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The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben

The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben

USA/Großbritannien 2014 - mit Benedict Cumberbatch, Keira Knightley, Matthew Goode, Mark Strong, Rory Kinnear u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Imitation Game
Genre:Drama
Regie:Morten Tyldum
Kinostart:22.01.2015
Produktionsland:USA/Großbritannien 2014
Laufzeit:ca. 114 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.theimitationgame-film.de
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England zu Beginn des Zweiten Weltkrieges: Der junge Cambridge-Absolvent Alan Turing (Benedict Cumberbatch) wird aufgrund seines genialen Geistes alles Mathematische betreffend vom britischen Geheimdienst als Code-Spezialist rekrutiert. Gemeinsam mit einem kleinen Team soll er den bislang unentschlüsselbar geltenden Enigma-Code der deutschen Wehrmacht knacken. Während sich Alan diese schier unmögliche Aufgabe durchaus zutraut, ist er von seinen neuen Kollegen wenig angetan. Mit seinem überheblichen Wesen bringt er bald nicht nur das ganze Team, sondern auch den Chef des gerade gegründeten MI6 (Mark Strong) gegen sich auf. Und so wird ihm bald schon ein Ultimatum gestellt, um seine Vorgesetzten von der Effektivität seiner unkonventionellen Methoden zu überzeugen. Mit Hilfe der jungen Mathematikerin Joan (Keira Knightley) gelingt es Alan, sich seinem Team ein wenig zu öffnen und so wichtige Hilfe für den Bau seiner elektrischen Rechenmaschine zu bekommen. Doch je näher Alan der Lösung des Enigma-Rätsels kommt, desto mehr läuft er Gefahr, dass sein eigenes Geheimnis ans Licht kommen könnte – und das könnte nicht nur das Aus für das Projekt bedeuten, sondern ihn persönlich in große Gefahr bringen…

"The Imitation Game" ist nicht der erste Film, der sich mit dem Enigma-Code auseinandersetzt. Doch Morten Tyldum, Regisseur der großartigen Jo Nesbø Verfilmung "Headhunters", schafft es perfekt, die spannende Spionagegeschichte gleichzeitig auch zu einem zutiefst menschlichen Drama, zu einer interessanten Biografie und zu einem aufwühlenden Sittengemälde Englands der 40er und 50er Jahre zu machen. So entsteht ein äußerst vielschichtiger Film, der nicht nur äußerst gute Unterhaltung bietet, sondern auch ein sehr viel facettenreicheres Bild der historischen Hintergründe bietet, als das bei reinen Spionagefilmen der Fall wäre. Denn obwohl eigentlich klar ist, dass Hitlers Nazi-Regime der (in dem Film unsichtbare) Feind ist, so verschwimmen auch auf der Seite der "Guten" zunehmend die Grenzen zwischen Gut und Böse, zwischen Freund und Feind. Und genau das macht dieses Drama schon auf einer rein dramaturgischen Ebene zu einem wirklich herausragenden Werk.

Dieser Eindruck wird zudem durch das Drehbuch manifestiert, das einige ganz wunderbare und äußerst clevere Dialoge zu bieten hat. Durch sie wird nicht nur Alan Turing trotz seiner sehr herablassenden Art zu einem äußerst einnehmenden, interessanten und auf seine Art auch sympathischen Charakter. Auch seine besondere Beziehung zu Joan bekommt durch das hervorragend geschriebene Drehbuch eine wichtige Glaubwürdigkeit. Doch die beste Regie und das beste Drehbuch helfen wenig, wenn die Schauspieler nicht überzeugen können. Und hier kann der Film gleich mit mehreren Glücksgriffen aufweisen. Denn "The Imitation Game" ist bis in die kleinste Nebenrolle nahezu perfekt besetzt. Mit einer Figur wie Alan Turing im Zentrum der Geschichte bestand natürlich die Gefahr, dass die anderen Charaktere völlig in den Hintergrund gedrängt werden. Das wird hier durch die gute Regie und das herausragende Spiel von Benedict Cumberbatch gekonnt vermieden.

Denn auch wenn der von ihm verkörperte Alan Turing oftmals gegen die Menschen, die ihn umgeben, agiert, so spielt Cumberbatch doch mit seinen Schauspielkollegen. Er liefert hier zwar eine extrem einnehmende, zu Recht mit einer Oscar-Nominierung gewürdigte Darstellung ab, schafft dies aber besonders durch die perfekte Interaktion mit seinem Gegenüber. Ob das Keira Knightley, Matthew Goode oder Mark Strong ist, keiner von ihnen wird in Cumberbatchs Schatten gestellt. Vielmehr können sie alle im Glanz seiner herausragender Leistung zu Höchstform auflaufen, was den Film auch schauspielerisch zu Qualitätskino der ganz besonderen Art macht.

"The Imitation Game" schafft das Kunststück, perfektes Unterhaltungskino zu sein und gleichzeitig eine bedeutende, anspruchsvolle Geschichte zu erzählen. So wird dem Computer-Visionär Alan Turing endlich die Aufmerksamkeit zuteil, die er verdient hat. Daneben ist der Film aber auch ein wichtiges Plädoyer für Toleranz und gegen Homophobie. Morten Tyldum hat ein spannendes Stück Zeitgeschichte inszeniert, dessen Auswirkung bis in die heutige Zeit zu spüren ist und dessen Botschaft aktueller denn je zu sein scheint. Ein Film, der Spaß macht ohne den Intellekt zu beleidigen. Und dafür gibt es ganz klar die Bestnote: Absolut sehenswert!!!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben (USA/Großbritannien 2014)"
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