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März 2019
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Self/Less – Der Fremde in dir

Self/Less – Der Fremde in dir

USA 2015 - mit Ryan Reynolds, Ben Kingsley, Matthew Goode, Natalie Martinez, Derek Luke u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Self/Less
Genre:Mystery, Thriller, Action
Regie:Tarsem Singh
Kinostart:20.08.2015
Produktionsland:USA 2015
Laufzeit:ca. 118 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.selfless-film.de
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Er ist schwerreich und beruflich extrem erfolgreich. Doch es gibt einige Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann. Das muss der Milliardär Damian (Ben Kingsley) am eigenen Leib erfahren, als bei ihm Krebs im unheilbaren Endstadium diagnostiziert wird. Dabei gäbe es doch noch so viel, was er erreichen und erledigen möchte, bevor er das Zeitliche segnet. Wie sich herausstellt, könnte ihm sein Reichtum da tatsächlich helfen. Denn mit einer neuartigen, streng geheimen Technologie lässt sich das Bewusstsein eines Menschen in den Körper eines anderen übertragen. Mit diesem "Shedding" genannten Verfahren ist ewiges Leben theoretisch möglich – solange die finanziellen Mittel ausreichen. Damian zögert nicht lange, um der Teilnahme an dem Verfahren zuzustimmen. Und so erwacht er bald schon in einem jüngeren Körper (Ryan Reynolds), an den er sich in einer langen Therapiephase erst einmal gewöhnen muss. Danach soll er als Edward ein neues Leben beginnen und die wiedergewonnene Jugend genießen. Doch immer wieder wird er von Visionen geplagt, bei denen es sich scheinbar um Erinnerungsfetzen des ursprünglichen Besitzers von Damians neuem Körper handelt. Doch als er beginnt, diesen auf den Grund gehen zu wollen, setzt er damit sein teuer erkauftes Leben auch schon wieder aufs Spiel. Denn schließlich soll "Shedding" ein Geheimnis bleiben – und das um jeden Preis…

Tarsem Singh ist bekannt für extravagante Filme mit ungewöhnlichen Effekten, einer ausgeprägten Farbpracht und exzentrischen Kostümen. Das großartige, im Kino leider völlig untergegangene Fantasy-Drama "The Fall" ist dafür wohl das beste Beispiel. Aber auch in dem Erfolgs-Thriller "The Cell" war sein Hang für etwas außergewöhnlicheres Unterhaltungskino schon deutlich spürbar. Elemente dieses Thrillers greift Tarsem Singh in seinem neuesten Film "Self/Less – Der Fremde in dir" wieder auf. Auch hier gelangt der Geist eines Menschen wieder in den Körper eines anderen. Doch dieses Mal geht es deutlich weniger exzentrisch und überraschend konventionell zu, als noch bei früheren Arbeiten des Filmemachers. Das hat leider zur Folge, dass die Bildsprache nicht stark genug ist, um von den dramaturgischen Schwächen ablenken zu können.

Und die sind im Verlauf der knapp zweistündigen Laufzeit leider nicht gerade eine Seltenheit. Sicherlich, Logik sollte der Grundidee ohnehin nicht abverlangt werden. Doch zumindest sollte eine solche im Bereich Fantasy angesiedelte Geschichte spannend und mitreißend erzählt werden. Und genau das gelingt dem Film an einigen Stellen überhaupt nicht. Hätte Singh das Tempo in einigen Momenten angezogen und bei anderen Szenen die Schere angesetzt, hätte dieser Körpertausch wirklich extrem aufregendes Mystery-Kino werden können. So aber werden die vielen positiven Aspekte immer wieder von unnötig zähen und dramaturgisch schwachen Momenten überlagert, was sich am Ende natürlich auch auf den Gesamteindruck auswirkt.

Keine Frage, die Actionsequenzen sind gut bis sehr gut umgesetzt und die Darsteller – allen voran Ryan Reynolds – machen ihre Sache auch wirklich ordentlich. Und auch die Bildsprache ist auf ihre Art sehr stylisch und atmosphärisch. Dennoch hat man als Zuschauer immer wieder das Gefühl, dass sich dieser Film deutlich unter Wert verkauft und sehr viel größer und spannender hätte sein können. Und das ist angesichts des an sich sehr hohen Unterhaltungswerts der Geschichte wirklich schade. So lässt sich also sagen, dass "Self/Less – Der Fremde in dir" zwar kein schlechter Film ist. Davon ist er weit entfernt. Aber es ist am Ende eben nur ein netter, visuell gelungener Unterhaltungsfilm, der wesentlich mehr hätte sein können. Das aufregende Spannungskino, das hier irgendwo verborgen liegt, kommt zu selten zum Vorschein, um sich gegen die zähen Schwächen durchsetzen zu können. Daher gibt es am Ende auch nur mit kleinen Abzügen noch ein: Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Self/Less – Der Fremde in dir (USA 2015)"
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