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Deutschland/Belgien/Tschechien 2013 - mit Yvonne Catterfeld, Maxim Mehmet, Flora Li Thiemann, Devid Striesow, Finn Fiebig u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Kinderfilm
Regie:Markus Dietrich
Kinostart:24.10.2013
Produktionsland:Deutschland/Belgien/Tschechien 2013
Laufzeit:ca. 82 Min
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.mfa-film.de
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Im Herbst 1989 ahnt die zehnjährige Rike (Flora Li Thiemann) aus dem brandenburgischen Dorf Malkow nichts von den politischen Veränderungen, die schon bald das Leben in der gesamten DDR verändern werden. Für Rike gibt es nur ein Problem: ihr geliebter Onkel Mike (Jacob Matschenz) ist von einem Tag auf den anderen in den Westen gezogen und ist dort für das Mädchen unerreichbar. Doch durch ihre Lieblingsserie "Raumschiff Interspace" kommt Rike auf eine geniale Idee: sie will ein Gerät bauen, mit dem sie Mike wieder zurück nach Hause beamen kann. Gemeinsam mit ihren Freunden Fabian (Finn Fiebig) und Jonathan (Luca Johannsen) macht sie sich daran, ihren Plan in die Tat umzusetzen. Und während sich ihre Eltern (Yvonne Catterfeld und Maxim Mehmet) sich heimlich darauf vorbereiten, selbst in den Westen zu fliehen, scheuen die Kinder keine Gefahren, um alle erforderlichen Teile für ihre Maschine zu ergattern. Selbst dem stets wachsamen Volkspolizist Mauder (Devid Striesow) können sie immer wieder entkommen. Doch als sie am 09. November endlich bereit sind, das Beam-Experiment zu starten, nehmen die Ereignisse eine überraschende Wendung…

Mit seinem Langfilmdebüt "Sputnik" versucht sich Markus Dietrich an einem sehr ambitionierten Projekt. Er erzählt die Geschichte der Deutschen Einheit als Abenteuerfilm für Kinder, der weniger auf zielgruppenaffinen Humor, als auf Drama, Spannung und Einfallsreichtum setzt. Dabei macht er eigentlich alles richtig: sowohl die Rollen der Erwachsenen, als auch ganz besonders die der Kinder sind sehr gut besetzt. Die Ausstattung ist stimmig und liebevoll. Der eher dezent eingesetzte Humor zielt nicht auf die üblichen Pups-Lacher ab, sondern ist ein wenig anspruchsvoller umgesetzt. Und die Geschichte selbst verfügt über viele sehr schöne und auch originelle Einfälle.

Das Problem, das auch bei der Pressevorführung, an der zahlreiche Kinder teilgenommen haben, festgestellt werden konnte, ist, dass die dramatischen Aspekte der Geschichte einen zu großen Teil des Films einnehmen. Bei den Gesprächen, die Rikes Eltern über ihre geplante Flucht führen, kommt bei den Kleinen leider schnell Langeweile auf. Sie wünschen sich mehr Abenteuer, etwas mehr Witz und Tempo. Als erwachsener Zuschauer findet man die Umsetzung dagegen sehr gelungen und ist überzeugt davon, dass man diesen Film als Kind geliebt hat – schließlich ist man mit leicht verklärter Erinnerung überzeugt davon, dass man selbst nur anspruchsvolle Kinderfilme gesehen und niemals über platte Gags gelacht hat. Doch schaut man sich dann um und sieht viele immer unruhiger werdende Kinder, deren Lachen kaum zu hören ist und die eher lustlos im Kinosessel zappeln, dann muss man sich die Frage stellen, ob "Sputnik" wirklich als Kinderfilm so gelungen ist, wie man es gerne glauben möchte.

Keine Frage, Markus Dietrich hat einen sehr schönen Film inszeniert, der das Herz am rechten Fleck hat und der sich lobenswerterweise daran versucht hat, seine jungen Zuschauer auch ein wenig zu fordern, indem er ihnen eine echte Geschichte bietet, die nicht nur aus Slapstick, schnellen Schnitten, tollen 3D-Achterbahnfahrten oder einem coolen Soundtrack bestehen. Doch leider gibt es für derartige Kinderfilme kein besonders breites Publikum, da es viel zu wenige Kinder gewöhnt sind, einer Geschichte über fast 90 Minuten lang ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken. Hätte Dietrich das etwas mehr in Betracht gezogen, auf einige längere Dialogszenen verzichtet und dafür noch etwas mehr Abenteuer und Tempo geboten, dann hätte "Sputnik" vielleicht ein Überraschungserfolg wie Detlev Bucks "Hände weg von Mississippi" werden können. So aber ist das Ganze gut gemeint, aber gerade für hyperaktive Kinder eher bedingt sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Sputnik (Deutschland/Belgien/Tschechien 2013)"
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