen bleibt, während der erste getroffen in die Tiefe fällt, nur um ein möglichst leichtes Ziel abzugeben, dann ist das einfach nur dämlich. Da sich die Macher ja schon bei der Konstruktion der Geschichte und dem Schreiben der Dialoge nicht sonderlich viel Mühe geben müssen, wäre es schön und den treuen Fans gegenüber nur fair gewesen, wenn sie sich dann bei den Actionszenen etwas mehr Mühe gegeben und mehr Einfallsreichtum an den Tag gelegt hätten.

Es gibt aber auch einige gute Momente, an denen Fans ihre Freude haben werden. So hat Anderson etwa ein paar nette Verweise auf die Vorgängerfilme eingebaut. Auch hat er es wieder einmal sehr gut verstanden, seine Gattin Milla Jovovich äußerst ansehnlich in Szene zu setzen. Bei den 3D Effekten setzt er auf eben jene Effekte, die schon im letzten Teil gut funktioniert haben. Sieht gut aus, ist aber eben nichts wirklich Neues. Überzeugen können auch die in Zeitlupe rückwärts abgespielte Eingangssequenz und das Finale, das, sofern es der Erfolg zulässt, auf einen wahrlich spektakulären sechsten Teil hoffen lässt.

So kann unterm Strich gesagt werden, dass "Resident Evil: Retribution" den treuen Fans der Reihe genügend gute Gründe liefert, um sich eine Kinokarte zu kaufen. Allerdings gehört dieser fünfte Teil eher zu den schwächeren Beiträgen einer ohnehin nicht von qualitativer Erstklassigkeit gezeichneten Reihe. Die Macher haben sich um Originalität bemüht, verfallen aber sowohl inhaltlich, als auch visuell zu schnell wieder in alte Muster, um noch wirklich überraschen, begeistern oder fesseln zu können. Sollte es einen sechsten Teil geben, so wären Anderson und sein Team gut beraten, noch eine kräftige Schippe drauf zu legen, um die Fans nicht endgültig zu enttäuschen. Daher gilt: Hirn aus, 3D Brille auf und los geht die Zombieschlacht. Wer nicht mehr erwartet, als sinnfreie Videogame-Action, dem kann dieser fünfte "Resident Evil"-Film trotz deutlicher Ermüdungserscheinungen durchaus noch empfohlen werden.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Resident Evil: Retribution (Großbritannien/Deutschland/USA 2012)"
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