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Strings – Fäden des Schicksals – DVD

Strings – Fäden des Schicksals – DVD

Dänemark/Schweden/Norwegen/UK 2004 - mit den Originalstimmen von James McAvoy, Sir Derek Jacobi, Catherine McCormack u.a

Filminfo

Originaltitel:Strings
Genre:Abenteuer, Animation
Regie:Anders Rønnow-Klarlund
Verkaufsstart:16.08.2012
Produktionsland:Dänemark/Schweden/Norwegen/UK 2004
Laufzeit:ca. 88 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:Making of, Trailer, Programmtipps
Regionalcode:2
Label:3L Homevideo
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Amazon Link : Strings – Fäden des Schicksals – DVD

Film: Seit Jahrzehnten tobt ein grausamer Krieg zwischen Hebalon und dem Volk der Zeriths. Halderon, Herrscher von Hebalon, erkennt, dass er mit dafür verantwortlich ist, dass sein Volk in ständiger Angst leben muss und viele Unschuldige ihr Leben lassen mussten. In der Hoffnung, dass sein Sohn Hal Tara endlich Frieden in das Reich bringen und seine Fehler wiedergutmachen kann, nimmt sich Halderon das Leben. Doch sein machthungriger Bruder Nezo vertuscht den Freitod und lässt Halderons Tod so aussehen, als wären die Zeriths dafür verantwortlich. Blind vor Trauer und Wut schwört Hal Tara Rache. Während Nezo sich darauf vorbereitet, den Thron seines Bruders zu besteigen und seine Soldaten in einen den angeblichen Feind endgültig vernichtenden Krieg zu schicken, will sich Hal Tara in das Gebiet der Zeriths schleichen, um deren Anführer zu töten. Doch als er auf seinem gefährlichen Weg die schöne Zita trifft, von der er viel über die Vergangenheit seines Volkes und die Schuld, die sich sein Vater aufgeladen hat, erfährt, setzt er alles daran, um eine weitere Schlacht zu verhindern. Doch das will Nezo freilich nicht zulassen…

"Strings – Fäden des Schicksals" ist in mehrfacher Hinsicht ein äußerst ambitionierter und mutiger Film. Nicht nur, dass Marionettenfilme an sich schon gegen alle gängigen Sehgewohnheiten gehen. Auch, wenn sich die Abenteuer der Augsburger Puppenkiste auch heute noch großer Beliebtheit erfreuen und 2004 mit der bitterbösen Satire "Team America" sogar ein recht erfolgreicher Puppenfilm für Erwachsene in die Kinos kam, so ist eine ernsthafte, dramatische Geschichte, die mit Hilfe von Marionetten einem eher älteren Publikum näher gebracht werden soll, eine absolute Seltenheit. In Zeiten von nahezu fotorealistischen Computeranimationen ist es eine große Umstellung, sich geschnitzte Puppen anzusehen, die lediglich ihre Gliedmaßen und Augenlider, nicht aber ihre Münder bewegen können. Darauf muss man sich als Zuschauer erst einmal einlassen.

Doch es ist nicht alleine die Tatsache, dass Regisseur Anders Rønnow-Klarlund Marionetten benutzt, um seine Geschichte zu erzählen, die diesen Film zu einem sehr außergewöhnlichen und mutigen Unterfangen macht. Es ist vielmehr die Art und Weise, wie er das Marionetten-Sein und die Titel gebenden Schnüre (Strings) in die Handlung einbaut, die diesen Film so besonders machen. Wo andere Filmemacher versucht hätten, die Schnüre so gut als möglich zu verstecken, sind sie hier fester Bestandteil des Geschehens. Mehr noch: es sind die Schnüre, die den Figuren ihr Leben einhauchen. Und nur durch das Durchtrennen der Lebensschnur können die in dieser magischen Welt lebenden "Menschen" getötet werden. Gleichzeitig entsteht auch nur durch sie neues Leben. Babys werden geschnitzt und erst durch die Verbindung von neu gewachsenen Schnüren können sie zum Leben erwachen.

Zwar wird diese Einbindung hier und da etwas überstrapaziert, etwa wenn unvermeidbare Sprüche wie "Dein Leben hängt am seidenen Faden" fallen, doch im Gesamtbild haben diese Schwächen kaum Bedeutung. Denn die Bilder, die Rønnow-Klarlund und sein Team hier geschaffen haben, entschädigen für die kleinen Drehbuch-Hänger. Die mit ungeheurer Detailliebe gestalteten Sets und die zauberhaften Ideen, mit denen die Schnüre ins Geschehen integriert werden, machen aus "Strings – Fäden des Schicksals" ein ganz besonderes Seherlebnis.

Was als einfache Idee geboren wurde, erwies sich am Ende als echte Mammutaufgabe. Mehrere Jahre dauerte die Produktion, die am Ende statt der anvisierten 2 Millionen doch 4 Millionen Dollar Budget verschlungen hat und die Macher beinahe in die Pleite geritten hätte. Zudem war die Suche nach Marionettenspielern weitaus schwieriger, als gedacht. Doch der Aufwand hat sich wirklich gelohnt. Wem es gelingt, sich auf die ungewöhnliche Inszenierung einzulassen, wer Filme der besonderen Art mag und sich gerne abseits des Mainstreams bewegt, der sollte sich dieses Werk auf keinen Fall entgehen lassen. Denn in Sachen Originalität und Hingabe kann diese Produktion einige deutlich teurere und technisch perfektere Animationsfilme locker in die Tasche stecken. Empfehlenswert!!

Bild + Ton: Das Bild ist sehr sauber, die Farben stimmig abgemischt und die Bildschärfe liegt auf gutem Niveau. Bei den dunkleren Szenen sind in diesem Bereich allerdings leichte Schwächen und minimales Bildgrieseln auszumachen. Der Dolby Digital 5.1 Mix lässt die Dialoge und die Filmmusik gut aufeinander abgestimmt erklingen, einige gute Surround-Effekte können gerade in der zweiten Filmhälfte überzeugen. Gut!

Extras: Neben dem Trailer gibt es als Extra noch ein knapp einstündiges Making of, das einen sehr guten Einblick in die aufwendige Produktion, den Bau der Sets, die Entstehung der Marionetten und die Arbeit der Puppenspieler offeriert. Eine sehr sehenswerte Dokumentation, die gut verdeutlicht, wie viel Mühe und Leidenschaft in dieses ambitionierte Projekt geflossen sind. Sehenswert!

Fazit: "Strings – Fäden des Schicksals" ist ein ambitioniertes Marionetten-Spektakel, das auf sehr originelle Weise die Schnüre, an denen die Puppen hängen, in das Geschehen einbaut. Die mit sehr großer Liebe zum Detail gebauten Sets und die düster-dramatische Geschichte machen aus diesem opulenten Film ein ganz besonderes Seherlebnis. Da sich dieses den gängigen Sehgewohnheiten komplett entzieht, muss man sich als Zuschauer darauf sehr bewusst einlassen. Wem dies gelingt, der bekommt aber etwas wirklich Einzigartiges geboten. Die DVD liefert zu dem Film noch ein sehr sehenswertes Making of, das gut zeigt, wie viel Mühe und Leidenschaft in das Projekt investiert worden sind. Wer es gerne besonders und außergewöhnlich mag, der sollte hier unbedingt zugreifen!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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